Kuba

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Allgemeine Informationen

Generelle Empfehlungen

Kuba hat 2 Währungen, den Peso convertible (CUC), die "harte" Währung bzw. Divisa, womit hauptsächlich die Touristen bezahlen und den kubanischen Peso (Moneda national). 2004 ist der US-Dollar als "harte" Währung in Kuba wieder verboten worden. Der Wert des CUC ist aber mit dem Wert des US-Dollars etwa gleichzusetzen. Im Dezember 2009 beträgt das Währungsverhältnis ca. 1,3 CUC = 1 Euro. Das Verhältnis des CUC zur Moneda national ist 1:24. Währungen tauscht man am besten in Wechselstuben (Cadeca). Am besten eignen sich Euro, Schweizer Franken und Kanadischer Dollar zum Wechseln. US-Dollar werden nur gegen einen Aufschlag von 10 - 20% getauscht. Reiseschecks von US-Banken wie z.B. AMEX (American Express) werden nicht getauscht. Andere Reiseschecks wie z.B. Thomas Cook gibt es nicht mehr. Bei einer Abhebung sowie beim Bezahlen von Rechnungen mittels Kreditkarte (z.B. Hotelrechnungen) wird eine zusätzliche Kommission von 10% des Betrages abgebucht. Kreditkarten von US-Banken werden auf Kuba nicht akzeptiert.

Mondna national tauscht man am besten auf der Straße, indem man an einem Pesostand in CUC bezahlt und das Restgeld in Moneda national zurückverlangt.

Beim Kauf von Artikeln oder von Dienstleistungen auf der Straße sollte man bei der Bezahlung mit dem CUC aufpassen, dass nicht Moneda national zurückgegeben wird.

Außerdem sollte man bei Straßenständen und Restaurants (z.B. Pizzaständen) vor dem Kauf beobachten, mit welcher Währung die Einheimischen bezahlen, denn alles wird mit dem $-Zeichen ausgeschrieben und man kann nicht genau erkennen, ob CUC oder Moneda national gemeint ist. Die Einheimischen versuchen natürlich an den CUC zu kommen. So kann bei Unachtsamkeit schnell mal eine Peso-Pizza das 20-fache kosten.

Achtung: Moneda national darf nicht ausgeführt werden. Am Flughafen kann Moneda national nicht in CUC zurückgetauscht werden. Deshalb sollte man vor der Ausreise rechtzeitig Moneda national ausgeben.

Da der CUC und Moneda national sehr ähnlich aussehen, findet man HIER eine Gegenüberstellung der beiden Währungen.

Fahrräder sollten nicht unbedingt in Kartons verpackt und transportiert werden. Kartons können bei der Einreise vom kubanischen Flughafenpersonal und vom Zoll aufgerissen werden und es kann zu Beschädigungen kommen. Wertvolle Teile am Fahrrad (Sattel, Klingel, Beleuchtung etc.) sollte man bei der Ein- und Ausreise abbauen und in den anderen Gepäckstücken verteilen und transportieren. Diese "Kleinteile" werden gerne vom kubanischen Flughafenpersonal abgebaut.

Gegenstände, die man nach einer Kubareise nicht mehr benötigt, wie z.B. alte Kleidung (auch wenn sie schmutzig ist), Medikamente, Bücher, Verpackunsmaterial, Ersatzteile fürs Fahrrad, PET-Flaschen, etc., werden in Kuba gerne angenommen. Auf Kuba hilft den Menschen auch die noch so geringste Kleinigkeit enorm weiter.

Einreise- und Ausreisebestimmungen, Dokumente

Kuba ist das letzte sozialistische Reiseland, das man ohne großen bürokratischen Aufwand frei bereisen darf. Für die Einreise benötigt man eine Touristenkarte, welche einen Aufenthalt in Kuba zu touristischen Zwecken für 30 Tage erlaubt. Eine Touristenkarte bekommt man problemlos, wenn man 3 gebuchte Hotelübernachtungen vorweisen kann. Bucht man z.B. den Flug über ein Reisebüro oder einen Reiseveranstalter, so können das Reisebüro oder der Reiseveranstalter die Touristenkarte gegen einen Betrag von 35 € gleich mitbuchen, so dass man keine 3 Hotelübernachtungen vorweisen muss.

Die Touristenkarte wird bei der Einreise abgestempelt (der Reisepass wird nicht abgestempelt). Sie muss bis zur Ausreise immer mit sich geführt werden. Bei Verlust muss man sich umgehend und unverzüglich an die nächste Behörde wenden, damit diese eine neue Touristenkarte gegen eine Gebühr von 25 CUC ausstellt. Die Touristenkarte muss auch bei Hotelbuchungen und in Casas particulares vorgezeigt werden.

Ein USA-Stempel im Pass kann zu verstärkten Kontrollen bei der Einreise führen.

Bei der Ausreise wird eine Flughafengebühr von 25 CUC fällig, die am Flughafen in bar bezahlt werden muss.

Klima und Reisezeit

Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit von Oktober bis März, besser von November bis Februar. Es herrscht tropisches Klima mit Temperaturen im Dezember bis zu 35°C, wobei immer etwas Wind weht, wodurch die Temperaturen längst nicht so warm wirken. Im Osten ist es generell etwas wärmer als im Westen der Insel. Dort ist auch die Luftfeuchtigkeit höher als im Westen. Gerade in der Sierra Maestra und in deren Randgebieten herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit mit teilweise sehr schwüler Luft.

Bei der Routenplanung sollte man beachten, dass der Wind meistens aus Nordost kommt.

Sicherheit und Verhaltensempfehlungen

Kuba ist ein sehr sicheres Reiseland. Polizei und Sicherheitskräfte sind im ganzen Land präsent.

In größeren Städten (Havanna, Santiago de Cuba, Trinidad) und in Touristengegenden wird man verstärkt von sogenannten Jineteros (Schlepper, Vermittler) angesprochen, die ihre Dienste sehr aufdringlich anbieten (z.B. für Unterkünfte, Restaurants, Schwarzmarktzigarren, Vermittlung von Prostituierten, etc.). Nimmt man die Dienste eines Jineteros in Anspruch, erhöht sich z.B. bei der Unterkunft (Casa particular) der Preis je nach Saison um 5 - 10 CUC, weil sie eine Kommission von den Besitzern bekommen.

Jineteros warten in den Städten meistens am Ortseingang, sprechen oft ein schlechtes Englisch ("Where do you come from, What's your name") und verfolgen einen mit Hilfe eines Fahrrades. Man sollte deshalb nie mit einem Jinetero vor einer Casa particular oder einem Paladar (privates Restaurant) erscheinen, ansonsten erhöht sich der Preis für Unterkunft und Restaurant. Jineteros sollte man notfalls auch in einem lauten und aggresiven Ton deutlich machen, dass man nichts von ihnen will.

Sprache

Die Landessprache auf Kuba ist Spanisch. Englisch können nur wenige Kubaner, meistens jüngere, die schon an die Zeit nach dem Sozialismus denken, oder die sogenannten Jineteros (Schlepper, die aber nur ein bisschen schlechtes Englisch sprechen). Diese wollen aber nur etwas verkaufen oder gegen Geld vermitteln.

Spanische Sprachkenntnisse sind auf Kuba selbstverständlich hilfreich, sind aber für eine Radreise kein Muss. Sollte man kein Spanisch sprechen, hilft ein spanisches Bilderwörterbuch bei der Verständigung an Ticketschaltern, Restaurant, etc. enorm.

Fahrradinformationen

Kuba ist ein ideales und sehr beliebtes Reiseland für Radfahrer. Während der Hauptsaison (Dezember - Januar) sind hier viele Reiseradler aus den verschiedensten Ländern unterwegs.

Sollte man sich hauptsächlich auf der Straße fortbewegen, reicht ein 28"-Rad mit 30er Bereifung aus. Auf den Straßen kann man Kuba problemlos mit einem Randonneur bereisen.

Problematisch wird es abseits von Hauptstraßen (auf denen aber wenig Verkehr herrscht) und im Gebirge. Dort sind die Wege teilweise sehr schlecht, so dass man hier eher mit breiteren, grobstolligeren 26"-Zoll-Reifen fahren sollte.

Regeln und Vorschriften

Versorgungslage für Ersatzteile

Ersatzteilversorgung: Es gibt keine Ersatzteile auf Kuba zu kaufen. Alle wichtigen Ersatzteile sollten von zuhause aus mitgebracht werden. Mitgebrachte Ersatzteile werden gerne angenommen.

In jeder kleinen Stadt gibt es mindestens einen sogenannten Ponchero. Poncheros flicken jeden Platten und pumpen einem die Reifen auch wieder gegen einen Betrag von 2 - 5 Kubapesos (Moneda national) auf.

Transport

Anreise

Flug: Am besten mit einer Charter-Fluggesellschaft (Condor, Air Berlin). Folgende Flughäfen werden angeflogen: Varadero, Havanna, Holguín. Dadurch sind Gabelflüge möglich. Bei größer Preisdifferenz kann man auf die Viazul-Busse zurückgreifen.

Transport im Land

Busse: Die Busgesellschaft Viazul fährt alle Städte des Landes an. Die Fahrten erfolgen in modernen Reisebussen. Eine Reservierung ist meist nicht nötig, Fahrräder werden meist problemlos mitgenommen, manchmal wird auch eine Gebühr von 5 CUC verlangt, was aber vom Busfahrer abhängt. In der Hauptsaison z.B. zwischen Weihnachten und Neujahr sind die Viazul-Busse auf den Touristenstrecken Havanna - Trinidad und Havanna - Santiago de Cuba oft auf Tage hinaus ausgebucht. Deshalb sollte man die Busse rechtzeitig reservieren, was aber auch keine 100% Sicherheit bedeutet. Ob Räder mitgenommen werden, entscheidet oftmals der Busfahrer, manchmal muss man ihn mit einem Betrag von ca. 5 CUC von einer Fahrradmitnahme überzeugen. Die Viazul-Busse sind stark klimatisiert. Lange Kleidung ist zu empfehlen.

Havanna: Richtung Osten: Man muß die Bucht überqueren. Es gibt 3 Möglichkeiten: 1. Fahrradbus: Fährt in der Nähe von Chinatown ab. 2. Fähre: Achtung Gepäckkontrolle. Glas und Messer sind verboten. Die Gepäckkontrolle ist genauer als am Flughafen und dauert mind. 30 Minuten 3. Südliche Umfahrung: ist ein Umweg Richtung Westen: Einfach den Malecon entlang radeln

Straßen

Straßennetz, allgemeine Informationen

Auf den Straßen herrscht sehr wenig Verkehr. Autofahrer, Busse und LKW nehmen große Rücksicht auf Radfahrer und hupen rechtzeitig, wenn sie sich Radfahrern von hinten nähern. Das macht Kuba zu einem sehr angenehmen Radreiseland. Selbst auf Autobahnen kann man 15 Minuten lang radeln, bis ein Auto vorbeikommt. Nur in Havanna und vor allen Dingen in Santiago ist starker Verkehr festzustellen.

Unangenehm können die Rußwolken der überholenden LKW und PKW sein.

Die Straßenverhältnisse sind sehr unterschiedlich, von sehr gut bis zu groben Schotterstraßen. Vor allen Dingen im Gebirge (Cienfuegos-Topes de Collantes) und an der Küstenstraße von Santiago de Cuba nach Pilon (dort insbesonders im Bereich von Caleton Blanco bis nach Chivirico) sind die Straßenverhältnisse teilweise sehr schlecht.

Radwege gibt es nicht!

Straßenschilder, Hinweisschilder, Verbotsschilder sowie Wegweiser an Abzweigungen oder Kreuzungen existieren meist nicht, so dass eine Orientierung oft sehr schwer ist.

Routen und Touren

  • Niquero - Santiago de Cuba
  • Auffahrt Gran Piedra (bei Santiago de Cuba)
  • Trinidad - Topes Collantes
  • Guantanamo - Baracoa (La Farafra)

Gesundheit und Ernährung

Gesundheitsversorgung

Ernährung und Versorgungssituation

Die hygienischen Verhältnisse sind so gut, dass man beim Essen keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen treffen muss.

Die Versorgungsmöglichkeiten unterwegs mit Nahrungsmittel und Getränken waren im Dezember 2009 sehr gut, selbst auf dem Land und in kleineren Städten. Auf jeden Fall sollte man einen gewissen Betrag von CUC in (Moneda national) wechseln (10 CUC in Moneda nationalreicht für ca. 3 Wochen). Mit Moneda national kann man sehr billig an Pesoständen Brot, frisches Obst und Früchte, Pizza, Fruchtdrinks, Hot dogs, etc. einkaufen.

Wasser aus der Wasserleitung sollte abgekocht sein. Die beste Möglichkeit zur Wasserversorgung ist eine leere Flasche zum Austausch und zu fragen: Tienes aqua frio (dabei die leere Flasche zeigen)? Das heißt: Hast Du kaltes Wasser? Wenn es kalt ist, wurde es vorher auch abgekocht. Wasser, welches man in den kleinen Devisenläden und an der Tankstelle kaufen kann, ist sehr teuer (1,50 CUC)

Unterkunft

Um Touristen aufzunehmen benötigen Kubaner eine offizielle Lizenz.

Hotels

Hotels gibt es in Städten.

Casas particulares

Ein Privatzimmer. Es kostet ca. 25 CUC pro Nacht. Auf Wunsch wird einem Frühstück, Mittag- und Abendessen serviert (gegen Bezahlung, Frühstück zwischen 3 und 5 CUC, Abendessen zwischen 8 und 10 CUC). Die Ausstattung der Casas particulares ist meist sehr gut. Fast alle Zimmer haben neue Klimaanlagen (von der Regierung gesponsort) und ein eigenes Badezimmer.

Den Preis sollte man unbedingt vor der Übernachtung aushandeln, wobei man nicht viel Spielraum hat. Die Besitzer einer Casa particular müssen monatlich hohe Gebühren für deren Vermietung an Ausländer bezahlen. Pro Zimmer sind immer nur maximal zwei Personen erlaubt und die Besitzer einer Casa particular dürfen auch maximal nur zwei Zimmer vermieten. Bevor man das Zimmer bezieht, müssen die Formalitäten geklärt werden (Ausfüllen von Dokumenten mit Passnummer, Name und Dauer des Aufenthaltes).

Besitzer einer Casa particular vermitteln einen auch ohne Vermittlungsgebühr weiter an andere Casas particulares, sogar bis an das andere Ende von Kuba (also z.B. von Ost nach West und umgekehrt).

Gegen einen kleinen Betrag von 1 bis 2 CUC reinigen die Besitzer einer Casa particular auch die Wäsche der Gäste.

Da die Besitzer einer Casa particular oftmals auch im Hinterhof Hühner und andere Tiere halten, sollte man sich von zuhause Ohrenstöpsel mitbringen, um nicht mitten in der Nacht vom Gekrähe und Gegackere von Hähnen und Hühner geweckt zu werden.

Mehr Informationen zu Casas particulares findet man HIER

Camping

Es gibt Campingplätze, allerdings dürfen diese i.d.R. keine Ausländer aufnehmen. Stand Dezember 2009: Es gibt die sogenannten Campismos, welche entweder national oder international sind. Die internationalen nehmen auch Ausländer auf und sind von der Ausstattung etwas anspruchsvoller als die nationalen. Es gibt derzeit ca. 20 Campismos, auf denen auch Ausländer aufgenommen werden. Campismos bestehen aus Bungalows für 2 bis 6 Personen und kosten 6 bis 20 CUC pro Bett, je nach Ausstattung. Einige Campismos-Unterkünfte müssen reserviert werden und zwar in den jweiligen Campismos-Popular Büros der jeweiligen Provinzen. Campismos findet man hauptsächlich an den Küstenstrecken.

Wildcampen ist offiziell nicht erlaubt. Fragt man einen "Offiziellen" wird meist ein Platz zugewiesen. Am Strand kommt irgendwann ein Fischer vorbei, bei dem man eine Essenbestellung aufgeben kann.

Regionen

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Literatur

Karten

Am genauesten ist wohl der Atlas Guía de Carreteras im Maßstab 1:300 000.

Reiseführer

Cycling Cuba (Lonely Planet Cycling Guides) -> nur noch gebraucht bei z.B. Amazon zu bekommen, ist allerdings der beste Reiseführer für Radfahrer auf Kuba

Die beiden mit Abstand besten Reiseführer bezüglich Informationen über einen Aufenthalt in Kuba als Individualtourist sind:

Lonely Planet Kuba - Autor: Brendan Sainsbury - Verlag: Mairdumont - ISBN 10382971582X - Veröffentlicht im Juni 2007

Cuba - Autor: Wolfgang Ziegler - Verlag: Michael Müller Verlag - ISBN 10389953350X - Veröffentlicht im Dezember 2007

Weblinks