Budapest Stadtrundfahrt

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Budapest Stadtrundfahrt kleine Tour (entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn)


Allgemeine Anmerkungen

Die Streckenführung wurde so gewählt, dass möglichst viele bedeutsame Gebäude der Stadt im Zuge einer Rundfahrt angeschaut werden können. Dabei wurde nicht nach dem Bekanntheitsgrad gewertet. Manche Gebäude sind neueren Ursprungs und dennoch wert, dass man einen Blick darauf wirft. Die Angaben über Bauzeit, Bauherrn usw. würden den Rahmen sprengen, sind jedoch in verschiedenen Reiseführern leicht nachzuschlagen.

Hier geht es nur darum eine Strecke vorzuschlagen, die mit dem Rad befahrbar ist, nach Möglichkeit das Fahren auf stark befahrenen Hauptstraßen vermeidet (was nicht immer möglich ist). Teilweise müssen auch kurze Schiebestrecken in Kauf genommen werden, um Einbahnstraßen zu umgehen oder sich in Fußgängerzonen verkehrsgerecht zu verhalten. Es ist sinnvoll, die Tour in der beschriebenen Richtung zu befahren, da teilweise Einbahnstraßen befahren werden. Bei der Fahrt in der Gegenrichtung müsste man mehrfach auf Parallelstraßen ausweichen.

Vorsicht ist beim Passieren von Straßenbahngleisen angeraten. In Ungarn und insbesondere in Budapest entsprechen die Rillenweiten denen der Fernbahn, sie sind spürbar größer als im europäischen Raum üblich. Zudem ist die Fahrbahndecke gerade im Gleisbereich gelegentlich schadhaft.

Die Sehenswürdigkeiten im Stadtteil Óbuda (stammen meist aus der Römer oder Türkenzeit) wurden ausgelassen. Wenn jemand auf dem Donauradweg nach Budapest kommt, fährt er oft nur wenige 100 m an diesen vorbei. Auch die Margaretheninsel (Margitsziget) steht nicht im Programm. Zur Zeit ist sie mit dem Fahrrad nur von der Árpád-Brücke (Árpád híd) aus gut zu erreichen, von der Margarethenbrücke (Margit híd) aus muss man das Rad durch eine Unterführung tragen. Einer der markantesten Punkte der Innenstadt, der Gellért-Berg (Gellérthegy) ist ebenfalls nicht im Programm, da etwa 150 Hm zurückgelegt werden müssen, um die Aussicht von der Zitadelle aus zu genießen.

Der Startpunkt am Gellért-Platz (Gellért tér) ist willkürlich gewählt, befindet sich direkt am Donauradweg. Man könnte diese Rundfahrt natürlich auch an anderen Punkten des Donauradwegs starten, z.B. am Brückenkopf der Kettenbrücke (Lánchíd) oder an der Margarethenbrücke (Margit híd)

Wegbeschreibung

Gellért-Platz (Gellért tér)

Der Start ist auf dem Gellért-Platz (Gellért tér), direkt vor dem Gellért-Hotel (Gellért Szállóda), im Hotelgelände befindet sich auch das Gellért Bad (Gellért fürdő) mit Heilbad und Wellnessbereich,

Rechts neben dem Gellért Hotel führt eine Straße steil bergauf auf den Gellért-Berg (Gellért hegy) auf dessen Gipfel die Zitadelle und die Freiheitsstatue zu sehen sind. Das Panorama ist insofern schöner als vom Burgberg aus, als dass sich von hier auch der Blick in Richtung Süden freigibt, der vom Burgberg aus durch den Gellér-Berg verdeckt wird.

Gegenüber des Gellért-Hotels steht eines der alten Gebäude der Technischen Universität Budapest, das C Gebäude, welches zwar eher klein ist, aber den Stil verkörpert, in dem auch das Hauptgebäude gebaut wurde.

Über die Freiheitsbrücke (Szabadság híd) gelangt man am besten auf dem Bürgersteig, das ist zwar kein offizieller Radweg, aber langsames Radeln wird toleriert.

Vámház tér (Zollhausplatz)

Auf der Pester Seite angekommen, erreicht man den Vámház tér, auf der rechten Seite kommt man zuerst an dem Gebäude der Ökonomischen Universität (Közgazdasági Egyetem) vorbei, dann ist rechts die Markthalle (Vásárcsarnok) einen Aufenthalt wert. Auch heute werden hier frisches Obst und Gemüse zum Teil direkt von den Produzenten angeboten. Gegenüber der Markthalle befindet sich der südliche Zugang zum Einkaufsboulevard Váci u. (ausgesprochen: utca).

Kalvin-Platz (Kálvin tér)

Auf einem Fahrradstreifen fährt man weiter zum Kalvin-Platz (Kálvin tér), der zur Zeit wegen U-Bahn-Bauarbeiten einer Baustelle gleicht, rechts sieht man die bedeutsamste calvinistisch-reformierte Kirche von Budapest, links durch das moderne Torgebäude des Corona-Hotels kommt man zu einer verkehrsberuhigten Straße in Richtung Stadtzentrum.Man sollte jedoch geradeaus weiterfahren.

Über den Platz hinweg gibt es mittlerweile einen Radstreifen, der zum Nationalmuseum (Nemzeti Múzeum, 1,5 km), der wichtigsten Ausstellung zur Geschichte Ungarns führt.

Astoria

Der Radstreifen endet an einem der größten Verkehrsknotenpunkte, an dessen linker Seite sich das Hotel Astoria, rechts ein Business Center befindet. Geradaus auf der Hauptstraße fährt man weitere 100 m und biegt an der nächsten Ampel scharf nach rechts ab (Diese Manöver ist nur Radfahrern gestattet). So kommt man zur neuen Synagoge (Új Zsinagóga, 1,8 km), die man auf der linken Seite sieht. (Der Eingang befindet sich auf der anderen Seite des Gebäudes)

Stadtwäldchen (Városliget)

Man fährt auf einer mäßig befahrenen Einbahnstraße (Dohány u.) immer geradeaus, überquert den Elisabeth-Ring (Erzsébet körút)mit seinen Straßenbahngleisen. Rechterhand sieht man das New York-Café in einem Prunkgebäude (heute ein Hotel). Nachdem man rechts an einer Kirche am Rózsák tere (Platz der Rosen vorbeigefahren ist, kommt man an eine Ampelkreuzung, an deren rechten Seite die Auffahrt zu einer Straßenüberführung zu sehen ist.

Vor dieser Auffahrt rechts abbiegend und dann links unter ihr hindurch kommt man zum Ostbahnhof (Keleti pu.), der auch zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört. (etwa 500 m von der Kreuzung entfernt)

Wenn man diesen Abstecher vermeiden möchte fährt man über die Ampelkreuzung geradeaus und erreicht, vom Start aus gerechnet nach ca. 5 km, das Stadtwäldchen (városliget), eine größere Parkanlage. Hier schiebt man über die Kreuzung oder man fährt zweckmäßigerweise eine Straße vor dem Erreichen des Stadtwäldchens nach links in die Murányi u, biegt gleich wieder nach rechts in die Damjanich u. ab und kann dann die Hauptstraße (Dózsa György út) fahrend überqueren.

Geradeaus weiter fahrend kommt man zur Petőfi-Halle (Petőfi csarnok), wo meist Rockkonzerte stattfinden, jenseits der Petőfi-Halle befindet sich das Verkehrsmuseum (Közlekedési Múzeum). Vor der Petőfi-Halle nach links abbiegend gelangt man zur nachgebauten Burg Vajdahunyad, die Stilelemente der verschiedensten Epochen verkörpert und in deren Innerem das Agrarmuseum eingerichtet ist. Vor der Burg ist ein künstlicher Teich, auf dem man (hoffentlich bald wieder) Ruderboot fahren kann. Im Winter wird hier eine Kunsteisbahn angelegt)

Jenseits der im Sommer an Wochenenden für den Autoverkehr gesperrten Hauptstraße steht das Széchényi Heilbad (Széchényi gyógyfürdő, 6,0 km), man fährt auf einer als Parkplatz genutzten, mäßig befahrenen Straße (Állatkerti körút) am Vergnügungspark (Vidám park, ähnelt dem Wiener Prater) und am Tiergarten (Állatkert) vorbei und kommt so zum

Heldenplatz (Hősök tere)

Auf der rechten Seite des Platzes befindet sich das Museum der Bildenden Künste (Szépművészeti Múzeum), auf der linken die Bilderhalle (Képcsarnok). In der Mitte steht das Milleniums-Denkmal mit der Statue des Erzengels Gabriel und einer Statuenreihe mit den Statuen der bedeutendsten Staatsmänner der ungarischen Geschichte.

Andrássy út

Auf der Prachtstraße Andrássy út, die am Ende des 19. Jahrhunderts zu Ehren des 1000. Jahrestages der Landnahme der Ungarn im Karpatenbecken errichtet wurde, führt ein Radweg zurück in die Innenstadt. Viele prunkvolle Gebäude erinnern an die Milleniumszeit, im Gegensatz dazu steht das Haus des Terrors (Terror háza), eine Gedenkstätte für die Opfer der kommunistischen und der faschistischen Diktaturen)

Zwischen dem Haus des Terrors und dem Platz Oktogon biegt man nach rechts in die Eötvös u. ab, eine wenig befahrene Straße, an deren Ende der Seitenbereich des Westbahnhofs (Nyugati pu.) zu sehen ist. Man kann die 500 m bis zum Bahnhof natürlich auch auf der vierspurigen Ringstraße zurücklegen und kommt so direkt zum Haupteingang. Auch dieser Bahnhof, der von der gleichen Architektengruppe erbaut wurde, die auch den Eiffelturm gebaut hat, gehört zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten der Stadt. Um zur Andrássy út zurückzukehren kann man die erste Parallestraße auf der anderen Seite der Ringstraße (Weiner Leo u.) benutzen, die direkt vor dem Kaufhaus Skala Metro beginnt.

Wer den Abstecher zum Westbahnhof nicht machen möchte, kreuzt den Theresien-Ring (Teréz körút) auf dem Radweg. Diese Kreuzung nennt sich Oktogon. Ab hier gibt es einen Radstreifen zwischen den Autofahrspuren und der Parkspur auf der Andrássy út. Auf der rechten Seite der Straße kommt man an der Oper (Opera) vorbei, ihr gegenüber befindet sich das Balett-Institut.

Erzsébet tér

Der Radweg endet am Verkehrsknotenpunkt Erzsébet tér-Deák tér-Madách tér (10 km) Hier gehen drei Plätze ineinander über.

100 m nördlich der Kreuzung ist über einen Radweg auf der Bajcsy Zsilinsky út die St. István Basilika zu erreichen (Turmbesteigung lohnt sich).

Der Deák tér ist der Treffpunkt der drei U-Bahn-Linien, hier steht die wichtigste evangelische Kirche in Budapest. Etwas weiter südlich schließt sich der Madách tér mit dem Madách-Theater an. Demgegenüber, jenseits eines kleinen Parks steht das Städtische Rathaus (Városháza)

Vörösmarty tér

Von Der U-Bahnstation Deák-tér schiebt man etwa 200 m durch die Fußgängerzone bis zum Vörösmarty tér. Hier befindet sich der nördliche Zugang zum Einkaufsboulevard Váci u..

An einem neu errichteten Gebäude mit Einkaufsboutiquen vorbei kommt man zur Redoute (Vígadó, 11,0 km) , von hier aus bietet sich ein schöner Blick auf das Panorama der Budaer Burg. Ab hier starten auch die Ausflugsschiffe in Richtung Donauknie (Szentendre, Visegrád, Esztergom)

Széchenyi tér

Parallel zur Donau schiebt? man in der Fußgangerzone in nördliche Richtung an einem Hotelgebäude vorbei und gelangt so zum Széchenyi tér (11,3 km, auf älteren Karten Roosevelt tér), Das ist der Pester Brückenkopf der Kettenbrücke (Lánchíd), hier sind der Gresham-Palast- heute ein Hotel und das Gebäude der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (Magyar Tudományos Akadémia) zu bewundern. Der Platz ist sehr verkehrsreich, es lohnt sich auf dem Bürgersteig zu schieben.

Freiheitsplatz (Szabadság tér)

Zwischen den beiden Gebäuden beginnt die mäßig befahrene Straße Akadémia u. An der zweiten Querstraße biegt man nach rechts in die Arany János u. ein und hält sich dann an einem größeren parkähnlichen Platz nach links. Hier am Freiheitsplatz (Szabadságtér, 12,2 km) befinden sich das Gebäude der ehemaligen Budapester Börse (Tőzsde) und die Nationalbank (Nemzeti bank).

Kossuth tér, Parlament

Vom nördlichen Ende des Platzes gelangt man auf der ruhigen Vécsey u. zum Kossuth-Platz (Kossuth tér, 12,8 km), wo sich das Parlament, ihm gegenüber das Museum für Volkskunst (Néprajzi múzeum) befinden.

Margarethenbrücke (Margit híd)

Vor dem Parlament beginnt ein Radweg, der zum Pester Brückenkopf der Margarethenbrücke (Margit híd, 14,0 km) führt. Auf der Nordseite der Brücke gibt es einen Radweg in beiden Richtungen, man darf aber auch auf der Fahrbahn fahren (Radstreifen vorhanden). In der Mitte der Brücke befindet sich der Zugang zur Margaretheninsel (Margit sziget), auf der Insel darf geradelt werden, für den Autoverkehr ist der größte Teil der Insel gesperrt.

Auf der Margaretheninsel in Richtung Norden fahrend kommt man zur Árpádbrücke. Über diese gelangt man nach Óbuda, wo sich im Zentrum des Stadteils alte Bürgerhäuser und das Vasarely-Museum befinden. In der Fußgangerunterführung am Florian tér sieht man Überreste der Bauwerke aus der Römerzeit. Etwa 1 km südlich, auf der Budaer Seite, befindet sich das Gelände des ehemaligen römischen Amphitheaters. Von hier aus fährt man zurück zur Donau, wo man auf einem Radweg wieder zur Margarethenbrücke kommt. Dieser Abstecher bedeutet ca. 8 km Umweg.

Am Budaer Brückenkopf der Margarethenbrücke angelangt kommt man wieder zum Donauradweg, auf dem man ca. 400 m in Richtung Süden fährt. Hier verlässt man das Donauufer und biegt auf einen ausgeschilderten Radweg in Richtung Budaer Berge (Budai hegyek) ab, den man dann bis zum Széna tér (markanter Punkt: Einkaufszentrum Mammut, 15,7 km) benutzt. Hier verlässt man den Radweg und fährt auf einer wenig befahrenen Straße (Ostrom u.) steil bergauf in Richtung Burgberg.

Budaer Burg (Budai) vár, Bürgerstadt

Am Wiener Tor (Bécsi kapu) gelangt man in den ursprüglich bürgerlich bewohnten Teil des Budaer Burgberges. Gleich nach der Durchfahrt durch das Tor biegt man nach rechts ab, rechts befinden sich das Staatsarchiv (Országos levéltár) und das Militärhistorische Museum (Hadtörténeti Múzeum). An diesem Museum vorbei kommt an zur Tóth Árpád sétány, einem Fußgängerweg, von dem aus sich ein schönes Panorama auf die Budaer Berge bietet. Vor dem Eingang des militärhistorischen Museums sind Kanonen aus verschiedenen Zeitaltern ausgestellt.

Man folgt diesem Fußgängerweg (schiebend?) bis zu einer Nebenstraße, durch die man schon die Matthias-Kirche (Mátyás templom) sieht.

Man fährt durch diese Straße und kommt auf den Platz, wo die Dreieinigkeitsstatue (Szentháromság szobor) steht. Von hier aus starten auch die Fiaker (Pferdekutschen), auf denen man die Sehenswürdigkeiten der Burg besichtigen kann. Neben dem Eingang der Matthias-Kirche vorbei kommt man zur Fischerbastei (Halász bástya). Sowohl für die Kirche, als auch für die Fischerbastei wird eine Eintrittsgebühr erhoben. Etwas weiter nach links, vor dem Hilton-Hotel gibt es jedoch eine Stelle, von der aus man das Donau-Panorama genießen kann.

Es lohnt sich, ein wenig durch die Gassen des bürgerlichen Teils der Burg zu streifen, in vielen der unter Denkmalsschutz stehenden Gebäude findet man im Eingangsbereich für die hier erbauten Bürgerhäuser typische Sitznischen.

Budaer Burg (Budai vár), Königspalast

Von der Matthiaskirche aus fährt man auf der Tárnok u (Kopfsteinpflaster) zum Dísz tér. Hier kommt man am Burgtheater (Várszínház) und am Palast des Staatspräsidenten vorbei und gelangt so zur Bergstation der Standseilbahn (Sikló).

Weiter südlich schließen sich die Gebäude des ehemaligen Königlichen Palastes (Királyi palota) an. Innerhalb des Gebäudekomplexes befinden sich die Nationalgalerie (Nemzeti galéria), die Nationalbibliothek (Széchényi könyvtár), das Historisches Museum von Budapest (Budapesti Történeti múzeum) mit Panoptikum. Durch einen Durchgang kommt man auf die der Donau zugewandte Seite des Königlichen Palastes. Auch von hier bietet sich ein schöner Blick auf die Donau und den Pester Teil der Stadt.

Budaer Donauufer

Von hier aus führt ein gepflasterter Fußweg (schieben?) hinunter zum Clark Ádám tér, dem Brückenkopf der Kettenbrücke (Széchenyi lánchíd)19,0 km), wo man wieder den Donauradweg erreicht. Auf diesem kombinierten Rad/Fußweg (viel Fußgängerverkehr, Vorsicht) fährt man zurück zum Gellértplatz (20,7 km)

Alternativ kann man vom Königlichen Palast die wenigen Meter zum Díszt tér zurückfahren (schieben?), biegt hier nach links ab und rollt dann auf einer gut asphaltierten Straße bergab zum Dózsa Györg tér. Hier hat man Anschluss an den Radweg neben dem Krisztina körút, der in der Nähe der Elisabethbrücke (Erzsébethíd) ebenfalls zum Donauradweg und somit zum Augangspunkt der Tour führt. Wenn man diese Strecke benutzt, fährt man zwar zuerst in mäßigem Verkehr, hat aber weniger mit Behinderungen durch Fußgänger zu rechnen.

GPS-Tracks

Web-Links