Wie Garminkarten auch auf PDA nutzen

Aus Radreise-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Garmin-Vektorkarten auf Windows-Mobile-Geräte verwenden

1. Garmin-Que auf dem PDA installieren

Um auch die Kartenvielfalt von Garmin am PDA nutzen zu können, habe ich mich im Internet schlau gemacht und möchte hier einen relativ einfachen Lösungsansatz vorstellen. Hauptquelle war hierbei das Forum Malsingmaps.com. Benötigt werden hardwareseitig ein PDA mit internem oder externem (z.B. BT Maus) GPS. Dabei ist es egal, welches Gerät, es funktioniert wohl auch mit Palm, wobei ich hier Windows Mobile 5 im Einsatz habe.


Software benötigen wir folgende:

  • Mapsource von Garmin, kostenlos.
  • Que 2.90 von Garmin in deutsch, kostenlos.
  • GPS Proxy 2.2 übersetzt ein beliebiges GPS Protokoll in das Garmin Protokoll. Auch kostenlos.


Die benötigte Garminkarte mit Freischaltschlüssel bzw. eine der vielen freien Garminkarten.

Nacheinander werden Que und der GPS proxy auf den PDA aufgespielt.

Die Einstellungen entnehmt Ihr bitte dem Guide von malsingmaps

wobei Ihr sowohl auf das hier empfohlenen PatchIMG als auch auf das sehr gute Proggi IMG2GPS verzichten könnt.

Eine kostenlose weltweite Basemap könnt Ihr direkt auf die Speicherkarte in den Ordner Garmin im Rootverzeichniss kopieren und dann gleich loslegen.

Ihr installiert die Mapsource Karte auf eurem PC.

Nun wählt ihr eine oder mehrere Karten in Mapsource aus. z. B. alle Topo Karten Europas. Begrenzt wird die Anzahl der gleichzeitig ladbaren Karten nur durch die Kapazität der Speicherkarte. Diese wird jetzt mittels Cardreader in einem freiem USB Anschluss eingesteckt. Nun " An Gerät senden ".

Mapsource erzeugt eine Datei mit dem Namen gmapsupp.img die im Ordener SD-Karte/Garmin abgelegt wird.

Um für das gleiche Gebiet verschiedene Karten zu nutzen, z.B. City Navigator und Topo Deutschland, kann man alle Karten gleichzeitig auswählen und müsste diese dann im Karten Menü einzeln an oder abschalten. Das würde leicht sein wenn es jeweils nur einen Eintrag pro Karte gäbe. Aber die Topo D besteht aus hunderten Kacheln, die alle einzeln angezeigt werden. Ich helfe mir erst einmal, in dem ich mehrere gmapsupp.img Dateien erzeuge und mit dem Dateimanager Total Commander auf dem Speicher in andere Verzeichnisse verschiebe, so dass Que nur die gewünschte Karte erkennt.


Wenn man ein XDA Orbit hat geht es nicht mit GPS-Proxy nicht. Was dann?

Leider gibt´s wohl einige Unverträglichkeiten zwischen einigen Smartphones und dem Programm GPSProxy.

Die Lösung war der kostenpflichtige GPS-Splitter GPSGate von Franson. Nachdem ich zwei Tage verschiedene Einstellungen mit dem XDA und GPSProxy vergeblich probiert habe, klappte der Satellitenfix mit Gpsgate umgehend. Es ist das eindeutig bessere Programm um auf dem PDA/Smartphone die entsprechende Umgebung für verschiedene GPS-Software bei unterschiedlicher Hardware zu erzeugen.

Dieser Fehler tritt nur beim o2 XDA orbit (erstes Modell) auf, weil hier die mitgelieferte Autonavi-Software Tomtom Navigator die interne GPS-Schnittstelle COM4 blockiert, selbst wenn nicht navigiert wird. Am XDA orbit muss deshalb stets zuerst ein beliebiger GPS-Splitter gestartet werden, bevor ein anderes GPS-Programm nutzbar ist. Bei falscher Konfiguration findet die GPS-Software keinen Kontakt zum GPS-Empfänger.


Wurde mit Erlaubnis von Joerg(kajakfreak)aus dem Bikefreaks Forum hier eingepflegt.

Hardliner


2. Alternative Möglichkeit mit Glopus

Die oben beschriebene Variante hat den Nachteil einer umständlichen Handhabung. Die als Kartenanzeiger dienende Garmin-Software ist viele Jahre alt und zeigt die Karten nur unvollkommen an. Eine Routenberechnung ist zwar möglich, funktioniert aber nur fehlerhaft. Da Garmin-Que nur zur Verwendung mit bestimmten Garmin-Bluetooth-GPS-Empfängern gedacht war, gibt es keinerlei Updates.

Glücklicherweise exisitiert eine komfortablere Möglichkeit, die freien Garmin-Karten auf einem Smartphone mit Windows Mobile zu verwenden: Die Shareware Glopus zeigt freie Karten im Garmin IMG-Format einwandfrei an. Routing ist allerdings nicht möglich, da die Karten wie eine Rasterkarte verwendet werden.