Trondheim - Nordkap

Aus Radreise-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Trondheim - Nordkap
Flag of Norway.png
Trondheim - Nordkap s.png
Länge 1.995 km
Höhenmeter 27.003 m 26.693 m
Link.png Gegenrichtung

Die oben dargestellte Strecke ist vereinfacht und dient nur der ersten Orientierung. Der exakte Verlauf ist unter GPS-Tracks zu finden.

Die Strecke von Trondheim zum Nordkap bzw. weiter zur norwegisch-russischen Grenze bei Kirkenes ist der Abschnitt 1C der Kystruta, einer nationalen Fahrradroute in Norwegen.


Allgemeines

Die Strecke ist kaum bis garnicht beschildert. Um die Wege zu finden braucht man aber nur eine grobe Übersichtskarte, die man beispielsweise bei VisitNorway.de (Norwegen - Autokarte) kostenlos bestellen kann. In vielen Fähren und Touristeninformationen gibt es ein kleines kostenloses Heft, das auf viele Attraktionen und Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Fv17 hinweist. In diesem sind auch die Fährzeiten des Gebiets enthalten (sofern bei Drucklegung bekannt). Auch für die anderen Abschnitte gibt es in den Touristeninformationen kostenlose Karten, die auch POI's der Region enthalten. Teilweise sind dies kleine Faltkarten (Lofoten & Vesteralen), teilweise befinden sich die Karten in Informationsheften (Troms, Finnmark und Nordland).

Da es eine Küstenstrecke entlang vieler Fjorde ist, sind desöfteren Fährüberfahrten notwendig. Eine Erklärung der norwegischen Fährfahrpläne befindet sich hier. Auch wenn es eine Küstenstraße ist, ist die Strecke nicht wirklich flach. Meist geht es entweder berghoch oder bergab. Es ist aber nicht so bergig wie in Südnorwegen. Die 500m wird man nie erreichen.

Roadbook

Trondheim

Geodaten: 63.4358954,10.3997612 Höhe 0 m (Bahnhof)

Der Track verlässt Trondheim per Schnellfähre in Richtung Vanvikan auf die Halbinsel Fosen. Weiter geht es auf nahezu verkehrsfreien Straßen Richtung Fv17, die man nördlich von Steinkjer erreicht. Die offizielle Strecke verlässt Trondheim auf der E6, der man bis Steinkjer folgt und dann dort auf der Fv17 weiter fährt. Die E6 ist um Trondheim aber sehr stark befahren und auch ähnlich ausgebaut wie unsere Autobahnen. Sie darf allerdings mit dem Rad befahren werden. Der Fv17 wird auch Kystriksveien genannt und ist eine landschaftlich sehr reizvolle Küstenstraße bis Bodø. Trotz der Einstufung als Folksvei ist der Fv17 stärker befahren als so mancher Riksvei in der Region. Einen guten Anhaltspunkt bietet hier die Klassifizierung der Straßen in OpenStreetMap oder anderen Kartenwerken.

16,5 km / 17 km

Vanvikan

Fossen

Geodaten: 63.5533070,10.2226429 Höhe 11 m (Fähranleger und Coop Prix)

In Vanvikan angekommen folgt man der Rv 755 nach Westen und biegt etwas später auf die Rv715 in Richtung Norden. Auf der Rv715 herrscht stoßweise starker Verkehr wegen der Autofähre Flakk-Rørvik. Diese Fähre ist auch eine preiswertere Alternative zum Expressboot Trondheim-Vanvikan. Ab Rørvik folgt man der Rv715 Richtung Osten. Nach ca. 3,5km*, die größtenteils berghoch gehen, biegt man rechts auf den Fv82*, der einem auf die Rv720 bringt. Dieser folgt man dann gen Osten bis zur Fv17. *aufgrund einiger Begradigungen in den letzten Jahren sind die Trackdaten nicht mehr metergenau.

Ca. 5km hinter der Kreuzung, wo man auf die Rv720 abbiegt macht die Straße eine starke Rechtskurve und geht dann etwas bergan. Kurz nach der Kurve geht rechts ein kleiner Feldweg ab, der zu einer kleinen Furt führt. Hier kann man gut die Nacht verbringen. Das Wasser des Flusses ist trinkbar und baden kann man auch. Im weiteren Verlauf (ca. bei Kilometer 35) ist ein Rastplatz ausgeschildert, der auch sehr schön und abseits liegt und auch ein WC bietet. Ziemlich exakt an der Grenze zwischen Sör-Tröndelag und Nord-Tröndelag bei Aursjördal rechts an der Straße 720 mit Glück Ferienhaus preiswert zu mieten. Campingplätze oder Hytten sucht man hier ansonsten vergebens. Fosen ist nicht wirklich touristisch erschlossen. Das macht die Halbinsel aber auch interessant.

Der Fv17 folgt man Richtung Namsos. Kurz vor Namsos kann man den Fv17 wieder verlassen und die Inselwelt vor Namsos erkunden oder aber weiter auf der Fv17 fahren, die weiter im Landesinneren verläuft. Der Track folgt der Rv769 nach Namsos.

152,6 km / 169 km

Namsos

Alte Hafenhäuser in Rørvik
kleine Inseln von Brücken verbunden am Bikkengfjorden

Geodaten: 64.4686747,11.5093160 Höhe 5 m (Namsos)

In Namsos muss man dann einen Tunnel umfahren. Die Beschilderung (zumindest in der Gegenrichtung) vor Ort empfiehlt eine andere Route an als der Track: Beim Kreisel beim Shoppingcenter rechts abbiegen und auf dem kurzen, teilweise für Kfz gesperrten Radweg wieder auf die Rv769 fahren (Kreuzung nördlich des Tunnels).

Anschließend geht es auf der Rv769 weiter an der Küste bzw. über die Inselwelt bis nach Lund. Dort setzt man mit der Fähre nach Hofles über. Weiter geht es auf der wenig befahrenen Straße, bis man rechts auf den Fv500 nach Kolvereid abbiegt. Folgt man der Straße nach links kann man einen Abstecher nach Rørvik machen. Nach ca. 5km kommt man an einem Supermarkt vorbei. In Rørvik gibt es die Möglichkeit seine Vorräte an Bargeld und Lebensmitteln wieder auf zufüllen. Für interessierte lohnt auch ein Besuch des Küstenmuseums.

Kjella

Kurz vor Kolvereid stößt man auf die Rv770, der man nach Osten folgt. In Kolvereid gibt es ebenfalls Einkaufsmöglichkeiten. Ein paar Kilometer weiter biegt man auf die Rv771 ab. Nun muss man erst einmal auf die andere Seite der Halbinsel. Anschließend geht es weiter an der Küste entlang. Irgendwann Zweigt die Rv771 nach links ab Richtung Leka, hier geht es geradeaus weiter auf der Rv802, die zurück auf die Fv17 führt.Diese bringt einen nach Holm wo man die Fähre nach Vennesund nehmen muss.

In Sømna verlässt der Track die Fv17 nach der Tankstelle Richtung links auf den Fv34. Dieses Teilstück ist Anfangs gut asphaltiert, geht aber später in einen unbefestigten Waldweg über, der aber gut mit dem Reiserad befahren werden kann. Alternativ kann man auch auf dem Fv17 weiterfahren. In Berg trifft man wieder auf den Fv17. Sowohl in Sømna als auch in Berg kann man seine Vorräte wieder auffüllen. Auf dem Fv17 geht es dann weiter in Richtung Brønnøysund.


192,7 km / 362 km

Abzweig Brønnøysund

Ein Blick durch den Torghatten

Geodaten: 65.4958320,12.2483826 Höhe 8 m (Abzweig Brønnøysund)

Kurz vor Brønnøysund biegt der Fv17 rechts ab Richtung Horn. Geradeaus geht es ins Zentrum von Brønnøysund. Die Strecke zum Torghatten ist ausgeschildert und einfach zu finden. Bei schönem Wetter lohnt sich ein Abstecher, der ca. 35km ausmacht. Weiter geht es mit der Fähre nach Andalsvågen, entlang der Küste nach Forvik und mit der Fähre nach Tjøtta. Über Alstahaug geht es weiter Richtung Sandnessjøn. Die Fv17 ist in der Nähe der größeren Ortschaften stärker befahren. Abseits der Orte kann es passieren, dass man auch mal länger alleine unterwegs ist. Die Strecke ist in diesem Abschnitt relativ flach, wobei an einer Seite meist die Küste liegt und auf der anderen Seite ein Felsmassiv mehrere hundert Meter in die Höhe ragt.


82,0 km / 444 km

Abzweig Sandnessjøn

Geodaten: 66.0177898,12.6316166 Höhe 6 m (Abzweig Sandnessjøn)

Am Kreisverkehr geht es gerade aus zum Zentrum mit Einkaufsmöglichkeiten und Touristeninformation. Biegt man nach rechts ab, geht es Richtung Levang, wo man mit der Fähre nach Nesna übersetzt. Wie in den vielen anderen Hafenstädten, die von der Hurtigrute angefahren werden, geht es erstmal über eine hohe und meist windige Brücke. Ansonsten bleibt die Strecke relativ flach.

38,5 km / 482 km

Nesna

Jektvik

Geodaten: 66.2009740,13.0106878 Höhe 0 m (Fähranleger)

In Nesna gibt es die Möglichkeit zu "schummeln" (ca. 65 km abzukürzen), indem man eine Schnellfähre (Katamaran) nach Stokkvagen nimmt. Die reguläre, landschaftlich schöne Route führt erst am Südufer eines Fjords ein Stück Richtung Mo i Rana und dann am Nordufer "zurück" nach Stokkvagen. Von dort - fast immer küstennah - nach Kilboghamn. Auf dem Weg zur Fähre nach Kilboghamn merkt man wieder, dass man in Norwegen ist. Es wartet ein kleiner, knackiger Anstieg auf 350m. Anschließend geht es wieder ungefähr auf Seelevel weiter. In der Folge fährt man durch längere Tunnel (~3km Länge), in denen es sehr frisch ist. In Hilstadt etwa 4km nordwestlich von Kilboghamn Hütten zu mieten. In Kilboghamn setzt man dann nach Jektvik über und überquert während der Fährfahrt den Polarkreis. Am Polarkreis sieht man an Land einen Globus. In Jektvik geht es erstmal steil berghoch. Der Anstieg ist allerdings recht kurz. Rund 5km hinter dem Fähranleger findet sich auf der Seeseite der Straße eine kleine Einfahrt. In dem kleinen "Waldstück" verbirgt sich eine Zeltmöglichkeit für 4-5 Zelte. Über Felsen kann man im Meer baden gehen.


Blick auf den Svartisen
Ågskardet

Im weiteren Verlauf der Straße durchfährt man den 4km langen Straumdalentunnelen. An einem See kurz vor der Fähre Ågskardet-Halsa befindet sich ein kostenloser Naturcampingplatz mit Sitzgelegenheiten, Kochstelle und Plumpsklo.

Kurz nach Halsa kann man seine Vorräte wieder auffüllen. Etwas später sollte man den Fv17 für ein Stück verlassen (beschilderte Umleitung) um den 7,6km langen, wenig befahrenen Svartisen-Tunnel zu umfahren (Laut norwegischen Behörden besteht darin Erstickungsgefahr (Fahrverbot) für Radfahrer). Dies bedingt eine weitere Fährüberfahrt von Vassdalsvik nach Ørnes. Diese Fähre hat nur 2-4 Fahrten am Tag. Die Zeiten unterscheiden sich von Tag zu Tag. Wenn man durch den Tunnel fährt oder einen Abstecher zum südlichen Tunnelportal macht und dann trotzdem die Umfahrung nimmt, hat man kurz vor der Einfahrt des Tunnels gegenüber vom Fjord einen Blick auf den Svartisen und auf eine Gletscherzunge. Das ist auf dem europäischen Festland die einzige Gletscherzunge, die fast bis zum Meer reicht.


175,8 km / 658 km

Ørnes

Geodaten: 66.8675351,13.7040925 Höhe 0 m (Fähranleger)

Ab Ørnes geht die Fv17 größtenteils entlang der Küste. Bei manchen Landzungen, die geschnitten werden erleichtern Tunnel die Kletterei. Dabei ist nur der südlichste Tunnel wirklich lang. Neben Ørnes gibt es noch in Storvik die Möglichkeit Nahrungsmittel einzukaufen.

Saltstraumen Brua

Rund 90km nach Ørnes erreicht man den Saltstraumen, der stärkste Gezeitenstrom der Welt. Über diesen führt die Saltstraumenbrua. Auf der nordwestlichen Seite der Straße führt ein Rad-/Fußweg über die Brücke. Wenn man die Brücke radelnd bewältigen möchte und oben nicht stoppen möchte, sollte man auf der Straße fahren, da die Abfahrt auf dem schmalen Weg recht heikel ist und die Fußgänger leider meist eher das Wasser begucken als darauf zu achten, dass sie eventuell im Weg stehen. Von der Brücke hat man eine ganz gute Aussicht. Von hier sind es noch rund 30km bis Bodø.

Der Fv17 mündet knapp 20km vor Bodø auf die relativ stark befahrene und teilweise vierspurig ausgebaute N80 (Haupteinfallstraße in die Stadt). Ein abgesetzter Fuß-/Radweg ist vorhanden. Einzig einen kurzer Abschnitt zu Beginn muss man auf der Straße fahren, da hier kein Bauraum für einen Radweg vorhanden ist. Im Sommer 2013 wurde hier an einer Brücke gebaut. Wer weiterhin dem Track folgt dürfte in Zukunft auf einer verkehrsarmen Strasse radeln.

121,3 km / 779 km

Bodø

Bodø
  • Anschluss an die Hurtigruten, Norwegens nördlichster Bahnhof, Flughafen und Fernbusstation
  • Weitere Ortsinformationen: Wikivoyage:Bodø
  • In Bodø gibt es auch einen gut sortierten Fahrradladen in Hafennähe (Sykklehuset Bodø AS, Jernbanveien 8, 8012 Bodø, N67.2977, E14.4).
  • Vom Hafen Bodø geht es weiter mit der Fähre nach Moskenes auf die Lofoten.

Geodaten: 67.2885346,14.3932486 Höhe 1 m (Fähranleger)

89,0 km / 868 km

Moskenes

Sandstrand auf den Lofoten
Fischerdorf
Südküste der Lofoten
Blick auf Napp

Geodaten: 67.8998852,13.0466080 Höhe 8 m (Fähranleger und Touristeninformation)

Hinter Sørvågen gibt es einige Tunnel, die zwar nicht für Fahrräder gesperrt sind, die alte Küstenstraße (nun für den Autoverkehr gesperrt) ist aber sehr gut zu fahren und bietet ein paar vom Verkehr abgeschiedene Rastmöglichkeiten sowie Trinkwasser aus Bergbächen. Im Sommer 2013 war dieser Abschnitt eine lange Baustelle: Der Track wird nicht mehr 100% stimmen. Im westlichen Teil der Lofoten ist die E10 leider stark befahren und man kann ihr kaum ausweichen. Landschaftlich außergewöhnlich schön gelegen ist Reine. Hier besteht die Möglichkeit, eine 1-stündige Bootstour in den Kjerkfjord zu machen; in 2014 Abfahrt 15:00 sowie weitere Abfahrt am Vormittag, was die Möglichkeit zu einer Wanderung eröffnet (Fahrplan [1]; Aktualität?).

Der Unterwassertunnel bei Napp (Nappstraumentunnel) darf mit dem Fahrrad befahren werden, weist aber eine starke Steigung auf. Auf der linken Seite (in Richtung Svolvær) befindet sich ein schmaler Gehsteig auf dem man auch mit dem Rad fahren kann. Laut Infoheft aus dem Jahre 2010 gibt es auch eine Fähre für Radfahrer, die man nutzen kann. Die Überfahrt ist von der Nachfrage abhängig und mit über 250kr pro Person nicht billig. Mehr Infos gibts in den Touristeninformationen und im kostenlosen Infoheft über die Lofoten.

Hinter Leknes verläuft die Route weiter auf der Seitenstraße Rv815. Zunächst vergleichsweise steiler Anstieg über einen kleinen Pass mit anschließender Abfahrt, auf Seelevel knickt die Rv815 dann scharf nach links ab und verläuft den Rest der Strecke flach an der Küste entlang. Motorisierter Verkehr ist kaum vorhanden und beschränkt sich auf den Anwohnerverkehr.

Auf den Lofoten gibt es relativ viele Übernachtungsmöglichkeiten auf Campingplätzen und in Hütten (rorbuer).


128,5 km / 997 km

Svolvær

Geodaten: 68.2356325,14.5619315 Höhe 8 m (Svolvær)

Hinter Svolvær zweigt die (weiterhin unbeschilderte) Radroute nach Karte von der E10 auf die wenig befahrene Fv888 ab. Etwa hinter Straumnes ist die Straße unasphaltiert und nur noch geschottert, aber dennoch gut zu fahren. Der Track geht jedoch weiter über die E10 bis nach Fiskebol. In diesem Teil hält sich der Verkehr auf der E10 in Grenzen. Die originale Strecke ist aber sicherlich landschaftlich reizvoller.

32,8 km / 1030 km

Fiskebøl

Geodaten: 68.4308730,14.8241892 Höhe 0 m (Fähranleger)

Mit der Fähre geht es weiter nach Melbu auf die Vesterålen.

7,7 km / 1037 km

Melbu

Landwirtschaft auf den Vesteralen

Geodaten: 68.4987831,14.8001656 Höhe 0 m (Fähranleger)

Die E10 wird seit 2009 offiziell über eine Neubaustrecke ausschließlich via Lofoten auf das Festland geführt, daher ist die "alte" E10 hinter Melbu (jetzt Rv82) vergleichsweise schwach befahren. Der Track folgt allerdings einer Nebenstraße entlang der Westküste. Hier gibt es lediglich Anwohnerverkehr. Der Weg ist komplett asphaltiert.


25,8 km / 1063 km

Stokmarknes

Brücke nördlich von Stokmarknes
  • Anschluss an die Hurtigruten
  • In Stokmarknes gibt es einen kleinen Campingplatz, der etwa 2 km westlich des Orts liegt. Der Betreiber kommt lediglich am Morgen (9-11 Uhr und am Abend 19-22 Uhr) und kassiert. Küche, Trockenraum und Waschraum inkl. Duschen sind aber die ganze Zeit über geöffnet und lassen sich kostenlos nutzen. (Stand: Juli 2010)
  • Ortsinformationen: Wikivoyage:Stokmarknes

Geodaten: 68.5689998,14.9114513 Höhe 1 m (Hurtigrutemuseet)

Zwischen Stokmarknes und Sortland führt der Radweg über die Rv82, die auf diesem Abschnitt mäßig befahren ist. Vereinzelt gibt es Radwege, die meist nicht sehr weit führen. Zwischen Rise und Holand führt der Radweg auf einer Nebenstraße, die sich gut mit dem Fahrrad befahren lässt.


29,9 km / 1093 km

Sortland

Geodaten: 68.7065240,15.4285195 Höhe 0 m (Sortlandsbrua)

Hinter Sortland geht es über eine hohe Brücke auf Hinnøya, die größte Insel vor Norwegens Küste. Die Route folgt weiter der Rv82. Auf den Vesteralen gibt es weniger Campingplätze und Hütten als auf den Lofoten. In Buksnesfjord ca. 30 km hinter Sortland schöne relativ neue Ferienanlage mit Hütten und erschwinglichen Zimmern / Selbstversorgerküche und Restaurant [2]. Bei Risøyhamn erreicht man wiederum über eine Brücke Andøya, die nördlichste Insel der Vesterålen. Kurz nach Risøyhamn verlässt die Route die Rv82 und biegt links auf den Fv974 ab. Auf ca. 50 km keine Infrastruktur / Einkaufsmöglichkeiten. Im Zentrum des netten Dörfchens Bleik gibt's leckeren Kuchen im originellen "Cafe Jakobine". Die Route folgt weitestgehend der schönen Küste und geht in Nordmela in den Fv976 über, der dann bis kurz vor Andenes führt. Hier mündet der Fv976 dann in den Rv82, auf dem man dann ins Zentrum von Andenes gelangt.

107,7 km / 1201 km

Andenes

  • KEIN Anschluss an die Hurtigruten; diese fährt von Risöyhamn östlich nach Harstadt.
  • 2014 hatte der Campingplatz in Andenes leider keine Hütten; Hotels waren rel. teuer.
  • Andenes ist berühmt für seine Walsafaris.

Geodaten: 69.3205762,16.1236167 Höhe 2 m (Andenes)

Mit der Fähre geht es weiter nach Gryllefjord auf der Insel Senja. Die Fähre fährt nur in der Sommersaison und auch nur 3mal am Tag.

37,4 km / 1238 km

Gryllefjord

Blick vom tiefsten Punkt des Gryllefjord

Geodaten: 69.3633366,17.0522084 Höhe 0 m (Fähranleger)

In Gryllefjord angekommen wartet ersteinmal eine schöne, lange Abfahrt auf einen. Aber nicht zu früh freuen. Auf der anderen Seite kann man schon den folgenden Anstieg sehen, der einem aus dem Fjord hinausführt. Oben angekommen geht es dann rasant wieder auf Meereshöhe zurück. Der weitere Verlauf der Route ist sehr hügelig, man bleibt aber immer nur knapp über dem Meeresniveau. Kurz vor Sætra biegt man von Rv86 nach links ab auf den Fv864. Direkt nach dem Abzweig beginnt ein längerer Anstieg. Wenn man den Tunnel erreicht hat ist man oben angekommen und darf wieder herunterrollen. Auf der Abfahrt gibt es noch einen kleinen Aussichtspunkt, der zu einer Pause einlädt. Im weiteren Verlauf bis Botnhamn gibt es noch zwei weitere längere Tunnel, die einem weitere längere Anstiege ersparen. In Botnhamn angekommen setzt man mit der Fähre nach Brensholmen über. Auch diese Fähre fährt nur in der Sommersaison, allerdings mehrmal am Tag. An der Kreuzung biegt man nach rechts ab und kommt nach wenigen Metern an einem Joker (Supermarkt) vorbei. Der Straße folgt man bis kurz vor Tromsø. 37km nach dem Fährhafen erreicht man einen wilden Campingplatz mit WC und Badestelle.


159,6 km / 1398 km

Tromsø

Eismeerkathedrale in Tromsø

Geodaten: 69.6789622,18.9043379 Höhe 2 m (Flughafen)

Über eine Brücke erreicht man die Insel Tromsøya, auf der sich der Flughafen und das Zentrum von Tromsø befindet. Als Radfahrer muss man über die Erhebung auf der Insel drüberfahren, der Tunnel ist für Radler gesperrt. Über die Tromsøbrua erreicht man Tromsdalen und kommt an der markanten Eismeerkathedrale vorbei. Anfangs kann man der E8 noch auf Nebenstraßen entgehen, ab Hundbergan bleibt aber nur die E8, die sehr verkehrsreich ist. In Fagernes wird dann die E8 wieder verlassen (Achtung: Wenn man auf der ausgeschilderten "Radroute" etwas östlich der E8 fährt, kann man den Abzweig übersehen). Weiter geht es auf der recht ruhigen Rv91 Richtung Breivikeidet, wo man mit der Fähre nach Svensby die Halbinsel Lyngen erreicht. Dort geht es auf der Rv91 entlang des Ullsfjorden nach Lyngseidet, wo man die Fähre nach Olderdalen nimmt. In Lyngseidet nette Unterkunft mit Selbstversorgungsmöglichkeit in der von einer jungen Sportlerfamilie bewirteten "Magic Mountain Lodge". Beide Fähren fahren recht häufig. In Olderdalen trifft man auf die E6, der man nun recht lange folgt. Die E6 geht bis Alta größtenteils an der Küste entlang, allerdings werden auch hier wieder einige Landzungen geschnitten was kürzere Anstiege zur Folge hat. Ab Langfjordbotn stehen die Chancen nicht schlecht den einen oder anderen Elch direkt auf der Straße zu sehen. Etwa 100 km vor Alta bzw. 5 km hinter Burfjord rechts an E6 sehr preiswerte Hütten von privat zu mieten.

Etwa 10 bis 15 km vor Alta neue Schrägseilbrücke und direkt danach für Radfahrer gesperrter Tunnel; einfache Umfahrung auf der alten E6, indem man vor der Brücke zunächst westlich des Fjords weiterfährt. Kurz vor Alta beginnt ein Radweg, der entlang der Straße führt. Hier beginnt auch eine Ausschilderung des Radnetzes, die aber kurz nach Alta wieder aufhört.


314,9 km / 1713 km

Alta

Sennalandet
  • Anschluss an das Fernbusnetz, Flughafen mit Verbindung nach Oslo

Geodaten: 69.9654865,23.2614255 Höhe 56 m (Alta)

Der Track verlässt in Alta die E6 und umfährt das Zentrum von Alta. Man kann aber auch der E6 durch Alta folgen und durchs Zentrum fahren. In Alta kann man seine Vorräte auffüllen. Alta hat 3 Campingplätze im Ortsteil "Övre Alta" an der Straße 93 nach Kautokeino und weitere Campingplätze entlang der E6. In Rafsbotn gibt es nochmal einen kleinen Coop. Im Ort beginnt auch der Anstieg aufs Sennalandet (400m), das sich bis kurz vor Skaidi erstreckt. Skaidi befindet sich gut 80km hinter Alta. Hier gibt es wieder eine Möglichkeit an einem Supermarkt bei der Statoil-Tankstelle einzukaufen. Ca. 4 km westlich der Route an der Straße nach Hammerfest Campingplatz mit Hütten. Ein Fjell und 23km später und wieder zurück auf Meereshöhe erreicht man Olderfjord.

108,9 km / 1822 km

Olderfjord

Ein Blick auf den letzten Ansteig vor Havøysund aus der Storbukta
Straße nach Havøysund
  • Anschluss an das überregionale Busnetz
  • Anschluss an Olderfjord - Kirkenes
  • Hier gibt es die evtl. letzte Möglichkeit vor Havöysund, sich mit Nahrungsmitteln einzudecken.

Geodaten: 70.4775546,25.0677012 Höhe 5 m (Bushalt Hotell Russenes)

Busse von und nach Honningsvåg halten hier. Der Bus nach/von Rovaniemi bzw. Oulu hält nur kurz. Man sollte sich bemerkbar machen, wenn der Bus ankommt. Die norwegischen Busse halten länger. Nach Olderfjord kann man sich entscheiden, ob man weiter der E69 folgt und durch den Tunnel auf Magerøya fährt. Der Track geht über die Rv889 Richtung Havøysund. Die Straße ist eine der schönsten, die Norwegen zu bieten hat, bot aber 2014 auf 100 km keinerlei Einkaufs-/Einkehrmöglichkeiten. Von Havøysund kann man mit der Hurtigrute nach Honningsvåg übersetzen. Die Kosten belaufen sich in 2010 auf 250kr für einen Erwachsenen mit einem Rad.

Für die Sparfüchse, die eine Postkarte vom Nordkap schreiben wollen, empfiehlt es sich bereits in Olderfjord den Souvenirshop aufzusuchen. Man spart 4kr bei einer Postkarte und ebenso viel bei einer Briefmarke. Im Nordkapmuseum werden nur spezielle Sonderbriefmarken verkauft.

Fährt man ab Olderfjord direkt nach Honningsvåg, kann man erst dort wieder Proviant auffüllen. In Richtung Havøysund trifft man in Kokelv, abseits der Durchgangsstraße im Ortskern und in Havøysund jeweils auf einen Supermarkt.


87,6 km / 1909 km

Havøysund

Havøysund
Blick von Havøya gen Norden
  • Anschluss an die Hurtigruten
  • Die nordgehende Hurtigrute verlässt Havøysund gegen 9:45 Uhr.
  • Ortsinformationen: Wikivoyage:Havøysund
  • In Havøysund gibt es zwei schöne Wildcampingplatze, ein Hotel, einen Coop und wenige Ferienwohnungen (für letztere auf Aushang an Infotafel etwa 1 km vor Ortseingang und Aushänge an Häusern achten).
  • Für einen Wildcampingplatz folgt man der Hauptstraße, bis diese fast zu Ende ist, dann geht links eine Sackgasse ab recht steil nach oben. Dort hat man einen schönen Blick nach Norden.
  • Für den anderen Wildcampingplatz, folgt man der Ausschilderung zur Kirche (Hauptstraße vor dem Supermarkt nach links verlassen), ebenfalls einen Berg hoch und oben gibt es auf der rechten Seite einen See. Biegt man dann rechts auf den Feldweg, kommt man zu einer netten Stelle, wo es auch Tische und Bänke gibt. Man kann auch weiter berghoch Richtung Windpark mit toller Aussicht auf Nordmeer und Inseln fahren. Der Berg ist lang und steil; aber bis Havoysund ist man sicher gut im Training und das Gepäck kann ja im Ort bleiben.
  • Von Havoysund fahren kleine Fähren auf diverse Inseln und wohl auch nach Honningsvag und Hammerfest.

Geodaten: 70.9962702,24.6606803 Höhe 2 m (Ortszentrum und Coop)

47,6 km / 1957 km


Honningsvåg

  • Anschluss an die Hurtigruten
  • Busverbindungen zu den großen Orten Nordlands sowie nach Rovaniemi/Oulu (Finnland)
  • Ortsinformationen auf Wikivoyage:Honningsvåg
  • In Honningsvåg sollte man sich mit ausreichend Nahrungsmitteln für den Aufenthalt am Nordkap eindecken. Weiter im Norden gibt es dazu nur noch das Restaurant im Nordkapmuseum.

Geodaten: 70.9821510,25.9703064 Höhe 12 m (Kreisverkehr am Hurtigrutenkai)

Die letzten 34 km zum Nordkap sollen die härtesten sein und das ist nicht falsch. Ob es aber an den drei steilen Anstiegen auf jeweils rund 300m liegt oder einfach nur daran, dass das Ziel so dicht vor einem liegt, muss jeder selber herausfinden. Die Straße ist mäßig befahren, abhängig von der Uhrzeit. Gegen Mittag machen sich ca. 6 Busse mit Hurtigrutengästen auf den Weg zum Nordkap kurz vor dem Sonnenuntergang kommen ebenfalls einige Reisebusse. Die Straße ist relativ schmal und führt durch eine Art Steinwüste mit Bodendeckern. Größere Vegetation sucht man größtenteils vergeblich.

33,9 km / 1991 km

Nordkapmuseum

Blick vom Nordkap auf Knivskjelodden
Nordkap

Das Betreten des Nordkaps kostet 150kr (Stand 2012) für Radler. Manchmal wird man auch einfach freundlich durchgewunken. Im Nordkapmuseum gibt es sanitäre Einrichtungen (keine Duschen), die man kostenlos während der Öffnungszeiten nutzen kann. Will man sich den Eintritt sparen, sollte man außerhalb der Öffnungszeiten zum Nordkap kommen. Die Öffnungszeiten gehen im Sommer von 11:00 bis 01:00 (Stand 2012). Am Nordkap ist der Boden zwar recht felsig und uneben, man kann dort aber dennoch gut Zelten. Es kann aber sehr stürmisch werden.

Geodaten: 71.1694765,25.7838392 Höhe 310 m (Nordkapmuseum)


GPS-Tracks

Icon Stern.png Dieser Track ist vollständig verifiziert.
Die gesamte Strecke wurde von Teilnehmern dieses Wikis abgefahren, zuletzt im Juli 2010. Details siehe unten.
 
Track-Verifizierung

Die nachfolgende Liste führt diejenigen Teilnehmer des Wikis auf, die die Route oder Teilabschnitte davon gefahren sind. Für andere Radreisende ist es wichtig zu wissen, wie aktuell die Routenbeschreibung ist. Wenn Du selbst die Route (oder Teile davon) gefahren bist, trage Dich bitte in die Liste ein (neuere Einträge nach oben). Mit dem Eintrag bestätigst Du anderen Lesern, dass der Track und die Routenbeschreibung zum Zeitpunkt Deiner Fahrt gestimmt haben.

Zeitpunkt Autor Abschnitt/Bemerkungen
August 2014 Karl der Bergische Trondheim bis Havöysund
Juli 2010 aighes komplett
Juli 2013 veloeler Fiskebøl-Trondheim (Gegenrichtung), Alta-Olderfjord, Honningsvåg-Nordkap

Der hier eingestellte Track weicht zwischen Trondheim und Årgård, auf der Insel Gimsøy, zwischen Jordneset und Fiskebøl, zwischen Bitterstad und Sortland, zwischen Straumsboten und Hundbergnes, zwischen Brensholmen und Eidkjosen, bei Alta und zwischen Smørfjord und Honnigsvåg von dem in der Opencyclemap eingetragen Verlauf der nationalen Fahrradroute 1C ab. Den originalen Verlauf kann man OpenStreetMap (gpx) entnehmen.

Web-Links