Überfall, was nun?

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Jetzt ist es passiert, Rad weg, Geld weg, Ausweis weg, was nun?

Vorbeugende Maßnahmen

Hier erstmal eine unsortierte Liste von Maßnahmen um einen möglichen Schaden zu begrenzen:

  • Geld- und Wertpapiere gleichmäßig im Gepäck und evtl. auch am (im) Fahrrad verteilen
  • schnell demontierbare Lenkertaschen, oder einen auf die Packtaschen geschnallten Rucksack mit den wichtigsten Papieren immer mitnehmen, wenn man das Rad verlässt
  • Reserve-Geldschein unter die Schuheinlegesohle kleben
  • Travellerschecks mitnehmen
  • gescannte Ausweispapiere und andere wichtige Dokumente (z.B. Impfpass, Blutgruppe) von Internetcafés abrufbar online speichern, zusätzlich auf USB-Stick/SD-Karte dabei haben, evtl. auch Kopien an anderer Stelle im Gepäck haben.
  • wohlhabenden Eindruck vermeiden (übermäßige Sorge ums Gepäck z.B.), z.B. könnte eine abgeschlossene Lenkertasche einen gewissen Wert suggerieren
  • Wertgegenstände nur wenn wirklich nötig öffentlich sichtbar aus der Tasche holen
  • Fahrrad geschickt boruttisieren
  • Menschen in der Nähe (Händler, Straßenmusikanten, ...) bitten, ein Blick aufs Fahrrad zu werfen, wenn man es verlässt
  • Packtaschen mit anschließen (z.B. mit dünnem Stahlkabel)
  • Packliste mit Kaufdatum, Neuwert und Restwert verfügbar haben

Wie verhält man sich am besten

Hier muss man sagen, hört auf euer Bauchgefühl, das ist bei weitem der beste Ratgeber. Sowohl in dem Moment wo sich solche Situationen anbahnen, wie direkt im Geschehen. Man kann mit seinem Verhalten manche Täter abschrecken und "in die Flucht" schlagen (unsichere Gelegenheitstäter), man kann aber auch einen Ast über den Kopf bekommen, wenn nicht Schlimmeres.

Was tun nach einem Überfall

Das Wichtigste, die eigene Gesundheit:
Wichtig ist hierbei zu wissen (am Besten in Landessprache), welche

  • Medikamente (Wirkstoffe) man nimmt
  • Impfungen man hat
  • Krankheiten und Allergien man hat oder hatte

Von jeder medizinischen Behandlung, die Rechnungen, Arztberichte und Medikamente (Wirkstoffe) mit nach Hause nehmen, wegen einer eventuellen Nachbehandlung.

Das Zweitwichtigste, Geld:
Ohne Geld - keine Telefonate (Botschaft o. Konsulat ist in vielen großen Städten möglich) - ohne Telefonate keine Hilfe. Botschaften brauchen ca. 1 Woche bis Geld fließt. Sie sind keine große Hilfe. Travellerschecks (per R-Gespräch) werden weltweit z.B. in ein Krankenhaus ausgeliefert. So ist man relativ schnell (24 h) wieder flüssig und kann z.B. sterile Spritzen kaufen.

Notwendige Dokumente:
sind nicht kostenlos. Folgende Dokumente müssen für eine Ausreise besorgt werden.

  • Polizeibericht (Stempel nicht vergessen), mit vollständiger Liste der gestohlenen Gegenstände
  • Ausreisedokument (2 Passbilder werden hierfür benötigt)
  • Tickets

Ausrüstung wieder erlangen: Um seine Ausrüstung wieder zu erlangen, sind zwei Punkte entscheidend. Erstens braucht man eine gute Beschreibung der Täter und der Ausrüstungsgegenstände. Zweitens benötigt man Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit erreicht man am besten über die Presse. Handzettel mit Fotos sind auch eine Möglichkeit. Gezielt Märkte (z.B. Schwarzmarkt für Kameras) aufsuchen, evtl. über einheimische Helfer. Mittels Aufmerksamkeit kann man Druck (durch die Politik) auf die Polizei ausüben.

Guter Rat ist (nicht) teuer

Wendet euch an die nächstgelegene deutsche Botschaft oder das nächstgelegene Konsulat. Von der Botschaft aber nicht zuviel Hilfe erwarten. Hilfe kostet. Ohne Geld muß im Heimatland jemand für die anfallenden Kosten bürgen. Unterstützung gibt es hauptsächlich beim Geldtransfer (einfache Travellerschecks).

Weblinks