Umspeichen: Unterschied zwischen den Versionen

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Messingnippel kann man in der Regel sehr gut wiederverwenden. Bei Alunippeln sollte man darauf achten, dass der Vierkant keine größeren Abnutzungen hat, damit man das umgespeichte Laufrad gut zentrieren kann.
 
Messingnippel kann man in der Regel sehr gut wiederverwenden. Bei Alunippeln sollte man darauf achten, dass der Vierkant keine größeren Abnutzungen hat, damit man das umgespeichte Laufrad gut zentrieren kann.
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[[Bild:Nippelspanner.jpg|thumb|Ist der Nippel nur mit wenigen Gewindegängen aufgeschraubt, hat man von der Innenseite kein Packend mehr.]]
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[[Bild:Nippelschraubendreher.jpg|thumb|Spezielle Schraubendreher für Nippel haben in der Mitte einen Stift, der das seitliche Abrutschen verhindert. In diesem Fall ist der Stift verstellbar, damit beim Festschrauben des Nippels das Speichenende den Schraubendreher aus dem Nippelschlitz drückt. Dadurch lassen sich alle Nippel gleichmäßig weit auf die Speichen schrauben.]]
  
 
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Version vom 27. Januar 2016, 21:31 Uhr

Alte und neue Felge nebeneinander. Eine Speiche ist bereits an der neuen Felge und muss nun mit dem Nippel fixiert werden.

Unter Umspeichen versteht man das Wechseln der Felge, wobei die Speichen beibehalten werden. Im Gegensatz zum Einspeichen eines neuen Laufrads muss man sich keine Gedanken um das Speichenmuster machen, da das vorhandene Speichengerüst beibehalten wird. Der Vorgang ist daher vergleichsweise einfach und ein guter Einstieg in den Laufradbau. Erforderlich ist eine Ersatzfelge mit dem gleichen ERD; am einfachsten nimmt man die gleiche Felge wie die bisherige.

Vorgang

Zunächst entfernt man das Felgenband. Dann fixiert man die neue Felge neben der alten, zum Beispiel mit Kabelbindern oder Klebeband. Dabei sollten die Ventillöcher nebeneinander sein.

Nun löst man den Nippel einer Speiche vollständig. Wenn man die am meisten verbreiteten, am Kopf geschlitzten Nippel hat, kann man diese mit einem gewöhnlichen Schraubendreher von der Außenseite drehen. Dies geht am einfachsten. Bei Hohlkammerfelgen muss man aufpassen, dass der Nippel nach dem Abschrauben nicht zwischen die beiden Felgenböden fällt. Passiert das doch, muss man das Laufrad solange schütteln, bis der Nippel von selbst herausfällt. In das Gewinde des Nippels gibt man einen Tropfen Öl; auch die Felgen-Auflagefläche an der Außenseite des Nippels sollte man leicht mit Öl benetzen. Anschließend biegt man die Speiche, deren Nippel man gelöst hat, zur neuen Felge. Dort schraubt man den Nippel wieder ein kleines Stück auf. Dann hält man den Daumen einer Hand an die Speiche und bewegt den Nagel solange nach außen, bis er im ersten Gewindegang stecken bleibt. Jetzt schraubt man den Nippel mit dem Schraubendreher solange fest, bis er den Daumennagel berührt. Dadurch stellt man sicher, dass alle Nippel einigermaßen gleichmäßig weit aufgeschraubt werden.

Nippel lassen sich von Innen mit einem Nippelspanner und von außen mit einem Schraubendreher lösen und spannen.

Dies wiederholt man für alle Nippel und Speichen.

Messingnippel kann man in der Regel sehr gut wiederverwenden. Bei Alunippeln sollte man darauf achten, dass der Vierkant keine größeren Abnutzungen hat, damit man das umgespeichte Laufrad gut zentrieren kann.

Ist der Nippel nur mit wenigen Gewindegängen aufgeschraubt, hat man von der Innenseite kein Packend mehr.
Spezielle Schraubendreher für Nippel haben in der Mitte einen Stift, der das seitliche Abrutschen verhindert. In diesem Fall ist der Stift verstellbar, damit beim Festschrauben des Nippels das Speichenende den Schraubendreher aus dem Nippelschlitz drückt. Dadurch lassen sich alle Nippel gleichmäßig weit auf die Speichen schrauben.

Anschließend muss das Laufrad zentriert werden.