Argentinien

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Lago Nahual Huapi in den Anden.

Allgemeine Informationen

Generelle Empfehlungen

Einreisebestimmungen, Dokumente

Für EU-Bürger genügt für eine Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen der Reisepass, der noch 6 Monate gültig sein muss. Die mehrmalig Ein- und Ausreise über eine Landesgrenze mit dem Fahrrad geht problemlos.

Für die Einfuhr von Lebensmitteln gibt es strenge Regeln, diese sollten überaus ernst genommen werden. Bereits ein nicht deklarierte Apfel im Gepäck kann zu unschönen Szenen führen. Folgende Sachen dürfen nicht nach Argentinien eingeführt werden:

  • Frisches Obst und Gemüse
  • Milch und Milchprodukte (dazu zählt auch Käse)
  • Fleisch und Wurstwaren
  • Honig und Bienenwaben
  • Körner und Samen
  • Bodenproben, das kann auch ein schlammverkrustetes Fahrrad betreffen!

Industriell verarbeitete Lebensmittel dürfen eingeführt werden (z.B. Nudeln, Konserven, eingeschweißte Nudelsoße), ebenso Brot.

Klima und Reisezeit

Das Klima ist in den Regionen sehr unterschiedlich. Im Sommer (Januar/ Februar) muß man in der Region Pampas und Misiones mit ca 40°C rechnen. Währenddessen pendeln die Temperaturen in Feuerland dann zwischen 10 und 25°C. Die Reisezeit hängt also stark vom Zielgebiet ab.

Iguazu, zeitiges Frühjahr oder später Herbst Cordoba und Pampinen Sierren, hier bieten sich Oktober/ November an.

Regenkleidung gehört immer ins Gepäck.

Sicherheit und Verhaltensempfehlungen

Sprache

Amtssprache ist (argentinisches) Spanisch. Das lateinamerikanische Spanisch unterscheidet sich in einigen Worten und vor allem in der Aussprache vom europäischen Spanisch. Insbesondere gibt es keine gelispelten S-Laute, der Buchstabe "c" in den Kombinationen "ce" und "ci" wird wie ein deutsches "s" gesprochen. Spezifisch argentinisch (und uruguayisch) ist die Aussprache von "ll" als "ž" (das "j" in "Journal" oder das zweite "g" in "Garage"). Ihre eigene Sprache bezeichnen die Argentinier nicht als "español" sondern als "castellano".

Währung

Währung in Argentinien ist der argentinische Peso ARS. Kurs (Feb 2014): 1 € sind ca. 11 ARS.

Der argentinische Peso unterliegt eine rapiden Werteverfall von ca. 50% pro Jahr. Harte Währung wird gern als Ersatz genommen. Das betrifft vor allem den US-Dollar, der oft auch zu einem ca. 20% besseren Kurs berechnet wird als offiziell angegeben. Gelegentlich werden auch chilenische Pesos oder brasilianische Real genommen. Wechselgeld wird in argentinischen Pesos herausgegeben.

Es empfiehlt sich, einen gewissen Betrag an US-Dollar in kleinen Scheinen mitzuführen. Hochwertige ausländische Produkte (z.B. auch Fahrradteile) sind oft nur noch gegen Dollar erhältlich.

Kartenzahlung ist oft möglich, jedoch nicht in sehr kleinen Läden und Imbissbuden. Geldautomaten (Caja automatica) können auf dem Land rar sein, in Städten sind sie häufiger anzutreffen. Dazu kommt, dass viele Geldautomaten nicht mit internationalen Karten klarkommen. Immer alle Bankomaten probieren, oft ist nur einer mit internationalen Karten kompatibel. Ab und zu sind sie auch einfach leer. Also besser in grösseren Städten auftanken. Falls doch mal das Bargeld ausgeht: In einem grösseren Geschäft versuchen per Karte Bargeld zu kaufen. Die Terminals in den Läden haben bei mir immer funktioniert.

Fahrradinformationen

Regeln und Vorschriften

Radfahren in Buenos Aires

Die mehr oder weniger ungeschriebenen Regeln richten sich nach der Straßengröße und -art.

Dei meisten Straßen sind Einbahnstraßen, es gibt jedoch Ausnahmen.

Kleine Einbahnstraßen und kleine, in beiden Richtungen befahrbare Straßen, Hier fährt man rechts und fädelt sich auf der Straße zum Abbiegen ein also genau so wie hier.

Straßen mit Radwegen. Vorsicht, diese Radwege sind eigentlich immer in beiden Richtungen zu befahren und enden oft einfach unvermittelt. Manchmal geht es auch einfach auf der anderen Straßenseite weiter.

Große mehrspurig in beiden Richtungen zu befahrene Straßen: hier fährt man rechts und benutzt zum links Abbiegen den Zebrastreifen. Ein Einfädeln ist unpraktisch, da oft 5 bis 6 Spuren pro Richtung zu überqueren sind.

Große Einbahnstraßen: Diese sind oft 5 - 6 spurig. Der langsame Verkehr inkl. Radfahrer fährt auf der linken Spur. Zum rechts Abbiegen wird der Zebrastreifen benutzt.

Prinzipiell ist man am sichersten wenn man flott vorwärts fährt. Mit zögerlichem Fahren rechnet da keiner.

Wenn man Ampeln hat, richtet man sich danach und stellt sich direkt am Zebrastreifen auf (das gibt etwas Vorsprung). Wenn man Zebrastreifen ohne Fussgängerampeln benutzt, orientiert man sich an den Ampeln für PKW der der einmündenden Straße.

Versorgungslage für Ersatzteile

In den größeren Städten bekommt man die gängigen Teile für Rennräder und Mountainbikes. In den kleinere Städten ist es Glückssache was man bekommt. Hochwertige Teile werden oft nur noch gegen Dollar verkauft, da der argentinische Pero zu schnell an Wert verliert.

Fahrrad-Wörterbuch

Transport

Anreise

Die Anreise über Buenos Aires ist problemlos, Fahrräder erscheinen auf dem normalen Gepäckband. Man kann vom Flughafen aus sich an die Remises Schalter wenden, um genügend große Taxen zu bekommen. Man kann aber auch direkt mit dem Rad abreisen. Das Fahren auf dem autobahnähnlichen Stadtzubringer ist möglich.

Für die Abreise ab Buenos Aires braucht man viel Zeit. Die Polizei hat einen 90 cm breiten Scanner. Das gesamte Sperrgepäck muss liegend ohne manuelle Hilfe da durch. Wenn das Packmaß größer als 90 cm ist, heißt es auspacken und so lange weiter demontieren, bis es passt. Also sollte sich das notwendige Werkzeug am Rad befinden. Das wieder Verpacken hat in unserem Fall die Fluggesellschaft übernommen, da wir nicht mehr so weit in den Sicherheitsbereich durften.

Der Scanner von Lan Chile soll breiter sein, aber wie breit ist nicht bekannt.

Transport im Land

Viele Orte sind in Argentinien per Bus erreichbar. Es gibt jedoch kein staatliches Netz, sondern die Ziele werden von verschiedenen privaten Unternehmen angefahren. Die beste Informationsquelle ist direkt beim Busterminal. Online finden sich auf http://www.plataforma10.com/ar zumindest die Verbindungen der grösseren Unternehmen.

Fahrradtransport ist wohl meistens möglich. Genauere Details besser frühzeitig erfragen. Ich konnte mein Rad mit ausgebautem Vorderrad/Lowrider ohne Karton mitnehmen. Ein paar kleine Scheine für den Gepäckauflader bereit halten. Ich wurde recht direkt aufgefordert, ein Trinkgeld zu hinterlassen (50 pesos).

Straßen

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Ernährung und Versorgungssituation

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