Schwülme

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Schwülme-Radweg
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Schwülme s.png
Länge 24 km
Höhenmeter 57 m 138 m
Link.png Gegenrichtung

Die oben dargestellte Strecke ist vereinfacht und dient nur der ersten Orientierung. Der exakte Verlauf ist unter GPS-Tracks zu finden.

Der Radweg durch das Schwülmetal ist eine verkehrsarme, landschaftlich reizvolle Querverbindung aus Richtung Leine-Radweg zur Weser. Es ist kein offizieller Radfernweg, sondern wächst erst zusammen aus mehreren regionalen Radwegeabschnitten, die z.T. erst 2013 neu angelegt wurden.


Allgemeines

Der Radweg an der Schwülme besteht aus mehreren regionalen Radwegeabschnitten, die durch eine landschaftlich reizvolle sowie kulturgeschichtlich interessante Region führen. Am Wegesrand findet man einige Zeugnisse der früheren wirtschaftlichen Bedeutung der Region, Kirchen, die aus Wehrtürmen entstanden, und die Anlage des romanischen Klosters Lippoldsberg kurz vor der Mündung der Schwülme in die Weser. Von Vernawahlshausen verläuft der Eco Pfad Kulturgeschichte Wahlsburg auf der gleichen Route und bietet mit seinen Schautafeln zahlreiche Erläuterungen zur historischen Bedeutung des Schwülmetals.

Der Radweg verläuft zu größtem Teil auf neu angelegten geschotterten Wegen, meist in unmittelbarer Nähe der Schwülme und der Bahntrasse der Strecke Göttingen-Bodenfelde. Dadurch gibt es auch mehrere Haltepunkte an der Strecke. Die Fahrradmitnahme in den Zügen der NordWestbahn, die auf der Strecke in beide Fahrtrichtung stündlich fährt, ist reservierungsfrei möglich. Fahrkartenautomaten gibt es an allen Haltepunkten (Lödingsen, Adelebsen, Offensen, Vernwahlshausen).

Kurze Abschnitte führen über Waldwege, hier sind auch die größten Steigungen der ansonsten steigungsarmen Strecke zu verzeichnen.

Einige wenige Abschnitte bestehen aus begleiteten Radwegen an Landstraßen, Ortsdurchfahrten ohne Radweg und kurze Abschnitt führen außerhalb der Ortschaften auf Landstraßen ohne Radweg entlang. Da diese Abschnitte zudem schmal und kurvig sind, sind sie für Familien mit kleineren selbstradelnden Kindern nur sehr eingeschränkt zu empfehlen.

Wer vom Leineradweg kommend den Radweg durchs Schwülmetal als Querverbindung an die Weser nutzen will, findet hier die steigungsärmste Strecke weit und breit, um das Weserbergland zu durchqueren. Allerdings fehlt für einen guten Anschluss an das Leinetal ein kurzer Radwegabschnitt zwischen Emmenhausen und Lenglern, die L554 sollte hier wirklich nur der nutzen, dem Raser, eng überholende LKWs und hupende Autofahrer nichts ausmachen - Autofahrer scheinen nicht wahrzunehmen, dass hier ein regionaler Radweg direkt auf der Landstraße lang führt. Nach mehreren Testfahrten kann folgende Route als Anschluss empfohlen werden: Den Leineradweg bei Bovenden verlassen, der L544 (hier weniger stark befahren) über die Autobahn ansteigend folgen, nach Lenglern hinein, dort abbiegen nach Harste und im Bogen nach Emmenhausen fahren. Ab westlichem Ortsausgang Emmenhausen beginnt der hier unter Schwülme-Radweg dokumentierte regionale Radweg. Wenn der Lückenschluss erfolgt ist, wird dieser Radweg bis zum Leineradweg durchgehend dokumentiert.

Roadbook

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Lödingsen

  • Bahnhaltepunkt der NordWestBahn

In Lödingsen fließt die aus mehreren Quellen rund um Hettensen entspringende Schwülme bereits als deutlich erkennbarer Bach durch den Ort. Dem Bach, später kleinen Fluß wird man nun bis nach Lippoldsberg folgen, wo er in die Weser mündet.

Geodaten: 51.596805,9.781993 Höhe 186 m (Steinweg)

Von der nach Hettensen führenden Landstraße biegt man im Ort in den Steinweg ab und folgt diesem ortsauswärts. An der Feldwegkreuzung links, dem Verlauf der Schwülme, die links etwas entfernt durch die Felder fließt, weiter folgend. An einem Neubaugebiet erreicht man Adelebsen.

3,4 km / 3 km 2 m 6 m

Adelebsen

Burg Adelebsen
Kirchenruine Reynhardeshagen
  • Bahnhof, Verbindungen der NordWestbahn
  • Supermarkt direkt am Bahnhof, Mo-Sa 6-22 Uhr geöffnet.
  • Ortsinformationen auf Wikivoyage:Adelebsen

Oberhalb von Adelebsen liegt unübersehbar das Schloss Adelebsen, das aber nur nach Vereinbarung besichtigt werden kann. Einblicke bekommt man bei der Ortsdurchfahrt aber in die Anlagen rund um die Burg und das zugehörige Gut unterhalb des Schlosses.

Am Ortsausgang liegt rechts der Straße der Jüdische Friedhof von Adelebsen, der seit 1948 nicht mehr genutzt wird, aber als Erinnerung an die während des Nationalsozialismus ermordeten jüdischen Einwohner Adelebsens erhalten wird.

Im Wald auf halber Strecke nach Offensen lohnt ein kurzer Abstecher: nach rechts über eine sehr baufällige wirkende, für Radler aber freigegebene Brücke liegt ein alter Wartturm, und nur wenige Meter weiter, aber hinter der vielbefahrenen Landstraße schwer zugänglich die Kirchenruine der Wüstung Reynhardeshagen.

Geodaten: 51.580307,9.756812 Höhe 181 m (Kreuzung Mühlenanger/Bahnhofstraße/Lange Straße)

Über die Wiesenstraße fährt man in den Ort, biegt dann nach rechts in die Lödingser Straße und folgt dieser in die Ortsmitte. An einer Dreieckskreuzung rechts ab in die Lange Straße, an deren Ende sich rechts der Burgberg erhebt, während man den Ort schon wieder fast verlassen hat.

Vorsicht bei der nun notwendigen Überquerung der viel befahrenen Landstraße: Die Furt für Radfahrer liegt hinter einer Kurve, viele Autofahrer halten sich hier nicht an die vorgegebenen 50 km/h.

Weiter ortsauswärts auf linksseitig begleitendem Radweg, der bald danach nach links abknickt und über eine Brücke über die Schwülme Richtung Bahn führt. Vor dem Bahndamm rechts abknickend führt der geschotterte Weg nun zwischen Bahn und Bach weiter. Bei der Kreuzung mit einer Kreisstraße dieser nach links folgen, über die Bahnbrücke und dann rechts Richtung Wald abbiegen. Man gelangt wieder westlich der Bahnstrecke, der man folgt. Bei einer Bahnbrücke mit sehr defekter Oberfläche stehen Hinweise Zur Kirchenruine, hier findet man die oben erwähnte Wüstung.

Der folgende Abschnitt ist schon der steigungsreichste der gesamten Strecke, auf Waldwegen sind einige kleinere Anstiege zu bewältigen. Am Ende des Waldweges muss man die Landstraße überqueren, gelangt am Bahnhalt Offensen vorbei und fährt dann auf kleiner Landstraße ohne Radweg in das Dorf Offensen hinein.

7,7 km / 11 km 35 m 71 m

Offensen

  • Der Bahnhaltepunkt liegt bereits vor dem Ort.

Sehenswert in Offensen die Pfarrkirche, die am Übergang vom 13. zum 14. Jahrhundert erbaut wurde und auch eine Wehrfunktion hatte, wie man an dem trutzigen Hauptbau unschwer erkennen kann. Die Kirche findet man an der Kreuzung, in der man in die Mühlenbergstraße abbiegt, gleich rechts am Platz.

Geodaten: 51.592443,9.676567 Höhe 150 m (Abzweigung Mühlenbergstraße von Heisebecker Straße)

Ortsdurchfahrt über Heisebecker Straße, links ab in Mühlenbergstraße, links ab in Lichtenbergstraße, nach der Schwülmebrücke direkt vor dem Bahndamm rechts abbiegen. Auf neuem, geschottertem Weg geht es in unmittelbarer Nähe der Bahnlinie nach Verliehausen.

2,7 km / 14 km 35 m 83 m

Verliehausen

Auch in Verliehausen gibt es eine alte Wehrkirche, die allerdings nicht für Besichtigungen geöffnet ist. Zur Kirche geht es an der Hauptstraße des Ortes rechts (statt links auf dem weiteren Radweg), direkt an der Schülmebrücke liegt die kleine Kirche.

Auf der weiteren Fahrt kommt man ortsauswärts am alten Bahnhofsgebäude Verliehausen vorbei, an den Bahngleisen kann man noch Reste der alten Bahnsteige erkennen.

Geodaten: 51.613277,9.667083 Höhe 139 m (Kreuzung Im Hievental/ Weserstraße (Hauptstraße))

Der Straße am Sportplatz hinein folgen, an der Ortsdurchfahrt (Weserstraße) links abbiegen, kein Radweg. Am Ortsausgang Wechsel auf linksseitig begleitenden Radweg an der Landstraße.

Am stillgelegten Bahnhof Verliehausen endet der Radweg, Wechsel auf die Straße. Ab jetzt fährt man bis Vernawahlshausen durchgehend auf der Landstraße ohne Radweg.

An der folgenden Kreuzung rechts abbiegen, nach Passieren des Bahndurchlasses der Landstraße an der folgenden Kreuzung rechts abbiegen nach Vernawahlshausen. Kurvige, schmale Straße ohne Radweg.

4,5 km / 18 km 46 m 102 m

Vernawahlshausen

Radweg im Schwülmetal
  • Bahnhalt, liegt nach dem Ort am Radweg
Rastplatz

Beim Verlassen des Ortes kommt man am Bahnhaltepunkt des Ortes vorbei. Die hier zur Schwülme hinunter liegenden Wiesen hatten einst eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung für den Ort: Auf den sogenannten Bleichwiesen wurde Rohleinen mit der sogenannten Rasenbleiche bearbeitet. Die Bleichwiesen von Vernawahlshausen waren die größte Rasenbleichstelle in ganz Hessen. Eine Infotafel des Eco-Pfads Kulturgeschichte Wahlsburg am Zugang zum Bahnhaltepunkt gibt ausführliche Erklärungen hierzu.

Auf halber Strecke nach Lippoldsberg eine weitere kulturgeschichtliche Sehenswürdigkeit: Hier zweigt der Mühlenbach ab, den die Benediktinerinnen vom Kloster Lippoldsberg anlegen ließen, um ihre Mühle mit Wasser zu versorgen. Ann einem Rastplatz mit Unterstand findet sich auch eine Informationstafel zum Mühlenbach.

Geodaten: 51.629577,9.616688 Höhe 130 m (Zugang zum Bahnhaltepunkt)

In den Ort hinein auf Verliehäuser Straße, an der größeren Kreuzung in der Ortsmitte rechts in Uslarer Straße. Nach der Schwülmbrücke geht es links zum Bahnhaltepunkt. Von hier führt der zuerst asphaltierte Weg auf einem geschotterten, landschaftlich sehr schönen Abschnitt, wie immer in Sichtnähe von Bahnlinie und Schwülme. Nach der Hälfte der Strecke führt der Radweg dann, nun geschottert und weiterhin ruhig, zwischen Schwülme und Mühlenbach entlang.

5,2 km / 24 km 57 m 138 m

Lippoldsberg

Klosterkirche und Herberge
  • Anschluss an den Weser-Radweg am Ostufer oder über die Fähre an die Variante am Westufer: Weser
  • Sehenswert ist die Klosterkirche in Lippoldsberg, ein Bauwerk aus der Hochzeit der Romanik, das ursprünglich als Benediktinerinnenkloster errichtet wurde. In der sogenannten Klosterpforte findet man eine kleine Ausstellung über die Geschichte des Klosters und einen Klosterladen, im ehemaligen Verwalterhaus eine Herberge, die als günstige Gemeinschaftsunterkunft für Pilger und Radler offen steht. Tel. +49 15 73 31 49 803
  • Ortsinformationen: Wikivoyage:Lippoldsberg

Geodaten: 51.625187,9.552285 Höhe 105 m (Anleger der Weserfähre)

Am Ortseingang rechts, gleich wieder links in Schulstraße und dieser folgen. Geradeaus weiter in Schäferhof, hier liegt rechter Hand die Klosterkirche und linker Hand das Museum im Schäferhaus. Der abknickenden Straße am Dorfplatz nach links folgen, an der nächsten Kreuzung dann links. Hier hinunter zur Weser. Von hier aus kann man am östlichen Ufer weserauf- oder abwärts weiter radeln oder mit der Fähre ans andere Ufer übersetzen und auf dem Hess. R1 weiter.

GPS-Tracks

Track-Verifizierung

Die nachfolgende Liste führt diejenigen Teilnehmer des Wikis auf, die die Route oder Teilabschnitte davon gefahren sind. Für andere Radreisende ist es wichtig zu wissen, wie aktuell die Routenbeschreibung ist. Wenn Du selbst die Route (oder Teile davon) gefahren bist, trage Dich bitte in die Liste ein (neuere Einträge nach oben). Mit dem Eintrag bestätigst Du anderen Lesern, dass der Track und die Routenbeschreibung zum Zeitpunkt Deiner Fahrt gestimmt haben.

Zeitpunkt Autor Abschnitt/Bemerkungen
März 2016 Tine Lödingsen – Offensen
April 2014 Tine Gesamte Strecke

Weblinks