Odenwaldquerung

Aus Radreise-Wiki
Version vom 10. September 2017, 18:31 Uhr von Wisohr (Diskussion | Beiträge) (Streckensperrung)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Odenwalddurchquerung
KeinLogo.png
Odenwaldquerung s.png
Länge 65 km
Höhenmeter 769 m 774 m
Link.png Gegenrichtung

Die oben dargestellte Strecke ist vereinfacht und dient nur der ersten Orientierung. Der exakte Verlauf ist unter GPS-Tracks zu finden.

Auf dieser Route wird der Odenwald zwischen Neckar und Main auf überwiegend öffentlichen und möglichst verkehrsarmen Straßen durchfahren. Dabei zeigt sich der Odenwald mit seinen typischen Landschaftsbildern.


Allgemeines

Achtung! Streckensperrung vor Kortelshütte, siehe Roadbook.

Der Odenwald ist auch durch offizielle Radfernwege erschlossen, die in der Regel abseits jeglichen Autoverkehrs geführt werden. Was Radreisenden zunächst angenehm erscheint, hat zur Folge, dass oft auf Forstwegen mit wassergebundener Oberfläche, mit so manchem Umweg und mit zusätzlichen Höhenmetern gefahren werden muss.

Der hier vorgestellte Streckenverlauf ist ein Vorschlag, wie man als Radreisender den Odenwald zwischen Neckar und Main auch abseits jeglicher offizieller Radwege durchqueren und dabei gleichzeitig einen Eindruck vom typischen Landschaftsbild des Odenwaldes erhalten kann. Grundsätzlich erfordert die Topografie des Odenwaldes beim Radfahren immer eine gute körperliche Kondition. Evtl. kann ein Elektroantrieb eine willkommene Unterstützung darstellen. Nach Ansicht des Verfassers bieten sich als Startpunkte für eine Fahrt in oder durch den Odenwald besonders die am Neckar gelegenen Orte Eberbach, Hirschhorn und Neckarsteinach mit ihren im Hinterland liegenden langgezogenen Tälern an.

Die hier beschriebene Strecke stellt nur eine von vielen Möglichkeiten dar. Ziel dieser Querverbindung ist es, dem ortsfremden Radreisenden einen Streckenverlauf abseits der Hauptverkehrsachsen auf möglichst verkehrsarmen Straßen anzubieten. Es wird also fast ausschließlich auf öffentlichen Straßen gefahren. Die Strecke ist durchgehend asphaltiert und kann somit auch bei nasser Witterung gut befahren werden.

Außerdem lässt sie sich leicht zu anderen Durchfahrungen oder unterschiedlichen Rundkursen abwandeln. Dazu werden im Roadbook an den entsprechenden Stellen Vorschläge zu zwei alternativen Durchfahrungen und vier Rundkursen gegeben.

Während die erste Hälfte der Wegstrecke hauptsächlich durch landschaftliche Eindrücke geprägt ist, nähern wir uns in der zweiten Weghälfte der römisch-germanischen Geschichte. Der Weg führt uns entlang einer einst bedeutenden Grenze, dem Neckar-Odenwald-Limes.

Weitere allgemeine Informationen zum Radfahren im Odenwald findet man hier.

Roadbook

Icon Unvollstaendig.png Das Roadbook ist noch unvollständig. Wenn Du es ergänzen kannst, hilf mit!

Hirschhorn

Blick von der Burg auf den Neckar

Von der Schleusenbrücke aus hat man einen sehr schönen Blick auf die Altstadt und der darüber thronenden Burg.

Vor dem Start lädt das historische Hirschhorn entlang der Hauptstraße zu einem kleinen Bummel ein.

Nach der Eisenbahnunterführung liegt links ein EDEKA-Laden. Selbstversorger sollten diese Möglichkeit nutzen, da es erst wieder in Beerfelden eine Einkaufsmöglichkeit gibt. Diese zu nutzen wäre aber mit einem Umweg und zusätzlichen Höhenmetern verbunden.

Geodaten: 49.449248,8.903341 Höhe 132 m (Neckarbrücke)

Zunächst geht es nur leicht ansteigend in Richtung Ortsausgang. Dabei geht es an einem Stoppomat vorbei. Rennradfahrer können hier ihre Kondition im Vergleich zu ihren Mitstreitern bestimmen. Im weiteren Verlauf kommen wir an der Zielstation in Rothenberg vorbei. Nach dem Ortsausgang taucht rechts ein Wegweiser zum "Schloss Hirschhorn" auf. Wer noch etwas Zeit und Kondition übrig hat, kann einen Abstecher hoch zur Burg_Hirschhorn wählen. Auf einer Strecke von 1,2 km sind ca. 25 Höhenmeter zu überwinden. Von der Burg aus hat man, wie könnte es anders sein, einen sehr schönen Blick auf den Neckar. (Siehe Bild) Einen Track findet man hier.

Weiter geht es leicht ansteigend bis zur nächsten Kreuzung. An der Kreuzung befindet sich links etwas unscheinbar eine Wasserstelle mit Trinkwasser, an der man seine Trinkflasche auffüllen kann. An dieser Stelle fahren wir nicht geradeaus auf direktem Weg nach Beerfelden, sondern biegen nach rechts in Richtung Rothenberg ab. Wegen einer Brückensanierung ist die Straße zwischen der Kreuzung und Kortelshütte bis voraussichtlich Ende September 2017 gesperrt. Solange muss man über Finkenbach nach Beerfelden fahren. Was zunächst leicht aussieht, entpuppt sich einige 100 Meter später als ein herausfordernder Anstieg. Mehr als 250 Höhenmeter sind auf den folgenden Kilometern bis Rothenberg zu überwinden. Dafür fahren wir aber auch auf einer der schönsten Panoramastrecken des Odenwaldes und mit zunehmender Höhe werden die Ausblicke immer beeindruckender.

5,9 km 206 m 5 m      6 km 206 m 5 m

Kortelshütte

Wasserwerk mit Wasserstelle

Geodaten: 49.479706,8.921421 Höhe 331 m (Ortszufahrt)

Den Ort tangieren wir nur. Nach der Ortszufahrt hat der Autoverkehr noch einmal abgenommen, was für den weiteren Anstieg angenehm ist.

Bis Rothenberg gibt es mehrere Unterstellmöglichkeiten - unter anderem am Parkplatz vor dem kleinen Wasserwerk. Auch hier gibt es eine öffentliche Wasserstelle, an der man seine Trinkflasche auffüllen kann.

3,8 km 81 m 0 m      10 km 288 m 5 m

Rothenberg

Fachwerk in Rothenberg

Am Ortsausgang steht die Zielstation des oben erwähnten Stoppomat.

Geodaten: 49.499327,8.918501 Höhe 412 m (Ortsmitte)

Von nun an verläuft die Straße fast flach durch ein ausgedehntes Waldgebiet bis nach Beerfelden. Die Straße ist in einem hervorragenden Zustand und der Autoverkehr hat deutlich nachgelassen, sodass man hier oben fast ungestört radeln kann. Im weiteren Verlauf ist der Verkehr bis Würzberg sehr gering.

11,5 km 64 m 38 m      21 km 351 m 43 m

Beerfelden

Ab Beerfelden bieten sich die ersten zwei der oben erwähnten Varianten an:

  1. Die Odenwaldquerung lässt sich auf dem Mümling-Radweg entlang der Mümling über Hetzbach mit dem Himbächleviadukt, Erbach mit Schloss und Elfenbeinmuseum, Miltenberg mit viel Fachwerk und Uralt-Rathaus bis nach Höchst und weiter nach Obernburg am Main verändern. Dadurch erhält man eine Querung des Odenwaldes mit weniger Höhenmetern. Der Weg ist allerdings bis hinter Hetzbach teilweise in einem sehr schlechten Zustand.
  2. Ein Rundkurs mit einer Gesamtlänge von ca. 40 km und 400 Höhenmetern ergibt sich, wenn man von Beerfelden aus auf der Straße nach Airlenbach und dort weiter durch das ruhige Finkenbachtal zurück nach Hirschhorn fährt. Hinter Beerfelden kommt man auf einer Anhöhe am ehemaligen Galgen mit einem weiten Blick über den Odenwald vorbei. Danach geht es fast nur noch bergab. In Airlenbach, direkt am Abzweiger nach Hirschhorn/Falken-Gesäß, kann man den restlichen Stumpf einer 800 Jahre alten Eiche betrachten. Einen Track für diese Variante findet man hier.
Dreischläfriger Galgen bei Beerfelden
Dicke Eiche in Airlenbach

Geodaten: 49.558653,8.984112 Höhe 439 m (B45)

Nach Überquerung der B 45 biegt man nach links auf einen schmalen Fahrweg ab. Dies ist der einzige Abschnitt der gesamten Strecke, in dem Kfz-Verkehr nicht zugelassen ist. Der Asphaltbelag ist etwas verbesserungsfähig. Gleich am Anfang kommt man am Bikepark Beerfelden vorbei. Für Radreisende mit Gepäck ist er wohl zu anspruchsvoll.

3,4 km 92 m 25 m      25 km 444 m 68 m

Reußenkreuz

Rundkurs Nr. 2

Biegt man am Reußenkreuz in Richtung Eberbach ab erhält man einen weiteren, etwas längeren Rundkurs.

Man fährt durch das ruhige Sensbachtal nach Gaimühle und anschließend weiter nach Eberbach an den Neckar. Auf dem Neckarradweg zurück nach Hirschhorn ergibt sich ein Rundkurs mit einer Länge von ca. 55 km und 600 Höhenmetern, auf dem man einen recht umfassenden Eindruck von der Landschaft des Odenwaldes bekommt.

Geodaten: 49.576229,9.014243 Höhe 505 m (Kreuzung)

Nach der Kreuzung geht es noch etwas Bergauf. Am vorläufig höchsten Punkt bietet der Landgasthof Reussenkreuz mit seiner Außengastronomie täglich einen Mittagstisch. Außerdem gibt es hier Übernachtungsmöglichkeiten.

Danach geht es auf sehr ruhiger Straße abwärts nach Schöllenbach. Anfangs etwas kurvenreich kann man das Rad gut rollen lassen.

6,2 km 9 m 221 m      31 km 453 m 290 m

Schöllenbach

Quellkirche in Schöllenbach

Geodaten: 49.566216,9.070624 Höhe 293 m (Quellkirche in Schöllenbach)

In Höhe der kleinen Quellkirche biegen wir nach links von der Straße ab und fahren rechts an der Kirche vorbei. Links der Kirche beginnt ein Forstweg, auf dem man später nicht weiter kommt. Es beginnt ein erneuter Anstieg mit einer Steigungsrate von bis zu 10 %. Es ist eine schmale ruhige aber öffentliche Straße, sodass man hier mit einzelnen Fahrzeugen rechnen muss. Nach der Haarnadelkurve hat man mehr als die Hälfte des Anstieges geschafft.

5,1 km 191 m 2 m      36 km 644 m 292 m

Hesselbach

Rekonstruiertes Kleinkastell des Neckar-Odenwald-Liemes

In Hesselbach bietet der Dorfgasthof Zum Grünen Baum ebenfalls Übernachtungsmöglichkeiten und einen Mittagstisch an.

Der Straßenwegweiser gibt hinreichend Auskunft

Wie im Einleitungstext bereits erwähnt, kann man ab Hesselbach die Querverbindung ebenfalls abwandeln oder auch weitere Rundkurse fahren. Dazu verlässt man vor dem Gasthof zum Grünen Baum den Track und biegt auf der Straße nach rechts in südliche Richtung ab. Nach ca. 4 km mit einem leichten Auf und Ab kommt man an eine Straßenkreuzung und trifft hier auf die Querverbindung Eberbach - Miltenberg. Siehe linken Straßenwegweiser.

Rundkurs Nr.3: Biegt man rechts ab kommt man über Gaimühle nach Eberbach an den Neckar. Zusammen mit dem Neckarradweg ergibt sich ein Rundkurs mit ca. 70 km und 850 Höhenmetern.

Querungsvariante Nr.2: Biegt man nach links ab, kommt man über Amorbach nach Miltenberg an den Main. Diese Variante bietet sich an, wenn man anschließend dem Main aufwärts in Richtung Quelle folgen möchte.

Rundkurs Nr.4: Fährt man geradeaus weiter, kommt man nach weiteren knapp 7 km über Schlossau nach Mudau, wo man auf die Querverbindung Main - Neckar trifft. Über die "Wanderbahn" erreicht man Mosbach am Neckar. Bis Mosbach sind es ca. 80 km mit 900 Höhenmetern - weiter entlang des Neckars zurück nach Hirschhorn ergeben sich ca. 110 km mit 1000 Höhenmetern.

Geodaten: 49.574674,9.089704 Höhe 480 m (Gasthof Grüner Baum)

Bis Würzberg bleiben wir auf dem Höhenzug. Hier oben verlief einst der Neckar-Odenwald-Liemes, ein Vorläufer des später weiter östlich verlaufenden Limes. Die kleine Nebenstraße folgt bis Würzberg etwa diesem ehemaligen Grenzverlauf. Unterwegs gibt es die Möglichkeit, eine Rekonstruktionen der einstigen Grenzsicherung zu besichtigen. Zunächst fahren wir auf der Hochebene durch eine offene Wiesenladschaft. Nach Eintauchen in den Hochwald müssen wir die erste von zwei Wildsperren, Eisengitter auf der Fahrbahn, überfahren. Ein Schild weist auf die Gefahren für Zweiradfahrer beim Überfahren hin. Ca. 500 Meter später kommen wir an der Rekonstruktion eines Kleinkastells (Wegpunkt 10/30) vorbei. Es liegt etwas versteckt im Wald, daher den kleinen Wegweiser beachten. Sobald die Straße vor Würzberg nach rechts abbiegt, besteht die Möglichkeit, auf einem breiten Forstweg weiter geradeaus zu fahren. Folgt man diesem Weg, kommt man am Kastell Römerbad vorbei. Anschließend kann man weiter geradeaus dem Weg folgen. Damit umfährt man Würzberg und trifft auf die Straße nach Eulbach. Der Weg ist allerdings am Anfang in einem sehr schlechten Zustand und bei nasser Witterung eher nicht zu empfehlen.

9,0 km 63 m 41 m      45 km 707 m 333 m

Würzberg

Geodaten: 49.649240,9.080924 Höhe 501 m (Ortsmitte)

Ab Würzberg ist es mit der Ruhe auf der Straße dann doch leider vorbei. Vor Eulbach treffen wir auf die B 47 der wir für ca. einen Kilometer bis zum Abzweig nach Vielbrunn folgen müssen. Die B 47 ist eine der Hauptverkehrsadern im Odenwald. Entsprechd hoch ist hier das Verkehrsaufkommen.

5,1 km 52 m 41 m      50 km 758 m 374 m

Eulbach

In Eulbach bietet sich die Besichtigung des Englischen Gartens an. Das Jagdschloss befindet sich in Privatbesitz und ist daher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Geodaten: 49.680378,9.079877 Höhe 515 m (Kreuzung)

Von nun an geht es fast nur noch bergab. Mit dem Rad erreicht man eine zügige Geschwindigkeit.

4,0 km 0 m 53 m      54 km 759 m 426 m

Vielbrunn

Rekonstruierter Wachturm am Abzweig nach Vielbrunn

Am Abzweig nach Vielbrunn steht der im Foto gezeigte rekonstruierte Wachturm des Neckar-Odenwald-Limes.

Geodaten: 49.714677,9.087017 Höhe 462 m (Kreuzung)

In einer rasanten Abfahrt geht es hinunter in das Maintal. Am Ende des Tracks treffen wir auf den linksseitigen Mainradweg.

10,6 km 17 m 352 m      65 km 775 m 779 m

Laudenbach

Geodaten: 49.7443824,9.1779760 Höhe 126 m (Eisenbahnbrücke)

GPS-Tracks

Icon Stern.png Dieser Track ist vollständig verifiziert.
Die gesamte Strecke wurde von Teilnehmern dieses Wikis abgefahren, zuletzt im Juni 2016. Details siehe unten.
 
Track-Verifizierung

Die nachfolgende Liste führt diejenigen Teilnehmer des Wikis auf, die die Route oder Teilabschnitte davon gefahren sind. Für andere Radreisende ist es wichtig zu wissen, wie aktuell die Routenbeschreibung ist. Wenn Du selbst die Route (oder Teile davon) gefahren bist, trage Dich bitte in die Liste ein (neuere Einträge nach oben). Mit dem Eintrag bestätigst Du anderen Lesern, dass der Track und die Routenbeschreibung zum Zeitpunkt Deiner Fahrt gestimmt haben.

Zeitpunkt Autor Abschnitt/Bemerkungen
2010-2016 Wisohr Mehrfache Befahrung in unterschiedlichen Teilabschnitten und Richtungen

Radreiseberichte im Forum

Literatur