Reiseapotheke

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Alle Informationen in diesem Artikel beruhen auf Erfahrungen von Reiseradlern und sind in keiner Weise als ärztliche Therapieempfehlung zu verstehen. Es handelt sich hier um Informationen von medizinischen Laien!

Homöopathische Arzneien für die Reiseapotheke

Homöopathische Medikamente sind in der Regel arm an Nebenwirkungen, aber nicht generell frei von Nebenwirkungen! Vor der Selbstbehandlung mit homöopathischen Mitteln bzw. vor der Reiseplanung sollte der Rat von Homöopathen oder homöopathischen Ärzten eingeholt oder sich mithilfe guter Fachliteratur über die Wirkung- und Anwendungsweise der Arzneien informiert werden. In der Homöopathie wird nicht nach Krankheit, sondern nach Art der Beschwerden eine Arznei ausgewählt, so können bei Durchfall je nach Beschwerdebild mindestens fünf verschiedene Medikamente in unterschiedlichen Potenzen (Stärken) zum Einsatz kommen.

Gute Erfahrungen wurden auf Reise mit folgende Arzneien bei folgenden Beschwerdebildern gemacht:

  • Apis C30: bei Bienen- bzw. Insektenstichen aller Art
  • Arnica C30: bei Sturz, Schreck aufgrund von Unfall, bei Muskelkater
  • Belladonna C30: bei Sonnenbrand
  • Pulsatilla C 30: bei Blasenentzündung durch Verkühlung

In allen Fällen sollte nur bei leichten Beschwerdebildern selbst behandelt werden bzw. als erste Versorgung bis ein Notarzt eintrifft, akute Fälle gehören in ärztliche Behandlung!

Für die Reise bieten sich sogenannte Reise- oder Hausapotheken an, Lederetuis mit 30 (50, 100) Glasröhrchen mit den wichtigsten Arzneien für unterwegs. Diese gibt es fertig gefüllt in Apotheken, oder leer zum Selbstzusammenstellen. In Kombination mit einem guten, dünnen Homöopathie-Buch (s.u.) kann man etlichen gesundheitlichen Einschränkungen auf Reise gelassen entgegen sehen.

Klassische Mittel

  • Erste-Hilfe-Set
  • Mittel zur Desinfektion von Wunden, z.B. Povidon-Iod-Salbe (z.B. Betaisodona®) oder Octenidin-Spray (z.B. Octenisept®)
  • Schmerz- und Fiebersenkendes Mittel, z.B. Paracetamol-Tabletten
  • Mittel gegen Durchfall, z.B. Loperamid-Tabletten (z.B. Imodium akut®)
  • Mittel gegen Muskel- und Gelenkschmerzen, z.B. Diclofenac-Gel (z.B Voltaren®)
  • Mittel gegen Juckreiz bei Insektenstichen, z.B. Dimetinden-Gel (z.B. Fenistil®)
  • Je nach Reiseland weitere Mittel, z.B. zur Vorbeugung gegen Malaria
  • Fieberthermometer
  • Splitter-Pinzette
  • Zeckenzange
  • Insekten- und Sonnenschutzmittel
Bei allen oben genannten Medikamenten gilt: 
Sollten die Beschwerden nicht innerhalb von wenigen Tagen besser werden, ist ein Arzt aufzusuchen.

Am besten nimmt man Medikamente mit auf Reisen, deren Gebrauch man schon von zu Hause her kennt und die man gut verträgt. Bei Unsicherheiten bezüglich der Medikamente kann man sich vorher schon an seinen Hausarzt oder den Apotheker seines Vertrauens wenden. Wer regelmäßig andere Medikamente einnehmen muss, sollte in jedem Fall seinen Arzt fragen, was er noch einnehmen darf und was auf keinen Fall.

Generell sollte auf einen ausreichenden Impfschutz gegen Tetanus geachtet werden, besonders, wenn es in Gegenden ohne flächendeckende medizinische Hilfe geht.

Geht die Reise in ein Gebiet mit hoher Zeckengefahr, sollte man sich vorab mit seinem Arzt über eine Impfung gegen FSME unterhalten. Auch eine Impfung gegen Hepatitis A und B ist bei südlichen Ländern empfohlen.

Gerade bei Reisen in die Tropen ist eine vorherige reisemedizinische Beratung angeraten, gerade was Malariaprophylaxe und weitere Impfungen angeht.

Siehe auch

Literatur

Sven Sommer: Gesund mit Homöopathie. Alltagsbeschwerden selbst behandeln. GU Kompass. 2007. ISBN 978-3-7742-3223-5