Straßburg - Paris: Unterschied zwischen den Versionen

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Auf der Paneuropa-Webseite wird die Entfernung Straßburg-Paris mit 640 km angegeben, die hier beschriebene Route ist trotz einiger Abstecher deutlich kürzer und liegt etwas unter 600 km.
 
Auf der Paneuropa-Webseite wird die Entfernung Straßburg-Paris mit 640 km angegeben, die hier beschriebene Route ist trotz einiger Abstecher deutlich kürzer und liegt etwas unter 600 km.
 
 
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* Auf etwa ein Fünftel der Entfernung kann der Weg als klassischer Fluss-Radweg bezeichnet werden, zumeist auf ehemaligen Treidelwegen. Den Großteil der Strecke legt man auf Departement-Straßen zurück. Hier herrscht meist geringer Verkehr, außerdem sind die Autofahrer in Frankreich zumeist sehr vernünftig unterwegs.
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* Der direkte Weg führt an den meisten Sehenswürdigkeiten vorbei. Deshalb sind in der untenstehenden Beschreibung einige Abstecher eingebaut. Die entsprechenden Abschnitte sind als optional gekennzeichnet.
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* Frankreich ist wesentlich dünner besiedelt als Deutschland. Lange Streckenabschnitte führen über kleine Dörfer, in denen es kaum Versorgungsmöglichkeiten gibt. Hier ist man meistens auf die Kleinstädte angewiesen. Auch an Wochenenden haben viele kleine Tante-Emma-Läden (meist als alimentation général bezeichnet) geöffnet.
  
 
== Roadbook ==
 
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Version vom 13. Oktober 2009, 17:20 Uhr

Straßburg-Paris

Diese Strecke wird als Paneuropa-Radweg von Prag nach Paris beworben. Was den hier beschriebenen französischen Anteil betrifft, besteht das Konzept darin, dem Canal de la Marne au Rhin, dann der Marne, und zum Schluss dem Canal de l'Ourcq zu folgen.

Es existiert jedoch keinesfalls ein ausgeschilderter Weg oder auch nur eine eindeutige Beschreibung. Die Informationen auf der Webseite zum Paneuropa-Radweg sind vage, empfehlen schwer auffindbare Wege, und manche davon sind für Radfahrer eindeutig gesperrt. Man muss sich seinen Weg also selber suchen, und die hier beschriebene Route ist eine von mehreren Möglichkeiten.

Auf der Paneuropa-Webseite wird die Entfernung Straßburg-Paris mit 640 km angegeben, die hier beschriebene Route ist trotz einiger Abstecher deutlich kürzer und liegt etwas unter 600 km.

Allgemeine Hinweise

  • Auf etwa ein Fünftel der Entfernung kann der Weg als klassischer Fluss-Radweg bezeichnet werden, zumeist auf ehemaligen Treidelwegen. Den Großteil der Strecke legt man auf Departement-Straßen zurück. Hier herrscht meist geringer Verkehr, außerdem sind die Autofahrer in Frankreich zumeist sehr vernünftig unterwegs.
  • Der direkte Weg führt an den meisten Sehenswürdigkeiten vorbei. Deshalb sind in der untenstehenden Beschreibung einige Abstecher eingebaut. Die entsprechenden Abschnitte sind als optional gekennzeichnet.
  • Frankreich ist wesentlich dünner besiedelt als Deutschland. Lange Streckenabschnitte führen über kleine Dörfer, in denen es kaum Versorgungsmöglichkeiten gibt. Hier ist man meistens auf die Kleinstädte angewiesen. Auch an Wochenenden haben viele kleine Tante-Emma-Läden (meist als alimentation général bezeichnet) geöffnet.

Roadbook

Straßburg / Strasbourg

  • sehr sehenswerte große Altstadt, UNESCO-Weltkulturerbe Grand-île (Link)

In Straßburg besteht Anschluss an den Rhein-Radweg. Um die Tour nach Paris zu beginnen, gilt es, den Canal de la Marne au Rhin auf Höhe des Europaparlaments zu erreichen.

Route vom Bahnhof Straßburg zum Canal de la Marne au Rhin: Den Bahnhofsplatz nach links verlassen auf dem Boulevard du Président Wilson. Nach 570 m halbrechts auf den Boulevard du Président Poincaré. Nach ca. 950 m li auf die Rue de Bitche abbiegen, dann die nächste rechts (Rue Jacques Kablé). Jetzt immer geradeaus bis zum Ende der Straße. Man gelangt ans Ufer der Ill. Hier ist die Zentrale des Fernsehsenders Arte, und links ist der runde Bau des Europäischen Parlaments zu sehen. Auf das Parlament zu fahren und dann links herum auf der Rue du Levant (nicht den Radweg am Ufer nehmen). Jetzt ist der Kanal erreicht. Man überquert die Brücke, biegt links ab und gelangt auf den Radweg am Ufer des Kanals.

Canal de la Marne au Rhin

Der ehemalige Treidelweg wurde zu einem durchgehend gut asphaltierten Radweg ausgebaut, auf dem man flott vorankommt. Gelegentlich wechselt man von einem Ufer zum anderen, aber das ist alles ausgeschildert. Bis Zabern sind es 42 km, aber obwohl es immer am Ufer entlang geht, ist es abwechslungsreich genug und wird nicht langweilig.

Im September 2009 gab es zwei unverständliche Streckensperrungen, jeweils mit Déviation beschildert. Eine war auf Höhe Hoenheim (laut Schild noch bis 31. Mai 2010), hier ist hinter der Brücke eine Mini-Baustelle, die aber ohne Weiteres passiert werden kann. Die andere war am Ortsausgang Vendenheim, Umleitung für 2 km auf der D263, auf diesem Abschnitt war aber keinerlei Bautätigkeit oder sonstiges Hindernis zu erkennen.

Die AF3V (siehe Weblinks) beschreibt den Abschnitt im Wald Höhe Brumath als "gefährlich", davon war aber nichts zu bemerken. Vielleicht wurde die Strecke überarbeitet.

Zabern / Saverne

  • beschauliche Altstadt, Rohan-Schloss (Link)

Man gelangt am linken Ufer in die Stadtmitte, wo der Kanal zwei 90-Grad-Kurven beschreibt, erst rechts, dann links. An der ersten Kurve zeigt die Beschilderung geradeaus, aber man folgt besser dem Kanal. An der nächsten Brücke findet man die Beschilderung wieder, sie zeigt geradeaus. Will man dem Stadtzentrum einen Besuch abstatten, fährt man hier links und kehrt anschließend wieder zurück.

Weiter am Canal de la Marne au Rhin

Der folgende Streckenabschnitt ist wohl landschaftlich der reizvollste auf der gesamten Route. Man durchquert die Vogesen im Tal der Zorn, weiterhin entlang des Kanals, zunächst am linken Ufer. In Lützelburg solte man auf die rechte Seite wechseln. 3 km nach dem Ort zweigt der beschilderte Weg vom Kanal ab. Dies hat seine Richtigkeit, denn zwischen Lützelburg und Arzviller wurde der Lauf des Kanals geändert, und der Radweg folgt dem alten Kanalbett. Nach 400 m kommt man an eine Landstraße.

Plan incliné de St-Louis (optional)

  • Schiffshebewerk (Link)

Dies ist ein interessanter Abstecher (3 km zusätzlich): An der Landstraße links dem Wegweiser Plan incliné folgen. Man kreuzt den neuen Kanal, biegt danach rechts ab und kommt so zum Schiffshebewerk, das die vielen Schleusen des alten Kanals ersetzt hat. Auf demselben Weg zurück zum Ausgangspunkt.

Vallée des Éclusiers

An der Landstraße dem Wegweiser Henridorff (nicht Arzviller!) nach rechts folgen, am nächsten Haus links abzweigen und weiter am alten Kanalbett (ist ausgeschildert). Man durchquert ein enges, romantisches Tal, bald tauchen die vielen Schleusenwärterhäuschen auf, alle in Sichtweite voneinander. Schließlich treffen alter und neuer Kanal aufeinander, man wechselt auf die Landstraße, der Kanal verschwindet im Tunnel. Kurze Steigung in den Ort Arzviller.

Arzviller

Weiter der Beschilderung folgen: Vor der Einbahnstraße links versetzt, dann rechts, an der Kirche links, wieder rechts in den Wald (Steigung). Es folgt ein sehr netter Weg durch Feld und Wald (asphaltiert, ausgeschildert). Man kommt an eine kleine Landstraße, hier endet die Beschilderung. Man folgt der Landstraße also nach links durch den Wald. An der Mühle links nach Niderviller, dort an der Hauptstraße wieder links, in der Ortsmitte rechts (Beschilderung Broudersdorff). Am Ortsrand gelangt man an einen Kreisel.

Will man sich den nachfolgend beschriebenen Abstecher nach Sarrebourg sparen, fährt man am Kreisel halbrechts nach Schneckenbusch. Dort innerorts rechts, am Kanal links nach Hesse. In Hesse den Kanal queren, den Ort auf der Route du Moulin verlassen. Nach 1.5 km trifft man auf eine Landstraße, hier rechts, die N4 überqueren nach La Forge, dort in der Rechtskurve halblinks nach Bebing.

Sarrebourg (optional)

  • Franziskanerkapelle mit Chagall-Glasfenster (Link)

Für diesen Abstecher fährt man am o.g. Kreisel in Niderviller rechts (Beschilderung Buhl/Sarrebourg), über Buhl-Lorraine nach Sarrebourg (Steigung in den Ort hinein). Am Altstadtring links, bei nächster Gelegenheit rechts in die Altstadt. (Besuch der Kapelle: Eintritt 3 Euro, Fotografierverbot).

Die Stadt am Ufer der Saar entlang verlassen (Allée des Aulnes). Man kommt in ein Erholungsgebiet ("Zone des Loisirs", Naturbelag, gut fahrbar). Am rechten Seeufer halten. Am Ende des Sees rechts versetzt, asphaltierter Radweg entlang des Bahndamms. Imling passieren, später an der ersten Brücke rechts nach Bébing.

Bébing

Kurz vor Bébing geht links ein Weg den Hang hinauf. Oben angekommen, wendet man sich wieder links. (Wenn man den Weg verpasst, einfach im Ort links auf die Landstraße und wieder links nach Xouaxange.)

Man überquert die N4 und passiert eine Siedlung. Noch vor der Bahnlinie rechts in die Route de Héming. In Héming der Hauptstraße folgen bzw. den Wegweisern nach Hertzing und Gondrexange.

Gondrexange

In Gondrexange überquert man den Marne-Rhein-Kanal. Nach Informationen des Lothringer VVV ist geplant, den Treidelweg zwischen Gondrexange und der Schleuse von Réchicourt als Radweg einzurichten. Mit Stand September 2009 war dies jedoch noch nicht möglich, der Zutritt zum Treidelweg war ausdrücklich verboten (auch in deutscher Sprache).

Man folgt also weiter der verkehrsarmen Landstraße, die lange durch den Wald führt, bevor sie Réchicourt erreicht. Dort den Wegweiser Bataville/Moussey ignorieren und erst dem zweiten Wegweiser nach Moussey folgen (D89). Außerorts an der T-Kurve rechts. In Moussey erst der Rechtskurve folgen, dann links Richtung Lagarde, wellige Strecke durch den Wald.

Lagarde

  • Soldatenfriedhöfe (deutscher am östlichen, französischer am westlichen Ortsrand)

In Lagarde links Richtung Xures/Parroy. Wir folgen jetzt dem Tal der Sânon. Die Straße verläuft durch eine sehr ländliche Gegend etwas wellig am rechten Talrand. Vor dem nächsten Ort erreichen wir das Département de Meurthe-et-Moselle, ab hier heißt die Straße D2, und man durchquert die Orte Xures, Parroy, Bauzemont, Einville-au-Jarde und Maixe.

Lunéville (optional)

  • Schloss und Schlossgarten (Link)

Die Kleinstadt und ehemalige Residenzstadt Lunéville liegt abseits der beschriebenen Strecke. Für diesen Abstecher biegt man 3 km hinter Parroy links ab (Lunéville ist hier ausgeschildert). Man folgt den Wegweisern durch die Orte Hénamenil. Bonneval, Crion, Sionviller und Jolivet, in Lunéville zum Stadtzentrum am anderen Flussufer.

Züruck zur Hauptroute: Man bricht vom Parkplatz vor dem Schloss auf und überquert die Brücke. Am Kreisel die rechte der beiden parallel geradeaus führenden Straßen nehmen und bergan den Ort verlassen (Wegweisung Einville-au-Jard). Außerorts links nach Maixe. Achtung: Die auf Google Maps sichtbare Abkürzung über die Straße Rue François Richard ist nicht zu empfehlen!

Maixe

Weiter auf der D2. Unmittelbar vor dem Ort Crévic kann man rechts abbiegen (Wegweisung Haraucourt), nach kurzer Zeit links (Wegweisung Bénatange). Am rechten Talrand bleibend durchquert man Bénatange und Sommerviller. Zwischen Sommerviller und Dombasle-sur-Meurthe wird die Straße kurzfristig zur Staubpiste (offiziell nur für Anrainer). In Varangéville folgt man der Hauptstraße durch die Ortsmitte. Am Ortsrand macht die Straße eine Linkskurve, und man kommt an eine T-Kreuzung.

St.-Nicolas-de-Port (optional)

An der T-Kreuzung in Varangéville geradeaus, die Basilika ist von weitem sichtbar. Auf gleichem Wege wieder zurück zur T-Kreuzung.

Varangéville

An der T-Kreuzung rechts nach Art-sur-Meurthe. Dort die Ortsmitte durchqueren. Wenn man schon fast ganz aus dem Ort raus ist, kommt links eine Abzweigung nach Laneuveville-devant-Nancy.

Laneuveville-devant-Nancy

Nancy (optional)

  • Altstadt und Neustadt mit Place Stanislas (Weltkulturerbe) (Link)

Diese Strecke ist eine Alternative zum zuvor beschriebenen Abschnitt und besucht das Zentrum von Nancy. Unmittelbar vor Laneuveville überquert die Landstraße den Marne-Rhein-Kanal. Um nach Nancy zu gelangen, wechselt man stattdessen auf den Radweg am rechten Kanalufer. Nach etwa 5,2 Kilometern (am Ende eines Hafenbeckens) fährt man links auf die Rue St-Catherine. Immer gerade aus geht es zum Place Stanislas. Siehe auch diese Übersichtskarte von Nancy.

Man verlässt den Place Stanislas auf der gegenüberliegenden Seite über die Rue Stanislas. Immer der Straße folgen, man kommt in den Vorort Laxou und kommt nach 3,3 km an eine Art Umgehungsstraße. Diese überqueren, und auf der anderen Seite am Kreisel links. Es folgt eine Steigung. Gut 900 Meter nach dem Kreisel gerät man an eine Kreuzung, hier rechts auf die Rue Charles Odille. Diese steigt an, führt nach und nach aus Nancy heraus und wird zur D92. Man durchquert man einen Wald, der höchste Punkt liegt fast 200 Hm über dem Zentrum von Nancy. Dann eine Abfahrt nach Maron. Dort geradeaus, die Moselbrücke queren und der leichten Linkskurve folgen. 250 m nach der Brücke trifft man auf den Mosel-Radweg (nicht zu übersehen).

Maron

Toul

  • Kathedrale St.Étienne (Link)

Void-Vacon

Mauvages (optional)

  • Schiffstunnel (Link)

Naix-aux-Forges

Bar-le-Duc

  • Kirche St. Étienne (Oberstadt), Michaux-Denkmal (Unterstadt) (Link)

St-Amand-sur-Fion

  • Kirche St. Armand (Link)

L'Épine (optional)

  • Kathedrale Notre Dame (Link)

Châlons-en-Champagne

  • Kirche Notre-Dame-en-Vaux, Kathedrale (Link)

Épernay und Hautvillers (optional)

Ay

Château-Thierry

La Ferté-sous-Jouarre

Meaux

  • Kathedrale St. Étienne (Link)

Canal de l'Ourcq

Paris

Kartenmaterial

Michelin Regionalkarten (516, 515, 514) im Maßstab 1:200.000 oder Departementkarten (315, 307, 306, 312) im Maßstab 1:150.000. Bei letzteren sind auch Sehenswürdigkeiten und spezielle Radrouten verzeichnet.

Fahrradtransport im Zug

Zwischen Straßburg und Paris bzw. umgekehrt verkehrt ein TGV. Fahrradbeförderung (unverpackt) ist in diesen Zügen reservierungspflichtig und kostet 10 Euro. Verpackt kommen Fahrräder auch umsonst mit.

Zwischen Bar-le-Duc und Paris verkehrt der Regionalzug (TER) Vallée de la Marne. Dieser ist im Fahrplan (Stand 2009) ohne Fahrradbeförderung verzeichnet, dies ist falsch! Der Zug nimmt sehr wohl Fahrräder mit, und zwar gratis.

Weblinks