Schottland

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Auf alter Bahntrasse durch Glen Ogle, NCN 7

Allgemeine Informationen

Schottland, der nördliche Teil der britischen Insel gliedert sich, abgesehen von den vorgelagerten Inseln und Inselgruppen, in die Uplands im Süden und die Highlands im Norden. Dazwischen und zwischen Firth of Clyde und Firth of Forth sowie an deren Ufern erstreckt sich der Central Belt mit der Hauptstadt Edinburgh und der Millionenstadt Glasgow.

Die Highlands sind trotz ihrer Einsamkeit alles andere als eine Urlandschaft. Im 18. Jahrhundert lebten in manchen Teilen zehnmal so viele Menschen wie heute und betrieben Landwirtschaft. In den Highland Clearances wurden sie vertrieben, weil extensive Schaftzucht für die Grundherren lukrativer geworden war. Einzelne große Bäume an teilweise exponierten Stellen weisen darauf hin, dass auch die Vegetation vor Zeiten durchaus nicht so karg war wie heute.

Klima und Reisezeit

Wie ausgedehnte Ginstergebüsche etwa bei Edinburgh anzeigen, sind die Winter in Schottland durch die Lage im Golfstrom nicht sehr kalt. Aber im Frühjahr entwickelt sich die Vegetation an die zwei Monate später als in Nordwestdeutschland.

Der Juni wird oftmals als ideale Reisezeit genannt, es ist schon warm, die Niederschlagsmengen geringer, die midges noch nicht so verbreitet, zudem sind noch keine Ferien in Großbritannien. Gerade die Hauptreisezeit Juli und August zeichnet sich oftmals durch das scharenweise Vorkommen von midges, Touristen und Regenwolken aus. Im September werden die midges wieder weniger, dafür wird es früher dunkel und meist auch nicht mehr besonders warm.

Wetterfeste Radler allerdings kommen in jedem Fall auf ihre Kosten, regenverhangene Hügel gehören fast dazu zu einem schottischen Reiseerlebnis.

Sicherheit und Verhaltensempfehlungen

Midges

Zum Schutz vor midges ist ein Kopfnetz unbedingt empfehlenswert. Für Pausen unterwegs sollte man darauf achten, möglichst auf Anhöhen bzw. im Wind anzuhalten, in Senken bzw. in unmittelbarer Gewässernähe kann es sonst passieren, dass man im Nu von Scharen dieser kleinen Viecher überfallen wird. Schottische Outdoorläden empfehlen insbesondere die Hautlotion Skin so soft als Schutz vor midges, eine Lotion, die ursprünglich gar nicht als midges-Abwehr entwickelt wurde, aber definitiv gute Dienste leistet. Zelte sollten unbedingt ein engmaschiges Insektennetz haben.

Fahrradinformationen

Straßennetz, allgemeine Informationen

Allgemeine Information zu Straßen findet auf den britischen Inseln und zum Linksverkehr findet man beim Vereinigten Königreich.

In dünn besiedelten Gebieten (Highlands) muss man manchmal auf den einstelligen A-Roads fahren, weil es keine Alternative gibt. Das geht meistens aber problemlos.

Meiden sollte man die A 82 von Fort Augustus nach Inverness. Sie ist sehr eng, ohne Ausweichmöglichkeiten und wird sehr stark von Reisebussen und LKWs befahren. Es gibt aber Alternativen (Great Glen Cycle Trail durch den Wald) oder kleinere Straßen auf der anderen Seite des Lochs, was dem Verlauf des NCN 78, Inverness - Campbeltown entspricht.

Spezielle Hinweise

  • Wie im übrigen Großbritannien auch braucht man in Schottland für den Stromanschluss einen Adapter.
  • Gaskartuschen bekommt man in Outdoorläden.
  • Spiritus heißt methylated spirit, man bekommt ihn in hardware stores.

Orte und Inseln


Routen und Touren

NCN-Wegweiser.jpg

Unterkunft

Generell gibt es eine gute Unterkunftsstruktur in Schottland, insbesondere bei Bed&Breakfast findet man in der Regel auch in ländlichen Regionen ein gutes Angebot. Generell gilt: je geringer die Besiedlungsdichte, desto geringer das Angebot, was für die Highlands als Konsequenz bedeutet, dass man als Reiseradler feste Unterkünfte mit etwas Voraussicht planen sollte.

Die touristische Hochsaison ist in Schottland übrigens nicht die schottische, sondern die englische Ferienzeit, in der selbst die Campingplätze in touristischen Regionen überfüllt sein können, Vorbuchung ist dann oftmals sinnvoll bis notwendig.

Hostels

Campingplätze

Während der englischen Ferienzeit sind die Campingplätze in den schottischen Tourismuszentren oft ausgebucht. Radler kommen in der Regel dennoch für eine Nacht unter. Wer jedoch an einem Ort (z.B. Aberfeldy, Inverness, Pitlochry) länger bleiben will, sollte besser einige Tage vorher telefonisch reservieren. Insgesamt gibt es in Schottland durch offiziell erlaubtes Wildcamping und die Mountain Bothies jedoch ausreichend Alternativen zum Zelten auf dem Campingplatz, so dass sich immer ein geeigneter Pitch für das Zelt finden sollte.

  • Eine Alternative zum Camping können möglicherweise die Mountain Bothies sein, einfachste Häuser und Hütten i.d.R. in den Highlands, die meist wenig bis keinerlei Komfort außer den sicheren Wänden, einem Dach über dem Kopf und einer Feuerstelle bieten. Campingausrüstung ist also - bis auf das Zelt - bei der Übernachtung in einem Bothie grundsätzlich erforderlich. Aufgrund der oft abgelegenen Lage sind Bothies aber vermutlich seltener eine Alternative für Reiseradler.
  • Generell ist in Schottland das Wildcampen erlaubt. Unter Berücksichtigung des Scottish Outdoor Access Code kann in den meisten Bereichen Schottlands wild gezeltet werden Für wenige Bereiche gelten saisonale Einschränkungen, so war in der Saison 2011 das Wildcampen in der Region East Loch Lomond nicht gestattet.

Transport

Anreise

Fähre

Nach Einstellung der Fährverbindung Zeebrugge - Rosyth ist die Verbindung per Nachtfähre von Amsterdam-Ijmuiden nach Newcastle mit DFDS die nördlichste Fährverbindung vom europäischen Festland auf die britische Insel.

Bahn

Es gibt einige durchgehende Fernstreckenverbindungen, z.B. London - Aberdeen bzw. London - Glasgow, die jedoch nur sehr wenige Fahrradstellplätze bieten, so dass sich eine längerfristige Vorbuchung empfiehlt. Hier werden die Fahrräder auf gesonderter Stellfläche im Triebkopf verschlossen transportiert, und man hat erst am jeweiligen Zielbahnhof wieder Zugang zum Rad.

Transport in der Region

Cycle Reservation First ScotRail.jpg

In Schottland kann man in allen Zügen von firstscotrail.co.uk Fahrräder kostenfrei mitnehmen. Eine Fahrrad-Reservierung im Voraus (bis max. 2 h vorher) ist Voraussetzung. Da die Strecken in den Norden mit nur wenigen Verbindungen am Tag bedient werden (Inverness - Thurso 4x täglich), kann es bei kurzfristiger Fahrradbuchung dazu führen, dass man ein, zwei Tage auf eine Zugverbindung warten muss.

Die Ticketpreise schwanken enorm, durch Vorausbuchung (bis zu einem Tag möglich) kann man u.U. enorm sparen, allerdings hat man dann eine Zugbindung. Familien, Senioren (über 60) und junge Leute (unter 26), die mehrfach auf einen Bahntransport zurückgreifen wollen/ müssen, können mit einer Railcard erheblich günstiger reisen.

Fährverbindungen zu den Hebriden (die Inseln im Westen Schottlands) werden meist von Caledonian MacBride [1] bedient. Es gibt verschiedenste Kombinationstickets, die einen Monat gültig sind und mit denen sich Geld sparen lässt. Wichtig: nicht jede Fähre verkehrt täglich.

Literatur

Karten

Reiseführer

  • Kay Wewior: Das Schottland RadReiseBuch. Ein Fahrrad-Tourenführer. Nordhausen 2008 (2. Aufl.). ISBN 978-3-8334-4853-9.

Weblinks

Radreise-Forum

Schottland ist ein vieldiskutiertes Reiseziel im Radreise-Forum, einige informative Threads findet man hier:

Schottland: NCN 1/ NCN 7 (2011) - Northumberland-Schottland "Coast&Castles" (2011) - Fragen zur geplanten Schottlandreise (2010) - Schottland: Inverness bis John o'Groats (NCN1) - Zeltplätze in Schottland (2009) - Schottland - hat jmd ein paar Eindrücke? (2009)

Reiseberichte im Forum

Externe Links