Centre-Val de Loire: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Centre ist etwas größer als Baden-Württemberg, hat aber nur 2,5 Mio Einwohner. Sechs Départements gehören dazu: Cher, Eure-et-Loir, Indre, Indre-et-Loire, Loir-et-Cher und Loiret. Sie werden im folgenden kurz vorgestellt.
Das Centre ist etwas größer als Baden-Württemberg, hat aber nur 2,5 Mio Einwohner. Sechs Départements gehören dazu: Cher, Eure-et-Loir, Indre, Indre-et-Loire, Loir-et-Cher und Loiret. Sie werden im folgenden kurz vorgestellt.
=== Cher ===
Das Département Cher liegt im Südosten der Region. Zusammen mit Indre entspricht es der alten Provinz Berry. Landschaftlich gehört der Norden noch zur Sologne, der Rest ist das übliche Hügelland, ganz im Osten rund um Sancerre etwas stärker ausgeprägt.
Im Osten wird das Départment begrenzt von der Loire, die dort aber nicht ihren interessantesten Abschnitt hat, erwähnenswert ist am ehesten der die auf einem Hügel gelegene Winzerstadt Sancerre. Wichtigste Touristenattraktion ist der Hauptort Bourges, dessen gotische Kathedrale (wie die von Chartres) zum Weltkulturerbe gehört. Daneben gibt es wenig Spektakuläres, allenfalls einige Burgen bzw. Ruinen sorgen für Abwechslung (z.B. Mehun-sur-Yèvre nahe Bourges, Meillant und Châteaumeillant). Im Süden des Départements, bei Bruère-Allichamps verortet man den Mittelpunkt Frankreichs.


=== Eure-et-Loir ===
=== Eure-et-Loir ===


Eure-et-Loir nimmt den Norden der Region ein, Hauptort und Hauptattraktion ist Chartres mit seiner Kathedrale, etwa 100 km entfernt von Paris (siehe [[Paris - Chartres]]). An den Rändern des Départements gibt es noch ein paar interessante Burgen und Schlösser: Anet im Norden, Maintenon im Osten, Châteaudun im Süden und Nogent-le-Rotrou im Westen. Dazwischen herrscht touristisch gesehen gähnende Leere; der größte Teil gehört zur agrarischen, waldlosen, flachen Beauce, nur der westliche Teil gehört zum hügligeren Perche.
Eure-et-Loir nimmt den Norden der Region ein, Hauptort und Hauptattraktion ist Chartres mit seiner Kathedrale, etwa 100 km entfernt von Paris (siehe [[Paris - Chartres]]). An den Rändern des Départements gibt es noch ein paar interessante Burgen und Schlösser: Anet im Norden, Maintenon im Osten, Châteaudun im Süden und Nogent-le-Rotrou im Westen. Dazwischen herrscht touristisch gesehen gähnende Leere; der größte Teil gehört zur agrarischen, waldlosen, flachen Beauce, nur der westliche Teil gehört zum hügligeren Perche.
=== Indre ===
Indre, der westliche Teil des Berry, liegt abseits der großen Touristenströme, nicht mal über den Hauptort Châteauroux lässt sich viel sagen. Ganz im Norden ist es mit Valençay noch eines der prächtigen Loire-Schlösser zu finden. Aus Radfahrersicht ist vielleicht noch Ste-Sévère-sur-Indre ganz im Südosten von Interesse, hier fanden die Dreharbeiten zu Tatis Schützenfest (''Jour de fête'') statt.
Landschaftlich gehört die Nordosthälfte zur sogenannten Champagne berrichonne, eines waldarmen flachen Plateaus, das, wie der Name sagt, sehr an die leeren Ebenen der Champagne erinnert. Im Westen bietet die Seenlandschaft Brenne mehr Abwechslung. Im Süden wird es hügliger, machen sich die Ausläufer des Zentralmassivs
so langsam bemerkbar.


=== Indre-et-Loire ===
=== Indre-et-Loire ===

Version vom 7. Mai 2012, 23:25 Uhr

Lage der Region

Die Region Centre liegt in Frankreich südwestlich von Paris. Das Centre wird von der Loire durchzogen, viele der berühmten Schlösser befinden sich hier, aber auch kunstgeschichtlich bedeutende Kathedralen.

Vorstellung der Region

Die Region ist aus mehreren historischen Provinzen zusammengesetzt und daher plurizentrisch; Orléans, Blois, Tours, Chartres und Bourges heißen die wichtigsten Städte. Geographisch hingegen ist das Centre durchaus eine Einheit, es umfasst die überwiegend flachen Binnenlandschaften zwischen Paris und dem Zentralmassiv.

Zentrales geographisches Merkmal ist die Loire, die das Gebiet von Ost nach West durchquert und dabei einen Bogen mit Scheitelpunkt bei Orléans beschreibt. Hinzu kommen die Nebenflüsse der Loire, die sich meist lange parallel zu ihr hinziehen. Die wichtigsten unter ihnen sind der Cher, die Indre und der Loir. (Aufgepasst: der Loir (ohne "e") ist ein indirekter nördlicher Nebenfluss der Loire, der Loiret ein kurzer Zufluss der Loire bei Orléans.) Speziell an Loire und Cher, westlich von Orléans, erstreckt sich die Landschaft der weltbekannten Schlösser.

Auffällig sind auch die vielen ehemaligen und zum Teil noch erhaltenen Höhlensiedlungen an Loir, Loire und Cher sowie einige gegensätzliche Großlandschaften: die waldlose Beauce nördlich der Loire, die endlosen Wälder der Sologne südlich davon; die offene Hügellandschaft des Perche im Norden und die tausend Seen der Brenne im Süden.

Das Centre ist etwas größer als Baden-Württemberg, hat aber nur 2,5 Mio Einwohner. Sechs Départements gehören dazu: Cher, Eure-et-Loir, Indre, Indre-et-Loire, Loir-et-Cher und Loiret. Sie werden im folgenden kurz vorgestellt.

Cher

Das Département Cher liegt im Südosten der Region. Zusammen mit Indre entspricht es der alten Provinz Berry. Landschaftlich gehört der Norden noch zur Sologne, der Rest ist das übliche Hügelland, ganz im Osten rund um Sancerre etwas stärker ausgeprägt.

Im Osten wird das Départment begrenzt von der Loire, die dort aber nicht ihren interessantesten Abschnitt hat, erwähnenswert ist am ehesten der die auf einem Hügel gelegene Winzerstadt Sancerre. Wichtigste Touristenattraktion ist der Hauptort Bourges, dessen gotische Kathedrale (wie die von Chartres) zum Weltkulturerbe gehört. Daneben gibt es wenig Spektakuläres, allenfalls einige Burgen bzw. Ruinen sorgen für Abwechslung (z.B. Mehun-sur-Yèvre nahe Bourges, Meillant und Châteaumeillant). Im Süden des Départements, bei Bruère-Allichamps verortet man den Mittelpunkt Frankreichs.

Eure-et-Loir

Eure-et-Loir nimmt den Norden der Region ein, Hauptort und Hauptattraktion ist Chartres mit seiner Kathedrale, etwa 100 km entfernt von Paris (siehe Paris - Chartres). An den Rändern des Départements gibt es noch ein paar interessante Burgen und Schlösser: Anet im Norden, Maintenon im Osten, Châteaudun im Süden und Nogent-le-Rotrou im Westen. Dazwischen herrscht touristisch gesehen gähnende Leere; der größte Teil gehört zur agrarischen, waldlosen, flachen Beauce, nur der westliche Teil gehört zum hügligeren Perche.

Indre

Indre, der westliche Teil des Berry, liegt abseits der großen Touristenströme, nicht mal über den Hauptort Châteauroux lässt sich viel sagen. Ganz im Norden ist es mit Valençay noch eines der prächtigen Loire-Schlösser zu finden. Aus Radfahrersicht ist vielleicht noch Ste-Sévère-sur-Indre ganz im Südosten von Interesse, hier fanden die Dreharbeiten zu Tatis Schützenfest (Jour de fête) statt.

Landschaftlich gehört die Nordosthälfte zur sogenannten Champagne berrichonne, eines waldarmen flachen Plateaus, das, wie der Name sagt, sehr an die leeren Ebenen der Champagne erinnert. Im Westen bietet die Seenlandschaft Brenne mehr Abwechslung. Im Süden wird es hügliger, machen sich die Ausläufer des Zentralmassivs so langsam bemerkbar.

Indre-et-Loire

Indre-et-Loire liegt im Westen und bildet zusammen mit Loir-et-Cher den Kern der Schlösser-Landschaft: Auf dem Boden des Départements liegen z.B. Chenonceau (erbaut auf einer Brücke), Amboise (letzte Heimstätte Leonardo da Vincis), Villandry (Schlossgärten), Azay-le-Rideau, Langeais oder Ussé, alle an oder nahe der Loire. Hauptort ist Tours, Stadt des Hl. Martin (der mit dem Mantel) und für seine Kirchen bekannt. Ebenfalls sehr sehenswert sind die Sitze der Unterpräfekturen, die Burgenstädte Chinon und Loches.

Die Geographie wird geprägt von der Loire und ihren südlichen Nebenflüssen, neben der namengebenden Indre sind dies vor allem der Cher und die Vienne. Alle zuvor genannten Orte liegen an einem dieser vier Flüsse. Zwischen den Flusstälern muss man bis zu 100 m Höhenunterschiede überwinden, das etwas hüglige Profil übertrifft jedoch nie 200 m Meereshöhe.

Loir-et-Cher

Dieses Gebiet mit Hauptort Blois wird von drei parallelen Flüssen bestimmt: dem Loir im Norden, der Loire in der Mitte und dem Cher im Süden. Rund um Blois sind einige der berühmtesten Loire-Schlösser: Chambord, Cheverny, Chaumont, und nicht zu vergessen das Königsschloss von Blois selbst.

Der Südosten gehört den flachen, schier endlosen Wäldern der Sologne. Im Südwesten findet man einige schöne Orte am Cher, z.B. St-Aignan und Montrichard. Im Norden bietet das Tal des Loir gutes Vorankommen auf kleinen Straßen. Die Gegend ist nicht so spektakulär, bietet aber mit Vendôme, Trôo (Höhlensiedlung) und Lavardin noch etwas Abwechslung. Östlich des Loir gehört das Land noch zur flachen Beauce, nordwestlich davon zum hügligen Perche.

Loiret

Loiret hat Orléans als Hauptort. Landschaftlich fallen vier Komponenten ins Auge: die Loire, die Wälder rund um Orléans, die Beauce im Norden und die Hügellandschaft im Osten.

Das touristische Interesse konzentriert sich stark auf den Gürtel entlang der Loire. Hier stehen bereits einige Schlösser, aber noch nicht die ganz bekannten. Orléans ist trotz seines klangvollen Namens nicht so interessant und hat außer Kathedrale und ein paar Jeanne-d'Arc-Reminiszenzen nicht so viel zu bieten. Benannt ist das Département nach dem Loiret, einem kurzen Nebenfluss der Loire. Dieser entspringt in den südlichen Vororten von Orléans. Die große Quelle, ein Wiederaustritt von Versickerungen der Loire, liegt in einem Park, der aber nur gegen Eintrittsgeld zu besichtigen ist.

Die Wälder nördlich und südlich von Orléans sind flach, im Norden auch von einigen autofreien Forststraßen durchzogen. Richtung Osten führt der Canal d'Orléans. Die Beauce im Norden ist ein waldloses flaches Plateau, in dem es so gut wie nichts zu sehen gibt. Im Osten rund um Montargis ist eine wellige Hügellandschaft.

Routen

Im Radreise-Wiki behandelte Routen, die durch diese Region führen:

Weblinks