Federgabel

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Version vom 21. September 2006, 18:43 Uhr von Maze (Diskussion | Beiträge)
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Die Anzahl der am Markt verfügbaren Federgabeln ist recht groß. Eine vollständige Marktübersicht mit einem "Testsieger" kann es auch deshalb nicht geben, weil die Anforderungen der Nutzer sehr unterschiedlich sind. Was sollte eine langstreckentaugliche Federgabel für Eigenschaften haben?

Federelemente

Stahlfeder mit Öldämpfer

Als sehr haltbar haben sich Stahlfedern mit offenem Öldämpfer herausgestellt. Mit minimaler Wartung halten diese viele Kilometer. Bei einem Defekt des Dämpfers kann trotzdem weitergefahren werden.

Elastomer

Die in der Anfagszeit der Federgabeln und bei sehr preiswerten Gabeln verbreiteten Elastomerfederelemente bieten zwar eine minimale Dämpfung, reagieren aber auf tiefe Temperaturen mit einer deutlichen Verhärtung. Sie haben zusätzlich noch eine begrenzte Lebensdauer.

Luftfeder

Federgabeln mit Luftfederelementen haben zwar den Vorteil, dass sie sehr leicht gebaut werden können. Dazu ist aber bei längeren Touren das Mitführen einer Dämpferpumpe erforderlich. Bei einem Defekt mit Luftaustritt sackt dieses Federelement in sich zusammen. Daher ist dann ein kontrolliertes Weiterfahren meist nicht möglich.

Schaft

Es gibt Federgabelschäfte aus Aluminium und aus Stahl. Für Reisen empfiehlt sich Stahl als Material. Auch wenn Alu bei Rahmen die gleiche Dauerhaltbarkeit erreicht, kann wegen des festgelegten Durchmessers beim Gabelschaft die geringere Festigkeit nicht durch Erhöhung des Querschnittes ausgeglichen werden.

Anbauösen

Eine tourentaugliche Federgabel sollte mit Anbaupunkten für Scheibenbremsen und Cantilever-Sockeln ausgestattet sein. Dies ermöglicht den Anbau aller Arten von aktuellen Bremsen. Ösen für die Befestigung von Lowridern sind überflüssig, da am ungefederten Teil ohnehin kein Gepäckträger befestigt werden sollte. (Parallelogramm-Federgabeln sind anders konstruiert. Für diese gilt die Aussage nicht so allgemein.) Die meisten Federgabeln besitzen keine Ösen für die Schutzblech-Befestigung. Dabei kann man sich helfen, wenn man das Schutzblech mit einem Brake Booster (z.b. Magura HS33 oder Mounti Special) und an den Rohren der Federgabel mit Schellen von Cateye befestigt.


Dieser Artikel basiert auf der Radreise-FAQ, dem Vorgänger dieses Wiki. Die erste Version des Artikels spiegelt den originalen Wortlaut aus der FAQ wider und muss ggf. entsprechend überarbeitet werden.