Ladegerät

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Ein Ladegerät dient dazu, elektronische Geräte (z.B. GPS-Geräte, Mobiltelefone, MP3-Player) zu betreiben und/oder Akkus zu aufzuladen. Kann man auf elektronische Geräte während der Radreise nicht verzichten, sucht man eine Lösung für die fehlende Stromversorgung. Entfällt der Zugriff auf eine Steckdose, gibt es grundsätzlich nur zwei gängige Methoden:

  • Dynamoladegeräte
  • Solarladegeräte

Dynamoladegeräte

Dynamoladegeräte beziehen ihre Energie vom Fahrraddynamo, empfohlen wird ein Nabendynamo mit möglichst hohem Wirkungsgrad. Über ein Kabel wird eine Box angeschlossen, die entweder Akkus lädt oder ein USB-Ladekabel für den Betrieb eines USB-Geräts bereitstellt. Es gibt auch kombinierte Geräte, die beides gleichzeitig gewährleisten. Neben einigen kommerziellen Lösungen, wie z. B. dem Zzing, dem KEcharger und dem Navicase bike von Kuhnelektronik, dem Bumm-E-Werk, Bumm Ixon Akkuscheinwerfer mit dem Ride & Charge-Paket oder dem Ladegerät von Stollberg Elektrotechnik gibt es auch das Selbstbauprojekt Forumslader.

Bei der Entscheidung für ein bestimmtes Ladegerät sollten einige Kriterien beachtet werden:

  • Kommt ein fertiges Gerät oder ein Selbstbau-Modell in Frage? Auch bei Komplettgeräten muss in jedem Falle das Anschlusskabel nach Anleitung selbst montiert werden.
  • Welche Ausgangsspannungen und -ströme liefert das Modell? Standard wäre z.B. 500 mA bei 5 V für Mobiltelefone und PDA. Beim BUMM-E-Werk sind die Werte einstellbar.
  • Ab welcher Geschwindigkeit liegt die Ladespannung an? Beispiel: Beim Zzing ab 15 km/h, beim KEcharger ab 10 km/h. Fährt man langsamer, wird bei einem Lader ohne Pufferakku das Mobilgerät nicht mehr geladen; bei einem Gerät mit Pufferakku wird das Mobilgerät zwar weiter geladen, aber der Pufferakku wird entladen. Faustregel: Die Mindestgeschwindigkeit sollte unterhalb der persönlichen Durchschnittsgeschwindigkeit liegen (Pausen und Stillstand des Rades einberechnet).
  • Wieviele Geräte können gleichzeitig geladen werden? Bei fast allen Ladegeräten nur ein Gerät bzw. ein Akku. Beim Forumslader können gleichzeitig mehrere Geräte geladen werden.
  • Ist das Gehäuse wasserdicht oder muss es in der Lenkertasche untergebracht werden? Wasserdicht ist z.B. der KEcharger, nicht wasserdicht das Zzing.
  • Hat das Ladegerät einen integrierten Akku oder wird das Gerät ohne Pufferakku direkt angeschlossen? Geräte mit integriertem Akku bieten einen einfachen und wirksamen Schutz vor Überspannungen und verhindern das ständige Umschalten von Akkubetrieb zu Netzbetrieb bei jedem Stop. Andererseits haben sich auch Ladegeräte ohne Pufferakku bewährt, wenn das Mobilgerät diese Betriebsart akzeptiert. Test: Mobilgerät mit USB-Kabel am Netz laden und Kabel mehrfach abziehen und anstecken. Die laufenden Programme sollten dabei ohne Störung weiterlaufen, die Ladekontroll-LED entsprechend umschalten.
  • Wie und wo wird das Mobilgerät befestigt? Nur beim Navicase bike ext sind Mobilgerät und Ladeelektronik in einem wasserdichten Gehäuse vereinigt. Bei allen anderen Modellen muss das Mobilgerät separat wassergeschützt montiert werden.
  • Welche Prüfzeichen und Garantie hat das Ladegerät? Insbesondere Geräte ohne Pufferakku benötigen Schutzschaltungen, um das Mobilgerät vor Überspannungen zu schützen.

Tests

Links

  • tourenradfahrer.de – USB-Buchse in Lenkertasche integriert, Selbstbau aus Bumm E-Werk und Ortlieb Lenkertasche

Solarladegeräte

Solarladegeräte nehmen mit ihren Solarpanelen die Sonnenenergie auf, wandeln sie in Strom und puffern sie i. d. R. in Akkus. Meist wird ein USB-Anschluss bereitgestellt, um USB-Geräte laden oder betreiben zu können. Dazu zählt z. B. auch eine weitere Ladeschale, mit der Akkus aufgeladen werden können. Zwei typische Vertreter aus der Familie der Solarladegeräte sind das "e.GO!" und der REVOLT Solarcharger.

Links