Smartphone-Navigation

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Sogenannte Smartphones, früher u.a. auch als PDA, Pocket-PC, Taschencomputer, Handheld, Palm-Size-PC oder Organizer bezeichnet, eignen sich seit vielen Jahren auch zur GPS-Navigation. Wegen ihrer technischen Besonderheiten bzw. Einschränkungen zählen sie (mit wenigen Ausnahmen) nicht zu den typischen Outdoor-GPS-Geräten und werden deshalb in diesem Artikel erläutert.


Allgemeingültige Angaben

Begriff Smartphone

Im Unterschied zum reinen Mobiltelefon ("Handy") mit seinen eng beschränkten Funktionen verfügt ein Smartphone über frei installierbare Programme, ein ordentliches Grafikdisplay, Dateneingabe über Touchscreen oder eine vollständige Tastatur sowie diverse Schnittstellen und Netzwerkverbindungen (WLAN, Bluetooth, Internet, e-Mail). Smartphones haben sich aus der Vereinigung von Mobiltelefon und der Produktklasse der Organizer, Taschencomputer oder Handheld-PC entwickelt. Diese verfügten bereits in den 1990er Jahren über GPS- und Telefonfunktionen, z.T. als externes Zubehör. Bekannteste Produktreihe war "Nokia Communicator" ab 1996, Psion-Computer, Palm Computer, Windows Mobile Pocket PC (ab 2002). Wegen der hohen Kosten und der anspruchsvollen Bedienung sowie der fehlenden Internetanschlüsse beschränkte sich die Mehrzahl der Kunden allerdings auf ein klassisches Mobiltelefon. Das Wort "Smartphone" selbst war ursprünglich ein Marketing-Begriff und kennzeichnete ein Gerät mit beschränkten Ausstattungsmerkmalen. Microsoft brachte 2002 das Betriebsystem Windows-CE in 3 Varianten für Pocket-PC auf den Markt: die "Phone Edition" für komplett ausgestattete Geräte mit Touchscreen und Mobilfunk, dann die Variante für Geräte ohne Mobilfunk und schließlich "Windows Mobile Smartphone", worunter damals ein Gerät ohne Touchscreen, mit kleinerem Display und einer Zifferntastatur zu verstehen war. Was ein Smartphone ist, war den Herstellern per Definition vorgegeben. Programmierer hatten die Anwendungen in zwei Varianten zu liefern, was - wegen der beschränkten Möglichkeiten eines Smartphones - eine Herausforderung war. Den Kunden blieben diese technischen Unterschiede verschlossen. Kurioserweise hat sich der Begriff "Smartphone" heute als einziger umgangssprachlicher Begriff durchgesetzt. Man versteht darunter hochwertige und voll ausgestattete Mobilgeräte für Privatkunden und Büro. Robuste und wetterfeste Outdoor-Smartphones gibt es seltener als Großserienmodell für Privatkunden, dagegen sehr viele Modelle für professionelle Anwender unter den Begriffen "rugged PDA", "rugged Handheld" oder "rugged Smartphone".


Funktionen eines Smartphones

Ein Smartphone ist ein multifuktionaler Taschencomputer. Die einzelnen Funktionen weichen im Detail von Modell zu Modell durchaus ab. Alle persönlich gewünschten Funktionen wird man dennoch nicht in einem Modell vereint finden. Darum verlangt ein Smartphone eine gewisse Kompromissbereitschaft und Flexibilität.

Üblich sind bei gut ausgestatteten Smartphones diese Merkmale:

  • Mobilfunk-Telefonie in 4 Frequenzbändern für Sprachverbindungen
  • Hochgeschwindigkeits-Mobilfunk für Datenverkehr
  • berührungsempfindliches Farbdisplay (Touchscreen)
  • grafische Bedienoberfläche mit animierten Symbolen, z.T. begrenzt konfigurierbar
  • mehrere Hardware-Tasten (wirkliche Tasten und Schalter)
  • mehrere Software-Tasten (virtuelle Schaltflächen)
  • wechselbare Speicherkarten bis 32 GB, 64 GB oder 128 GB (abhängig vom Modell und Betriebssystem)
  • freie Nutzung der Speicherkarte für Anwendungsprogramme und Daten (abhängig vom Betriebssystem)
  • Digitalkamera für Foto und Video
  • einfache Zweitkamera für Videotelefonate
  • WLAN-Netzwerkverbindung
  • Bluetooth-Kurzstreckenfunk für drahtloses Zubehör
  • kostengünstiger, im Chipsatz integrierter GPS-Chip mit interner Antenne und Navigationsprogrammen
  • Standardsoftware für Kontakte, Adressen, Termine, Notizen, Text- und Tabellenverarbeitung, Internetbrowser, e-Mail, soziale Netzwerke, Datensynchronisierung, Musikwiedergabe, Bildwiedergabe, Videowiedergabe u.s.w.
  • Anwendungsprogramme beliebig erweiterbar
  • Lithiumakku in modellspezifischer Bauform (bei vielen aktuellen Geräten fest eingebaut, nur bei wenigen Smartphones wechselbar)
  • Kabelanschluss in Bauform Micro-USB zum Laden und für den Datenaustausch
  • Display, das hauptsächlich durch die Hintergrundbeleuchtung funktioniert und keine Reflexionen ausnutzt
  • Lautsprecher mit Freisprechfunktion
  • Stereo-Audioausgang
  • Speicherkartenverschlüsselung auf Wunsch
  • Updates für das Betriebssystem (nur beschränkt verfügbar)


Seltener, aber bei Ausnahmegeräten vorhanden sind:

  • wechselbares Betriebssystem mit teilweise individuellen Funktionen (nur Windows Mobile und z.T. Android)
  • ausfahrbare, beleuchtete, gute Tastatur, vorzugsweise mit 5 Tastenreihen, deutschem Layout und Sonderzeichen
  • USB-Hostfunktion, d.h. das Smartphone kann andere USB-Geräte verwalten, wie z.B. Tastatur, Maus, Speicherkartenleser, externe Festplatte und Digitalkamera
  • Videoausgang, um das Smartphone an Display oder Beamer anzuschliessen (z.B. über HDMI-Adapterkabel)
  • alle Bluetooth-Protokolle in funktionsfähiger Form (oft fehlen Übertragungsprotokolle oder sind fehlerhaft, d.h. Zubehör arbeitet dann nicht korrekt)
  • Unterstützung für Standard Ant+ um Bluetooth-Sensoren zu koppeln (Radsensoren, Pulsmesser)
  • Energieversorgung durch Akkus oder Batterien in Standardform
  • dickerer Lithium-Wechselakku mit höherer Kapazität inklusive passender Rückwand
  • Standard-Klinkenbuchse für Kopfhörer mit 3,5 mm Durchmesser
  • integrierter Beamer zur Bildprojektion
  • mehrere SIM-Karten-Steckplätze (für mehrere Telefonverträge, z.B. Ausland/Inland oder Sprache/Daten)
  • Digitalkamera mit Bildqualität einer guten Kompaktkamera
  • outdoortaugliches Gehäuse mit garantiertem Schutzgrad z.B. IP65
  • sonnenlichttaugliches Display mit hoher Leuchtdichte (Hintergrundbeleuchtung über 500 cd/m²) oder in transflektiver Bauform (sonnenlichtreflektierend)
  • niedriger Energiebedarf und kurze Ladezeiten, lange Standbyzeiten
  • Akkukapazität mehr als 5 Wh (1350 mA/3,7 V), z.B. 9,2 Wh (2500 mA/3,7 V)
  • barometrischer Sensor (Höhenmessung)
  • GPS-Chipsatz höchster Güte, z.B. Spitzenmodelle von Sirf, u-blox oder MTK mit gleichzeitiger Unterstützung der Satellitensysteme GPS, Glonass und Beidou
  • Antennenbuchse für externe GPS-Antenne (falls doch vorhanden, findet man mangels Standardisierung eventuell keine passende Antenne)
  • reparaturfreundliche Bauweise mit austauschbaren Komponenten (z.B. bei Displaybruch, Schalterdefekt oder USB-Buchsen-Defekt)



Vorteile eines Smartphones

  • Das Smartphone ist oft bereits vorhanden und ein GPS-Chip heute selbstverständlich eingebaut. Alternativ können GPS-Empfänger über Bluetooth angebunden werden.
  • Geringe Zusatzkosten für GPS: Zum Navigieren entstehen nur Kosten für Anwendungsprogramme und kommerzielle Karten. Oft genügen aber bereits die kostenlosen oder kostengünstigen Angebote.
  • Für Anfänger ideal geeignet, um sich mit der GPS-Navigation vertraut zu machen, bevor viel Geld für teure Spezialgeräte und kommerzielle Karten ausgegeben wird.
  • Besitzer eines Smartphones führen das Gerät ständig mit sich. Ein Smartphone ist immer zum Navigieren bereit, auch in spontanen Situationen.
  • Höhere Sicherheit im Notfall: Eigene Position kann bei Unfall genau übermittelt werden. Bei Orientierungsverlust kann die nächste Hauptstraße immer gefunden werden. Verfahren oder Verlaufen ist fast unmöglich, solange das Smartphone funktioniert.
  • Ein multifunktionales Gerät: Man muss nur ein Gerät kaufen, pflegen, bedienen und kennenlernen.
  • Viele Anwendungsprogramme lassen sich parallel installieren und z.T. gleichzeitig oder abwechselnd nutzen. Wer will, kann sich 5 und mehr Navigationsprogramme installieren, die jeweils eigenen Zwecken am besten dienen.
  • Hohe Leistung und sehr viel Speicherplatz: Die Leistung des Prozessors, die Größe des Arbeitsspeichers und die Kapazität der Speicherkarte liegen oft weit über den Werten der reinen GPS-Geräte. Üblich sind (2015) externe Speicherkarten im µSDXC-Format bis 128 GB.
  • Grosses Display mit übersichtlicher Kartenanzeige. Die Tourenplanung am Mobilgerät wird so erleichtert.
  • Keine Beschränkung bei der Zahl der Trackpunkte, der Zahl der Routen oder Länge der Tracks. Während diese Werte bei klassischen GPS-Geräten in der Vergangenheit oft willkürlich beschränkt waren oder noch sind, wird dies bei Smartphones traditionell nur durch den Speicherplatz begrenzt. Umfangreiche Tracks lassen sich ohne Reduktion laden.
  • Fast keine Beschränkung bei Karten: Abgesehen von verdongelten kommerziellen Karten (z.B. Karten der Firma Garmin), kann im Prinzip jede Art Karte verwendet werden: Vektorkarten, Rasterkarten, Online-Karten oder gescannte Papierkarten. In der Praxis sind die Möglichkeiten dennoch beschränkt, weil es keine Navigationssoftware gibt, die alle Kartenformate liest.
  • Integration von Navigation mit Netzwerken: Tracksammlungen, Online-Karten, Positionsabgleich per SMS oder Mail, Adressen und Kontakte, soziale Netzwerke u.a. Daten lassen sich direkt bei der Navigation einbinden und verwenden. (Vorsicht: Kosten für Datenverkehr beachten!)
  • Nützliche Zusatzfunktionen für Reisende: Notizbuch, Datenbank, E-Book lesen, Musik hören, PDF-Dokumente lesen, Sprachnotizen, Bildnotizen (Kamera), Währungsrechner, Adressbuch, Tabellenkalkulation, Textverarbeitung, Spiele, TV und Video sehen - fast alles ist möglich.
  • breites Zubehörsortiment, u.a. externe Tastaturen, Anschluss an grosse Bildschirme, Outdoor-Gehäuse, Akkus, Radsensor
  • Datensynchronisierung mit dem heimatlichen PC oder dem Internet-Datenspeicher, auch von aufgezeichneten GPS-Tracks
  • viele Hersteller und Vertreiber - große Produktvielfalt und Konkurrenzdruck.
  • offene bzw. teilweise offene Systeme statt geschlossener Einheit aus Hard- und Software: offen für alternative Anbieter, Shareware und OpenSource-Programme.
  • Bei geänderten Ansprüchen oder Nichtgefallen der Software kann die Hardware bleiben. Lediglich ein neues Navigationsprogramm ist zu installieren.
  • Bei geeigneter Auswahl von Hard- und Software kann man sich die Mitnahme eines Notebooks, Netbooks oder Tablet sowie eines weiteren GPS-Gerätes sparen. Um das Notebook auf Radreisen zu ersetzen, sollte am Smartphone eine gute Bluetooth-Tastatur angekoppelt werden.



Nachteile eines Smartphones

Nachteile und Beschränkungen gelten nicht für alle Smartphone-Modelle gleich. Individuelle Geräteeigenschaften sind unbedingt zu berücksichtigen.


Häufige, negative Eigenschaften von Smartphones sind:

  • hoher Energiebedarf, oft - aber nicht immer - bei Geräten mit großem und hochauflösendem Display oder sehr schnellem Prozessor. Der Energiebedarf schwankt von Gerät zu Gerät stark (Testberichte mit Messwerten vergleichen).
  • relativ kurze Akkulaufzeit, speziell beim Navigieren (GPS und Displaybeleuchtung benötigen viel Energie)
  • geringe Akkukapazität durch kleine Baugröße der Akkus
  • Akku in Sonderbauform (bei jedem Modell ein anderer Akku!). Standard-Akkus oder Batterien sind leider nicht verwendbar
  • Lithium-Akku ist hitzeempfindlich (Laden nur bis 45°C Akkutemperatur, Lebensdauerverkürzung ab 50°C Akkutemperatur). Diese Temperaturen werden bereits im normalen Gebrauch an heißen Sommertagen oder bei direkter Sonneneinstrahlung erreicht.
  • Lithium-Akku ist nur begrenzt kältefest (abhängig vom Typ, Handbuch beachten)
  • Display untauglich für helles Tageslicht, da die Touchscreens kaum Reflektionen ausnutzen und nur mit Hintergrundbeleuchtung (LCD) bzw. selbstleuchtend (OLED) funktionieren
  • gegen Nässe, Vibration und Stoß sind Smartphones meist nicht explizit geschützt. Garantierter Schutzgrad, z.B. IP65, nur bei wenigen Modellen.
  • je nach Anwendung und Betriebssystem entstehen Zusatzkosten für Datenverkehr (Kostenfalle im Ausland, Datenverbindungen in den Geräteeinstellungen abschalten)
  • Anfälligkeit für Schadsoftware, insbesondere bei den aktuellen Systemen
  • aktuelle Betriebssysteme verhindern oder beschränken die freie Installation von Software
  • aktuelle Betriebssysteme verhindern oder erschweren es, Grundfunktionen nach Wunsch anzupassen
  • aktuelle Betriebssysteme und Anwendungen verwenden häufig Online-Datenverbindungen. Radreisende benötigen aber eine vollständige Offline-Funktion, zumindest im Ausland.
  • aktuelle Betriebssysteme und Anwendungsprogramme untergraben Datenschutz und Privatsphäre auch unbemerkt. Gegenmaßnahmen sind möglich, aber aufwendig (u.a. Gerät rooten und alternatives Betriebsystem installieren, Anwendungsprogramme einschränken)
  • kommerzielle Garmin-Karten sind nicht verwendbar
  • kommerzielle Karten anderer, geschlossener GPS-Geräte sind selten verwendbar
  • umfangreiche Funktionen und Möglichkeiten ergeben eine lange Einarbeitungszeit
  • kurze Produktionszyklen ohne ausgereifte Technik
  • geplante Obsoleszenz, d.h. gewollt kurze Produktlebensdauer und schneller Neukauf ziehen hohe Folgekosten und Umweltbelastung nach sich
  • Falls Karten- und Softwarelizenzen mit der Geräte-ID verdongelt sind: Hohe Kosten bei Gerätewechsel für neue Lizenzen.
  • Im Chipsatz integrierte, preisgünstige GPS-Empfänger haben oft eine geringere Empfindlichkeit als die besten GPS-Chipsätze. Bei guten Smartphones ist die GPS-Leistung nicht schlechter, als bei Outdoor-GPS-Geräten.
  • Die nur mit technischen Kompromissen integrierbare GPS-Antenne erschwert und verlängert den GPS-Fix unter ungünstigen Empfangsbedingungen, insbesondere bei Smartphones mit Metallgehäuse. Um das begrenzt auszugleichen, werden Satellitendaten übers Internet geladen (A-GPS, Datenverkehr).
  • diebstahlgefährdeter Gegenstand
  • extrem schlechte Umweltbilanz: geringe Produktlebensdauer, hoher Aufwand an Energie und Rohstoffen bei der Fertigung, kaum recyclingfähig. Schlechte und unsoziale Arbeitsbedingungen bei den Produzenten der Rohstoffe und der Hardware
  • Ein Smartphone kostet Zeit und Geld. Ablenkung vom Reiseerlebnis.
  • unübersichtliche Produktvielfalt verleitet zu Fehlkäufen. Es gibt keine langlebigen, erprobten und uneingeschränkt empfehlenswerten Produktklassiker.
  • Die aktuellen Entwicklungstendenzen (mehr und mehr Leistung, 4-Kern-Prozessor, immer größere Displays, extreme Displayauflösung) widersprechen den Anforderungen der Navigation auf Radreisen (ausreichende Leistung, extrem niedriger Energiebedarf, robuste und langlebige Bauweise).



Praktische Hinweise zum Gebrauch von Smartphones auf Radtouren

Energieversorgung

Der interne Akku eines Smartphones reicht oft nur für einige Stunden Navigationsbetrieb. Genaue Werte lassen sich nicht nennen, und hängen vom jeweiligen Gerät, der Software und dem Bedienerverhalten ab. Grob lässt sich an technischen Merkmalen der Energiebedarf abschätzen: Je größer das Display, je höher die Displayauflösung und je leistungsfähiger die CPU, desto höher der Energiebedarf. Ältere Standard-PDA mit 200 MHz-CPU und Display in QVGA-Auflösung (320x240 Pixel) erreichen mit Dauerbeleuchtung durchaus 6-8 Stunden Laufzeit. Smartphones mit kleinem Akku erreichen vielleicht nur 4 Stunden, aktuelle Spitzengeräte mit 3000 mAh-Akkugröße und energiesparender Technik laufen einige Stunden länger. Aus diesem Grund, muss der Akku laufend bzw. täglich geladen werden. Diese Möglichkeiten gibt es:

  • Zweit- und ggf. Drittakku mitnehmen und bei Bedarf wechseln. Die laufende Trackaufzeichnung wird allerdings unterbrochen und bei einigen Programmen nur mit einem neuen Track gestartet.
  • Smartphones mit wechselbarem Akku sind von Vorteil. Weil Lithium-Akkus Verschleißteile sind (ca. 1,5-3 Jahre Lebensdauer) und ohne Vorwarnung ausfallen, eignen sich Smartphones und GPS-Geräte mit fest eingebautem Akku nicht für Radreisen.
  • größeren Akku mit höherem Gehäuse-Rückdeckel einbauen. Gewöhnlich haben diese Akkus die 1,5 bis 2fache Kapazität. Das Smartphone wird dadurch unhandlicher. Wenn diese Akkus und Gehäusedeckel von Drittanbietern stammen, ist die Passgenauigkeit manchmal nicht optimal.
  • externen Zusatzakku anschließen (Marketingbegriff "Powerbank")
  • Dynamo-Ladegerät verwenden. Bei Smartphones, die den Start-Stopp-Wechsel beanstanden, muss ein Pufferakku zwischengeschaltet werden. Allerdings genügt die Ladeleistung vieler Dynamoladegeräte im laufenden Smartphone-GPS-Betrieb nur, den Füllstand des Akkus nicht absinken zu lassen. Bei langsamer Fahrt oder häufigen Pausen, werden die Akkus trotzdem geleert. Auf langen, pausenarmen Strecken mit Tempo 15 km/h und mehr, wird ein Dynamolader ausreichen. Leistungsstarke Dynamolader, wie der Forumslader, wären für ein Smartphone am besten geeignet.
  • gutes (und teures) Solarladegerät verwenden, um Zusatzakku zu laden
  • Netzteil mitnehmen und bei jeder Gelegenheit nachladen

Gleichzeitig sind alle Möglichkeiten zu nutzen, den Energiebedarf zu vermindern:

  • GPS in Pausen abschalten. Gute GPS-Programme erlauben es, die Trackaufzeichnung pausieren zu lassen und schalten den GPS-Chip dabei ab.
  • WLAN unbedingt ausschalten
  • Bluetooth nur einschalten, wenn nötig (beispielsweise für Headset), Bluetooth-Radsensor auf Radreisen vermeiden
  • Mobilfunk (GSM) in abgelegenen Gegenden abschalten, damit die Netzsuche unterbleibt
  • Zahl der im Hintergrund laufenden Programme reduzieren, unnötige Software deinstallieren
  • Displaybeleuchtung nur kurz nutzen. Dauerbeleuchtung vermeiden. Abschalten der Displaybeleuchtung über Betriebssystem-Einstellung (30 s oder 1 min empfohlen). Anschalten über nachträglich installiertes Zusatzprogramm und Handbewegung über dem Näherungssensor oder Tippen auf das Display
  • Automatische Helligkeitsregelung aktivieren. Diese liefert oft den besten Kompromiss aus Energieeinsparung und Lesbarkeit.
  • Eventuell Displayhelligkeit manuell vermindern. Allerdings werden bei hellem Tageslicht auch 100 % Displayhelligkeit nur bei wenigen Geräten ausreichen.
  • Alle nicht benötigten Programme schließen.
  • grafische Bedienoberfläche reduzieren, soweit dies möglich ist (z.B. unter Windows Mobile 6.x das HTC-Sense deaktivieren; unter Android diverse Einstellungen nutzen, z.B. dunkles, einfarbiges Hintergrundbild)
  • Wenn möglich, über Tuning-Tools das Smartphone auf energiesparende Einstellungen setzen, nicht auf maximale Leistung (z.B. mit SK-Tools unter Windows Mobile; unter Android funktioniert die ab Werk gelieferte Software oft am sparsamsten; keine Vorab-Versionen neuer Betriebssystemvarianten installieren)
  • GPS am Smartphone nicht im Dauerbetrieb verwenden, sondern nur einschalten, wenn dies zur Orientierung nötig erscheint (z.B. direkt an einem unklaren Straßenkreuzung).
  • Verwende zur Dauer-Navigation ein Zweitgerät. Das kann auch ein preisgünstiges Gebrauchtgerät einer älteren Gerätegeneration sein, da diese oft weniger Energie benötigen. Der GPS-Empfang aller Smartphones ab ca. 2006 genügt vollauf und hat sich seitdem nicht verbessert. Auf den zusätzlichen Empfang von GLONASS-Signalen (siehe aktuelle Oberklasse-Smartphones) kann man verzichten.

Welche der Möglichkeiten individuell am besten passt, muss jeder selbst herausfinden. Die Zahl der Kombinationen aus Hard- und Software ist unendlich. Das Nutzerverhalten spielt eine große Rolle. Pauschal lässt sich lediglich sagen:

  • Für Tagestouren ist die Energieversorgung eines Smartphones im Dauergebrauch unproblematisch lösbar.
  • Mehrtägige oder mehrwöchige Reisen in Mittel-, Nord- und Osteuropa sind problemlos machbar, wenn eine vernünftige Lösung gewählt wird und die Kosten für Zubehör keine Rolle spielen.
  • Für Fernreisen und Reisen mit sehr hohen Temperaturen (ca. ab 30°C im Schatten) oder sehr niedrigen Temperaturen (Winterbetrieb, Temperaturen unter 0°C) sind Smartphones als Dauer-Navigationsgerät meist ungeeignet.



Zulässige Betriebstemperaturen

Die zulässigen Temperaturgrenzwerte für Lagerung und Betrieb eines Smartphones sollte man kennen und einhalten. Die Werte müssten in der Bedienungsanleitung stehen, werden aber bei Smartphones gerne verschwiegen. Problematisch ist für den Outdoor-Gebrauch, dass alle Smartphones mit Lithium-Ionen oder Lithium-Polymer-Akkus ausgestattet sind. Diese Akkus haben technisch bedingt eine beschränkte Lebensdauer von ca. 1,5-3 Jahren (mit Abweichungen im Einzelfall), nur eine beschränkte Ladezyklenzahl und sind empfindlich gegen tiefes Entladen (unter 10 %) und ständiges Voll-Laden (auf 100 %). Besonders übel nehmen diese Akkus Wärme:

Ab 45°C Akkutemperatur stoppt die Elektronik den Ladevorgang. Ab 50°C Akkutemperatur sollte man mit stark verminderter Akkulebensdauer rechnen. Und ab 60°C Akkutemperatur wird es brandgefährlich.

Zum Vergleich: Ein klassisches Outdoor-GPS-Gerät wie das Garmin eTrex 30 darf ganz offiziell zwischen -20°C und +70°C Umgebungstemperatur verwendet werden. Aber auch hier wird auf die niedrigeren Temperaturgrenzen bestimmter Batterie- und Akkutypen verwiesen. Bei diesen Outdoor-Geräten hat man die Wahl, Standard-Batterien oder NiMh-Akkus einzusetzen. Bei Smartphones leider nicht. Wenn Temperaturangaben gemacht werden, so beträgt die maximale Umgebungstemperatur 40°C. In der Praxis sieht es schlechter aus: Die Akkutemperatur liegt erfahrungsgemäß 10 bis 20°C über der Umgebungstemperatur, weil sich die Smartphones im Gebrauch selbst erwärmen. Insbesondere GPS-Chip und Ladevorgang sorgen für Wärme, die mangels Kühlkörper im engen Gehäuse den Lithiumakku erwärmt. Bei Temperaturen über 30°C oder direkter Sonneneinstrahlung auf das Gerät wird ohne Mühe die Lade-Stopp-Temperatur von 45°C erreicht. Unter hochsommerlichen Temperaturen sind auch mehr als 50°C möglich. Outdoor-Gehäuse und Foliebeutel verschärfen das Problem zusätzlich. Einige Smartphones melden Übertemperatur am Akku durch nicht dokumentierte Signale, z.B. blinkt die Lade-LED ab 45°C orange und ab 50°C rot. Wenn das Gerät mit solchen Temperaturen betrieben wird, ist mit frühzeitigem Akkutod zu rechen. Lithium-Akkus stellen den Betrieb ohne Vorwarnung oft plötzlich ein. Dann nützt auch kein Dynamolader oder Zusatzakku, weil der defekte interne Akku keinen Strom passieren lässt.

Zur Kältefestigkeit schwanken die Herstellerangaben. Manche Outdoor-Smartphones mit Lithium-Ionen-Akku sind bis -20°C zu betreiben. Smartphones mit Lithium-Polymer-Akku sollten nicht bei Frost betrieben werden. Wegen der Eigenerwärmung des Gerätes im laufenden Betrieb und mit einem Schutzgehäuse gibt es hier eine geringe Toleranz nach unten. Im Zweifelsfall gilt: Unter Null gehört das Smartphone an einen wärmeren Platz.

Aus diesen Gründen wird empfohlen:

  • Nimm immer einen geladenen Reserveakku mit. (Akkukauf auf Vorrat ist wegen der Alterung allerdings sinnlos).
  • Schütze das Gerät vor Erwärmung und direkter Sonneneinstrahlung (z.B. Gerät abdecken, Kartentasche darüber klappen, Gerät in die Lenkertasche legen, Ladekabel entfernen, notfalls Gerät abschalten).
  • Verwende zur Navigation am Rad kein Gerät mit fest eingebautem Lithium-Akku, da hier bei Akkudefekt kein Akkutausch möglich ist.
  • Prüfe das Temperaturverhalten unter Deinen Praxisbedingungen nach Möglichkeit mit einem Anwendungsprogramm zur Akkuüberwachung (unter Windows Mobile z.B. Batlog; Android siehe Betriebssystem und diverse Apps).
  • Lagerung im geschlossenen Zelt oder PKW bei Sonnenschein sollte vermieden werden.
  • Wenn unter Deinen Reisebedingungen keine befriedigende Lösung möglich ist, dann lass´ das teure Smartphone zu Hause. Verwende ein klassisches GPS-Gerät, investiere in einen teuren Profi-Outdoor-PDA mit garantierter Robustheit oder verwende ein älteres Gebrauchtgerät (volle Funktion aber geringer Verlust bei Defekt)



Nässeschutz und Befestigung

Nur wenige Smartphones sind gegen Regen geschützt, noch weniger verfügen über einen garantierten Schutzgrad (z.B. IP 65) und sind dann sehr teuer. Vernachlässigen sollte man diesen Punkt nicht, weil bereits wenige Tropfen Wasser oder Schweiß in das Gehäuse eindringen und zum Totalausfall führen können. Technisch ist ein Nässe- und Staubschutz problemlos machbar. Jedes Smartphone lässt sich inzwischen völlig wasserdicht einpacken. Der Handel bietet eine breite Palette von Möglichkeiten: Schutzgehäuse, Foliebeutel und halboffene Folieüberzüge.

Bei der Auswahl ist zu beachten:

  • Das Smartphone muss geometrisch zum Zubehörteil passen. Folietaschen nicht zu knapp wählen, damit das Einlegen und Entnehmen noch möglich ist. Berücksichtigen, ob weiteres Zubehör mit in ein Schutzgehäuse passen soll (Stecker des Ladekabels und Kabel, Zusatzakku, Dynamolader...). Ausprobieren geht vor Ausmessen. Wegen der gerundeten Formen von Smartphones genügt eine Kalkulation von Länge, Breite und Bauhöhe oft nicht.
  • Outdoorgehäuse verbessern auch den Schutzgrad wassergeschützter Smartphones (Stoßschutz, Abriebschutz, doppelter Nässeschutz)
  • Alle nötigen Bedienelemente müssen noch erreichbar sein. Wenn seitliche Tasten bedient werden müssen, kommt eine geschlossene Box mit Sichtdeckel nicht in Frage. Die Funktion des Hauptschalters kann jedoch auch durch Zusatzprogramme ersetzt werden.
  • Transparente Folien schränken die Sicht auf das Display etwas ein und reflektieren. Das Smartphone muss optimal auszurichten sein (Schrägsicht). Die flach liegende Position auf der Lenkertasche ist nicht zu gebrauchen und sorgt außerdem für Hitzestau.
  • Transparente Folien verschmutzen und müssen regelmäßig gereinigt werden. Foliebeutel lassen sich innen schlecht reinigen, zweiteilige Gehäuse dagegen sehr gut.
  • Transparente Folien werden im Gebrauch allmählich undurchsichtig, u.a. durch feine Kratzer von Handschuhen. Ersatzteilkosten und -verfügbarkeit beachten.
  • Wer die Smartphone-Kamera zum Fotografieren verwenden will, kann nur selten ein Schutzgehäuse mit Lenkerhalterung nutzen.
  • gerätespezifische Zusatzgehäuse erhalten meist die volle Funktionalität, d.h. alle Schalter und Buchsen sind bedienbar. Diese werden nur für wenige Smartphones der gerade aktuellen Oberklasse hergestellt. Universalgehäuse verlangen dagegen stets Kompromissbereitschaft beim Bediener.

Die Befestigung am Rad ist ebenfalls technisch gelöst. Zu jedem Smartphone-Modell gibt es eine typgenaue Halteschale und eine Lenkerhalterung, genannt Rohrbefestigung (z.B. von den Firmen Herbert Richter und Brodit). Schutzgehäuse lassen sich mit den bekannten Halterungen von Klickfix oder Cateye an Lenker oder Vorbau sicher, aber lösbar befestigen. Universal-Klemmhalterungen liefern u.a. Busch & Müller und Touratech. Die passgenauen Halteschalen aus dem KfZ-Bereich haben den Vorteil einer mechanisch exakt passenden Halterung des Smartphones. Bei Modellwechsel muss natürlich die Halteschale ebenfalls neu gekauft werden. Verwendet man eine typenbezogene Halteschale, hat man oft die Wahl zwischen einem sogenannten Passivhalter oder Aktivhalter. Der Aktivhalter besitzt eine integrierte Ladebuchse mit Kabel. Dadurch ist es ausgeschlossen, dass die Ladebuchse des Smartphones fehlbelastet und beschädigt wird. Beim Passivhalter kann ein beliebiges Ladekabel verwendet werden, aber der Stecker ist nicht gesichert und sollte unbedingt vor Biegekräften geschützt werden. Der Nässeschutz eines Smartphones im KfZ-Halter kann mit einem Folieüberzug gewährleistet werden (z.B. Naviproof von Kuhnelektronik).

Bliebe noch die mechanische Robustheit eines Smartphones: Das Thema ist umstritten und von individuellen Erfahrungen oder Vorurteilen geprägt. Normwerte existieren nur bei den teuren Profigeräten (z.B. zertifiziert nach MIL-STD-810G). Sicher ist, normale Smartphones halten eine ganze Menge aus, sind aber nicht unzerstörbar. Herunterfallen sollten sie nicht ohne Schutzgehäuse. Besitzer einer guten Federgabel oder breiter Reifen müssen sich auf gewöhnlichen Radtouren kaum Sorgen machen. Anders sieht es bei Touren mit Starrgabel, Schmalreifen mit hohem Druck, auf dauerhaft schlechten Straßen oder MTB-Pisten aus. Bekannte und häufig genannte Ausfallerscheinungen eines Smartphones sind: Akkudefekte, Displaybruch, Bruch der Gehäuseschale, Wackelkontakt der Mini-/Micro-USB-Buchse, Ausfall des Vibrationsmotors. Ausfälle der Elektronik und des Mainboards selbst werden selten genannt. Reparaturen sind meist wirtschaftlich unsinnig und in Eigenleistung nur schwer auszuführen. Einige Ersatzteile (Gehäuse, Displays) sind allerdings auch Privatkunden zugänglich.

Nochmals der Rat: Im Zweifel lieber ein altes, billiges Gebrauchtgerät oder ein Outdoor-GPS-Gerät verwenden, als das teure Smartphone auf der Piste zu zerstören.



Display

Das Display unterscheidet ein Smartphone vom klassischen GPS-Gerät am stärksten. Allerdings nähern sich manche GPS-Geräte in Displaygröße und -auflösung inzwischen einem Smartphone - auch im Energiebedarf und der Akkulaufzeit.

Ein klassisches Outdoor-GPS optimiert minimalen Energiebedarf des Displays und maximale Erkennbarkeit bei Sonnenlicht. Erreicht wird es durch kleine Displays (6,6 cm Diagonale) mit geringer Auflösung (160x240 Pixel) und durch den Verzicht auf die Touchfunktion (dadurch handschuhtaugliche Tastenbedienung). Es zieht aber Einschränkungen im Bedienkonzept nach sich, weil die Zahl der Tastenbelegungen begrenzt ist. Displays ohne Touchfunktion lassen sich als transflektives oder reflektives Display gestalten, d.h. der Hintergrund des Displays reflektiert das Sonnenlicht. Scheint die Sonne heller, bleibt das Display trotzdem ablesbar. Sparsame Hintergrundbeleuchtung wird nur bei bedecktem Himmel und im Dunkeln benötigt.

Ganz anders beim Smartphone: Ein Touchscreen ist Pflicht, möglichst groß und mit vielen Bildpunkten. Das kostet viel Akku- und Prozessorleistung. Ein Touchscreen-Hintergrund kann Sonnenlicht nicht oder nur zum kleinen Teil reflektieren. Darum wird eine verschwenderische Displaybeleuchtung notwendig, die trotzdem nie hell genug sein kann, um helles Sonnenlicht zu überstrahlen. Grundsätzlich bessere Displaytechnik gibt es trotz aller Werbeversprechen leider nicht. Selbst die modernen OLED-Displays haben trotz theoretischer Energieeinsparung nicht zu wirklich längeren Akkulaufzeiten geführt.

Will man ein Smartphone dennoch im Outdoorbereich einsetzen, kommt es auf einen guten Kompromiss an:

  • Lieber kleinere Displays. 7,1 cm (2,8") Displaydiagonale sind für die Arbeit mit Rasterkarten bereits gut geeignet. 9,6 cm (3,8") genügen vollauf. Schlanke 5"-Geräte sind noch am Lenker montierbar und gut zu nutzen. Darüber überwiegen die Nachteile.
  • Lieber weniger Bildpunkte: jahrelang genügte die QVGA-Auflösung (320x240 Pixel) auch für Rasterkarten. Ein guter Kompromiss wäre HVGA (320x480 Pixel). Diese Auflösung wird bei einigen professionellen Outdoor-PDA verwendet. Oberhalb von VGA (640x480 Pixel) wird es unsinnig, weil auch die Pixeldichte sinnlos steigt.
  • Lieber eine geringere Pixeldichte. Oberhalb von ca. 150 ppi Pixeldichte sind Rasterkarten in üblicher Auflösung auf dem Display nicht mehr genau erkennbar. 240 ppi machen den Augen große Mühe. Aktuelle Smartphone-Displays mit einer Pixeldichte von 326 ppi taugen für Fotos, aber nicht für Landkarten. Entweder wird eine Lupe benötigt oder die Landkarte muss per Software digital vergrößert werden. Dadurch fällt die Darstellung unschärfer aus und jedes überflüssige Displaypixel kostet Energie. Für die Darstellung von Vektorkarten wird eine hohe Pixeldichte ebenfalls nicht benötigt.
  • Lieber ein "veraltetes" Display nach dem resisitiven Prinzip. Das lässt sich mit einem beliebigen Zeigestift oder Ersatzstift (Brillenbügel, Kugelschreiber ohne Miene) ganz exakt bedienen (Touren zeichnen), funktioniert auch mit Handschuhen und lässt sich von Regentropfen nicht irritieren. Leider werden momentan meistens kapazitive Displays eingebaut. Damit sind die sogenannten "Mehrfingergesten" möglich, man handelt sich aber Nachteile ein: Handschuhbedienung schwierig. Nur Spezial-Zeigestifte mit meist großer und ungenauer Zeigefläche sind verwendbar. Regen stört das Display und wird als "Touch" interpretiert. Ausnahmen: Manche Geräte lassen sich von Regen nicht irritieren und bleiben trotzdem bedienbar. Die Empfindlichkeit des Displays lässt sich bei manchen Geräten erhöhen ("Handschuhmodus"), was bei trockenem Wetter beliebige Zeigestifte in Funktion bringt, bei Kälte die Bedienbarkeit mit dünneren Handschuhen gestattet. Bei Regen muss die erhöhte Empfindlichkeit abgeschaltet werden.

Wer die Daten aktueller Smartphones vergleicht, findet das Gegenteil: immer größere Displays, immer höhere Pixeldichten, fast nur noch kapazitive Displays - bei gleichbleibend kurzen Akkulaufzeiten. Man kann auch diese Geräte zur Navigation verwenden, muss dann aber mit Einschränkungen leben. Alternativen? Preisgünstige Gebrauchtgerät mit neuem Akku sind oft besser geeignet (bis ca. 2008/2009 war noch der resisitve Touchscreen verbreitet). Auch sehr billige No-Name-Modelle sind eventuell die bessere Wahl, als ein teures Prestigeprodukt mit Riesendisplay und kapazitivem Touchscreen. Am anderen Ende der Preisskala finden sich die outdoortauglichen Profigeräte mit nur wenigen Kompromissen. Einige wenige Outdoor-Smartphones im mittleren Preisbereich verwenden Displays mit optimaler Auflösung und sind auch in anderen Punkten besser für Radreisen geeignet - siehe Hersteller-Links ganz unten. Der genaue Vergleich von Datenblättern wird empfohlen.

Ob ein Display für die Radnavigation geeignet ist, lässt sich leider nur ausprobieren. Am besten im direkten Vergleich mehrerer Smartphones bei größter Displayhelligkeit im hellen Tageslicht und mit Anzeige einer Karte. Eine Begutachtung im Elektronikmarkt genügt nicht. Datenblätter und Tests nennen eventuell die Displayhelligkeit in cd/m². Der Wert dient der Vorinformation, genügt aber allein nicht, weil auch Entspiegelung, Pixeldichte, Farbwiedergabe und Helligkeitssteuerung die Erkennbarkeit von Karten beeinflussen. Zu beachten: die höchste Leuchtdichte weicht bei manueller und automatischer Einstellung oft ab. Manchmal lässt sich manuell ein höherer Wert erreichen. In anderen Fällen übertrifft die automatische Regelung die manuell einstellbare Helligkeit.

Wer Schwierigkeiten hat, Landkarten bei zu hoher Pixeldichte auf dem Display zu erkennen, kann außer dem Digitalzoom eine Folienlupe als Sehhilfe verwenden. Diese gibt es mit ca. 3facher Vergrößerung in verschiedenen Formaten zu geringen Kosten im Handel, u.a. beim Optiker. Zu finden unter den Suchbegriffen: Folienlupe, Blattlupe, Fresnell-Lupe, Flachlupe, Zeiss VisuCard oder Kartenlupe. Größere Formate (DIN A5) oder Breitformate erlauben, das Smartphonedisplay mit beiden Augen zu sehen. Damit entsteht der Eindruck eines großen Displays - vorteilhaft bei der Vorplanung von Tracks.



Routenplanung und Trackaufzeichnung

Im Prinzip gibt es keine Unterschiede zu anderen GPS-Geräten bei der Planung und Aufzeichnung von Tracks oder Routen, da hier die Anwendungsprogramme bestimmen, was möglich oder unmöglich ist. Im Detail zeigen Smartphones doch Unterschiede:

  • Die Anzahl der Trackpunkte und die Zahl der Routen ist meist nicht künstlich beschränkt und nur durch die Speicherkarte begrenzt. Man muss sich keine Gedanken um dieses "Problem" machen, kann beliebig lange Tracks ohne Kürzen oder Aufteilen importieren und beliebig viele Tracks abspeichern. Wer will kann auch längere Touren im Sekundentakt aufzeichnen.
  • Das grosse Display erleichtert die Planung am Mobilgerät. Tagesetappen können am Vorabend ohne Probleme und relativ schnell am Smartphone vorgezeichnet werden (falls die GPS-Software diese Funktion besitzt).
  • Auto-Routing ist in der Smartphone-Welt wörtlich zu verstehen: Automatisches Routen funktioniert für Autos, weil es genügend gute (und kostenpflichtige) Programme und Karten gibt. Dagegen stehen radroutingfähige Vektorkarten nur in begrenzter Auswahl zur Verfügung. Kommerzielle Garmin-Karten funktionieren nicht auf dem Smartphone.
  • Die Domäne der Smartphones ist (neben der KfZ-Navigation) traditionell die Arbeit mit Rasterkarten.
  • Enttäuscht eine Navigationssoftware, kann man ohne Smartphone-Neukauf einfach eine andere Anwendung ausprobieren.
  • Beliebige GPS-Programme lassen sich installieren und abwechselnd (oder auch gleichzeitig) nutzen. Da jede GPS-Software eigene Stärken und Schwächen aufweist, lässt sich mit der passenden Kombination fast jeder Navigationswunsch erfüllen.
  • Manche GPS-Programme sind mit typischen Smartphone-Funktionen verknüpft (Kosten für Datenverkehr beachten), z.B. Austausch von Positionen per e-Mail oder SMS, Adressbuch als GPS-Ziel verfügbar, Foto mit GPS-Position, Direktverbindung zu Tourenportalen, Download von Online-Karten.



GPS-Empfang und Chipsatz

Häufig ist zu lesen, Smartphones hätten generell einen schlechteren GPS-Empfang oder gar untaugliche GPS-Chipsätze. Allein ein klassisches GPS-Gerät mit einem sogenannten Sirf-Chipsatz sei zu empfehlen. Richtig daran ist, dass die SiRF-Chipsätze vor einigen Jahren für kurze Zeit einen technischen Vorsprung hatten: Weil stets nur ein Teil der GPS-Satelliten am Himmel sichtbar ist, bleiben Empfangskanäle des Empfängers frei. Diese freien Kanäle wurden nun genutzt, das Signal der sichtbaren Satelliten mehrfach zu empfangen und auszuwerten, was die Genauigkeit unter ungünstigen Bedingungen stark verbessert. Diese Technik kommt seit Jahren bei allen GPS-Chips zum Einsatz, auch in Smartphones.

In den meisten Smartphones werden preisgünstige GPS-Lösungen integriert, z.B. ein kompletter Smartphone-Chipsatz von Qualcomm, der auch einen GPS-Chip enthält. Die Leistungen dieses GPS-Chips sind für Radtouren völlig ausreichend. Wird das Smartphone mit einem anderen GPS-Chipsatz beworben, z.B. der Marke Sirf, u-blox oder MTK, dann wird damit auf einen besonders hochwertigen Chipsatz hingewiesen. Laut Datenblatt weisen derartige Chipsätze die höchste Empfindlichkeit auf und zeigen im direkten Vergleich eine etwas genauere Trackaufzeichnung. Allerdings kann kein Chipsatz die technischen Grenzen des GPS-Systems überwinden. Bei ungünstigem Satellitenstand und schlechter Sicht, z.B. in engen Felsschluchten, kommt es zu groben Abweichungen oder gar Positionsverlust.

Viel wichtiger als der GPS-Chipsatz, ist die GPS-Antenne. Hier muss jedes Smartphone einen technischen Kompromiss eingehen. Wegen des begrenzten Einbauraumes und der Konflikte mit anderen Baugruppen, können keine wirklich guten GPS-Antennen eingebaut werden. Auf Anschlüsse für eine externe GPS-Antenne wird meist auch verzichtet (Ausnahmen z.B. XDA orbit 1 und HTC X7500/MDA Ameo mit Sirf-Chipsatz und Antennenbuchse). Im laufenden GPS-Betrieb reicht die Smartphone-GPS-Antenne normalerweise aus und kann z.B. im fahrenden PKW, im Wald, in Schluchten und bei bedecktem Himmel einwandfreie Signale empfangen. Einschränkungen bestehen aber beim Feststellen der ersten GPS-Position, dem sogenannten Satelliten-Fix: Die Bahndaten der Satelliten und deren Position müssen dem GPS-Gerät übertragen werden. Diese Daten veralten nach rund 4 Stunden. Wer längere Zeit sein GPS nicht verwendet hat, muss abwarten, bis alle Bahndaten komplett heruntergeladen wurden. Die Übertragung dauert maximal 12,5 min und gelingt nur bei lückenlosem und einwandfreiem Empfang. Wird das Smartphone in dieser Zeit bewegt oder verliert es die Satellitensicht, beginnt die Datenübertragung erneut. Schlimmstenfalls benötigt ein Gerät mehr als 30 min, bis es endlich eine erste Position berechnen kann. Obwohl alle GPS-Geräte nach diesem Prinzip arbeiten, sind Smartphones wegen der schlechteren Antenne häufiger von Problemen beim Satelliten-Fix betroffen. Ist die erste Position berechnet, erfolgt der weitere GPS-Betrieb meist problemlos. Das GPS-System ist fehlertolerant. Selbst, wenn nur wenige Positionen exakt empfangen werden, stimmt der aufgezeichnete Track doch gut mit der Wirklichkeit überein.

Welche Smartphones Probleme mit der Antenne haben, muss jeder Besitzer selbst testen. Folgende Methoden können einen schnelleren GPS-Fix ermöglichen:

  • Smartphone im Freien an erhöhter Stelle ablegen und nicht bewegen (nicht auf der Isomatte am Boden, sondern z.B. in die Lenkertasche)
  • GPS-Fix an Stellen mit guter Sicht zum Himmel und Horizont erledigen (Innenräume, Städte mit enger Bebauung und Schluchten sind ungünstig)
  • GPS-Fix vor Fahrtbeginn abwarten
  • Smartphone nicht anfassen, weil die Abdeckung durch die Hand den Empfang verschlechtern kann
  • Smartphone in bestimmte Richtung oder Lage drehen (ausprobieren, normalerweise sollte die flach liegende Position die richtige sein)
  • Schutzhüllen oder Taschen entfernen. Bei Geräten mit ausklappbarer Tastatur, die Tastatur ausfahren (z.B. bei HTC Touch pro 2 ein wirksames Mittel).

Um Probleme beim GPS-Fix zu vermeiden, werden Smartphones mit einem sogenannten A-GPS ("Assisted GPS") ausgerüstet, d.h. die Satellitendaten werden nicht von den GPS-Satelliten binnen 12,5 min empfangen, sondern über eine Datenverbindung per Internet von Datenservern. Der Vorgang startet manuell oder automatisch und verbirgt sich in einem Anwendungsprogramm, z.B. mit dem Namen QuickGPS. Diese Daten gelten meist für 8-14 Tage. Kürzere Intervalle erhöhen die Genauigkeit dieser Daten. Es muss für wenige Sekunden eine bezahlbare Datenverbindung bestehen. Aber auch dann kann es gelegentlich zu Problemen kommen: Server nicht erreichbar. Satellitendaten falsch und völlig falsche Positionsanzeige (mehrere hundert Kilometer Abweichung). Konflikte mit GPS-Chip, der sich nicht zwischen Bahndaten aus QuickGPS und denen der Satelliten entscheiden kann. Nach dem Download der Satellitendaten aus dem Internet kann ein Softreset des Smartphones helfen. Auf Reisen und ohne Datenverbindung ist die langsamere Methode mit dem Empfang der Daten direkt von den GPS-Satelliten die bessere. Bei gelegentlicher Nutzung dauert es auch ohne A-GPS meist nur 2-3 min bis zum GPS-Fix. Weitere Methoden, den GPS-Fix zu beschleunigen, gibt es bei professionellen GPS-Geräten. Hier können die Bahndaten im Gerät selbst für 14 Tage im Voraus berechnet werden. Ob auch Smartphones diese Technik verwenden, ist nicht bekannt. Eine Alternativmethode bei Smartphones besteht darin, den eigenen Standort relativ ungenau aus den Mobilfunkdaten zu bestimmen und anzuzeigen. Dieser Trick hat mit A-GPS nichts zu tun und beschleunigt den GPS-Fix nicht.

Vergleiche und Tests zur Dauer bis zum ersten GPS-Fix sind beliebt, aber wenig aussagekräftig. Die Werte schwanken auch bei einem Gerät zwischen wenigen Sekunden und mehreren Minuten - je nach Satellitenstand, Empfangsbedingungen und bereits vorhandenen Satellitendaten. Auch die Übereinstimmung der Trackaufzeichnung zweier Geräte lässt sich nur vergleichen, wenn beide mit optimal ausgerichteter GPS-Antenne gleichzeitig am Rad ausprobiert werden.

Seit 2012 gibt es erste GPS-Geräte die parallel die Satelliten des GPS- und des GLONASS-Systems empfangen können. Damit steigt die Zahl der auswertbaren Signale, was unter ungünstigen Bedingungen die Genauigkeit der Aufzeichnung verbessert und insbesondere bessere Höheninformationen erwarten lässt. Auch einige Smartphones haben die technischen Voraussetzungen, GLONASS parallel zu empfangen. Leider wird über diese Eigenschaft selten ausführlich informiert. Ein GLONASS-fähiger GPS-Chip allein genügt nicht - das Signal muss auch korrekt ausgewertet werden. Interessenten sollten deshalb vor dem Kauf mit einem GPS-Programm testen, welche Satelliten empfangbar sind. Eine - vermutlich unvollständige - Übersicht zu Smartphones mit GLONASS-GPS-Empfang steht bei Wikipedia. Bei sonst gleichen technischen Daten, wäre ein Smartphone mit GLONASS-GPS-Empfang klar vorzuziehen.

Wer ein Smartphone mit bestmöglichem GPS-Empfang betreiben will, kann einen externen GPS-Empfänger mit Marken-Chipsatz (GPS-Logger) über Bluetooth anbinden. Eine Energieeinsparung und Verlängerung der Akkulaufzeit des Smartphones sollte man dadurch nicht erwarten. Der GPS-Logger benötigt selbstverständlich eine eigene Energieversorgung, normalerweise durch Standard-Akkus in Bauform AA bzw. AAA oder einen Lithiumakku.



CPU-Takt und andere Leistungsmerkmale des Smartphones

Welcher CPU-Takt und welcher Prozessor sollte im Smartphone vorhanden sein? Seit 2012 werden zunehmend Smartphones mit 2- und 4-Kern-Prozessor und mehr als 1 GHz Prozessortakt beworben. Diese Leistungsmerkmale sind für die GPS-Navigation allein völlig übertrieben, kosten aber Energie. Wegen der großen Displays mit hoher Pixelzahl und der hohen Systembelastung durch das Android-Betriebssystem 4.x erscheinen derartige Leistungen vielen Kunden dennoch nötig. Weil aktuelle Smartphones so verschwenderisch mit Rechenleistung umgehen, sind die Mehrkernprozessoren größtenteils für die Grundfunktionen nötig (Grafikdarstellung, Bedienoberfläche). Zur GPS-Navigation einige Beispiele: Viele Outdoor-GPS-Geräte laufen mit kostengünstiger, sparsamer und sehr langsamer Hardware, wobei exakte Daten zu Outdoor-GPS-Geräten selten veröffentlicht werden. Bei Smartphones waren um 2006 noch diese Werte Standard: Einkern-CPU 201 MHz, Arbeitsspeicher 64 MB. Auf solchen Geräten laufen sauber programmierte Navigationsanwendungen bereits einwandfrei und ohne Verzögerung, z.B. die Autonavigation Tomtom Navigator und das Rasterkartenprogramm Navicomputer. Speicherhungrige Programme funktionieren dagegen nur unbefriedigend mit langen Wartezeiten(z.B. GPS-Tuner 5). Ab ca. 500 MHz Einkern-CPU und 280 MB Arbeitsspeicher kann man davon ausgehen, dass alle Navigationsprogramme einwandfrei und flüssig laufen können, sofern keine Softwarefehler vorhanden sind. Ausnahme: Jedes System lässt sich mit Rasterkarten an seine Grenzen bringen, z.B. im 3D-Modus, mit mehreren großen, gleichzeitig geöffneten Rasterkarten oder bei Karten-Neuberechnungen. Derartige Aufgaben erfordern einen flotten PC mit z.B. 4x3 GHz und geeignete Software.



Nützliche Zusatzfunktionen auf Radreisen

Dies ist der wichtigste Grund, ein Smartphone auf Reisen zu verwenden: Navigation ist nicht der Hauptzweck, sondern nur eine Möglichkeit.

Andere Anwendungsmöglichkeiten in unvollständiger Aufzählung:

  • Telefonieren, SMS, e-Mail (Kosten für Datenverkehr beachten)
  • Internet per WLAN oder Mobilfunk (Kosten beachten)
  • Adressbuch und Telefonverzeichnis
  • Kalender mit eigenen Terminen und landestypischen Feiertagen
  • Wecker und Kurzzeitwecker
  • PDF-Dateien mit Fahrplänen und anderen Dokumenten bereithalten, z.B. die Anleitung vom Radcomputer
  • Notizen
  • Passwortsafe (stark verschlüsselte Passwortnotizen mit einem Masterpasswort)
  • Textverarbeitung, z.B. das Reisetagebuch
  • Tabellenkalkulation, z.B. die Liste der Ausgaben, Ersatzteilliste, Ausrüstungsliste
  • Taschenrechner
  • Währungsrechner
  • Wettervorhersage (Kosten für Datenverkehr beachten)
  • Regenradar (Kosten für Datenverkehr beachten)
  • Wörterbuch und Sprachführer
  • Sprachnotizen
  • Foto- und Videonotizen
  • Display als Not-Taschenlampe nutzen
  • Pilz-, Pflanzen- und Vogelbestimmungsprogramm
  • Musik hören (UKW-Radio, MP3-Dateien)
  • Hörbücher hören
  • TV sehen oder Videos ansehen (bei WLAN-Verfügbarkeit)
  • E-Books lesen
  • Schärfentieferechner für Fotografen
  • Einfache Bildbearbeitung
  • Internetseite oder Blog pflegen (bei WLAN-Verfügbarkeit)
  • Einkaufsliste
  • Google Maps (Datenverkehr)
  • Soziale Netzwerke (Datenverkehr)
  • Spiele, z.B. Schach und Kinderspiele
  • Fahrplansoftware, z.B. Deutsche Bahn (online und offline möglich)
  • Visitenkarte per Foto digitalisieren und als Kontakt speichern
  • einfache CAD-Zeichnungen
  • Malprogramm für Kinder
  • Datensicherungen und Kopien (Digitalfotos) auf Festplatten oder Speicherkarten (nur möglich, wenn das Smartphone eine USB-Host-Funktion hat)



Betriebssysteme und ihre Besonderheiten

Android

Android ist ein offenes Betriebsystem auf Linux-Basis, das von der Firma Google entwickelt wird und erst seit Ende 2008 verfügbar ist. Neben den iPhones von Apple sind Android-Smartphones diejenigen mit der größten Verbreitung. Mangels Alternativen werden viele Outdoor-Navigationsanwendungen nur noch für Android entwickelt, befinden sich aber oft noch in einem unausgereiften Entwicklungsstadium. Es gibt mehrere robuste und wassergeschützte Android-Smartphones. Externe Speicherkarten sind verwendbar. Software kann auch aus fremden Quellen installiert werden. Gegen Android sprechen einige Kritikpunkte:

  • Android ist kein einheitliches System, sondern muss für jedes Smartphonemodell aufwendig angepasst werden.
  • Unüberschaubare Vielfalt an Smartphones mit abweichenden Android-Versionen - für einfache Anwender ohne technisches Interesse kaum zu überblicken.
  • Viele Möglichkeiten sind nur erfahrenen Anwendern zugänglich. Kein einheitliches und kein einfaches Konzept für Bedienung und Wartung.
  • Neue Smartphones werden oft mit veralteten und fehlerhaften Android-Versionen ausgeliefert. Updates sind erst spät oder gar nicht verfügbar.
  • Alternative und oft bessere Android-Versionen lassen sich nur installieren, wenn man die eingebaute Sperre abschaltet - nichts für technisch desinteressierte Smartphone-Besitzer.
  • Online-Datenverbindungen sind für viele Funktionen eine Voraussetzung.
  • Die Android-Smartphones werden über Google-Server "verwaltet". Software kann ohne Zustimmung des Anwenders von Google deinstalliert oder installiert werden.
  • Mangelnder Datenschutz, da Datensynchronisierung online erfolgt.
  • Sehr hohe Anfälligkeit für Schadsoftware, da die Plattform das Ziel der meisten Angriffe ist und Fremdsoftware nicht geprüft werden kann. Auch Anwendungen aus den offiziellen Quellen können nur teilweise geprüft werden.
  • Unbemerkter Datendiebstahl (z.B. des Adressbuches) durch Anwendungssoftware ist üblich.
  • Android ist mit seinen Java-Anwendungsprogrammen nicht ressourcenschonend, sondern läuft vorzugsweise auf sehr schnellen Prozessoren. Es gibt bisher kein Android-Smartphone mit geringem Energiebedarf im Navigationsbetrieb.

Apple iPhone

Apple war ab 1993 mit den Modellen "Newton" einer der Pioniere der Entwicklung der Taschencomputer, noch ohne Mobilfunk und GPS. Nach Abbruch aller Aktivitäten gab es erst 2007 einen Neuanfang mit den iPhone-Modellen. Diese reihen sich nahtlos in die Produktpalette von Apple ein:

  • Einheit von Hardware und Software. Es gibt keine Fremdmodelle anderer Hersteller mit diesem Betriebssystem.
  • Dadurch einfache und zuverlässige Funktion und Bedienung.
  • Display mit höherer Helligkeit eingebaut
  • Datensynchronisierung ist nicht nur online möglich, sondern über iTunes mit eigenem PC oder mit Microsoft-Exchange-Server (Voraussetzung für professionelle Anwender und Einhaltung der Datenschutzbestimmungen).
  • Zielgruppe sind design- und lifestyleorientierte Kunden, die ein höheres Preisniveau akzeptieren.

Gegen den Gebrauch als Navigationgerät auf Radtouren sprechen diese Punkte:

  • iPhones sind nicht für den Outdoor-Gebrauch gedacht. Es gibt kein einziges wassergeschütztes oder robust gebautes Modell. Schutzhüllen und Schutzgehäuse werden von Zubehörherstellern geliefert.
  • Der Akku ist generell nicht wechselbar und fest eingebaut. Akkuwechsel ist außerhalb der Garantiezeit nur in der Werkstatt oder in Eigenleistung nach diversen Anleitungen mit Fremdakkus möglich. Da die Lithiumakkus am Fahrradlenker höheren Temperaturbelastungen ausgesetzt sind, als im normalen Gebrauch, muss mit verkürzter Akkulebensdauer im Navigationsbetrieb am Rad gerechnet werden. Im Falle eines Akkuausfalls ist das Gerät nicht mehr verwendbar, auch nicht am Zusatzakku oder Netzteil.
  • Die enorm hohe Pixeldichte des Displays ist für Fotos sehr schön, für Rasterkarten nur mit Digitalzoom brauchbar und für Vektorkarten unnötig.

Windows Mobile 5 und 6

Windows Mobile 5 und 6 sind offiziell ausgelaufen. Nach dem Ende von Palm, Epoc und Symbian war Windows Mobile 6 das letzte verbliebene Mobilbetriebssystem nach einem für den Anwender offenem Prinzip. Wichtige Unterschiede:

  • freie Softwareinstallation aus beliebigen Quellen.
  • einst große Hardware- und Softwarevielfalt, da viele Hersteller aktiv waren.
  • Software ist meist sehr ressourcenschonend programmiert. Statt aufwendiger Grafik mit Animationen gibt es einfache Symbole. dadurch reagiert ein gut konfiguriertes Smartphone mit Windows Mobile trotz Einkern-CPU mit 500 MHz sehr schnell.
  • volle Offline-Funktion, d.h. Mobilfunk und Datenverkehr müssen nicht zwangsweise benutzt werden. So entfallen teure Datenverbindungen, vor allem im Ausland.
  • Datensynchronisierung mit lokalem PC oder eigenem Server möglich, d.h. Datenschutz bleibt gewährleistet.
  • Schadsoftware gibt es selten, weil zu Zeiten von Windows Mobile nur sehr kurze Onlinezeiten bezahlbar waren und wegen des geringen Verbreitungsgrades das System für die Programmierer von Schadsoftware nicht attraktiv war.
  • Betriebssystem weitgehend konfigurierbar und individuell anzupassen
  • relativ hohe Einarbeitungszeit
  • Lieferumfang im Rohzustand nicht vollständig. Ergänzung durch Zusatzprogramme ist Pflicht.
  • Weil Windows Mobile eine lange Tradition hat, gibt es dafür auch eine große Anzahl Navigationsprogramme, die z.T. schon mehr als zehn Jahre weiterentwickelt werden. Fast alle wichtigen Navigationsprogramme für Rasterkarten waren und sind ursprünglich Windows Mobile-Programme. Die abgeleiteten Versionen für Android und iPhone verfügen z.T. über weniger Funktionen und befinden sich noch im Entwicklungsstadium.

Gegen hohe Investitionen in ein Smartphone mit Windows-Mobile 6.1 oder 6.5 sprechen folgende Punkte:

  • Das Betriebssystem wird nicht mehr unterstützt. Viele Softwareentwickler haben die Arbeit eingestellt. Es gibt kaum noch Updates.
  • Software verschwindet allmählich aus dem Netz und ist nicht mehr zugänglich.
  • Zubehörteile sind nur noch in Restbeständen vorhanden. Akkus von Fremdanbietern gibt es dagegen noch ausreichend.

Windows Mobile 6 wurde von Microsoft zu Gunsten des völlig anderen Windows Phone 7 und 8 eingestellt. Da es keine Alternative für professionelle Anwender gibt und Android noch kein adäquater Ersatz ist, werden bis heute Mobilgeräte mit Windows Mobile im professionellen Bereich entwickelt und verkauft. Konsumenten erhalten - ohne es zu wissen - das sehr ähnliche Windows CE beim Kauf diverser GPS-Geräte, z.B. von Twonav, Falk-Navigation, Lowrance, Satmap, Mynav - allerdings in geschlossener Ausführung, ohne Erweiterungsmöglichkeiten. Es ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Jahren die letzten verbliebenen Windows Mobile-Anbieter zu Android umschwenken werden. Für die Arbeit mit Rasterkarten ist ein gut erhaltenes und preisgünstiges Windows Mobile-Smartphone noch immer eine gute Wahl. Gebrauchtgeräte sind in reicher Auswahl zu günstigen Preisen zu haben. Doch Vorsicht: Neben den technischen Funktionen (Display, Lade- und Datenbuchse, Gehäuse) sollte man prüfen, ob das Gerät entsperrt ist (SIM-Lock frei und frei für Installation alternativer ROMs), ob zu diesem Gerät noch ein ROM (Betriebssystem) in deutscher Sprache im Internet zu finden ist und ob es noch passende Akkus - meist von Fremdanbietern - zu kaufen gibt.


Windows Phone 7 und 8

Von Microsoft 2010 auf den Markt gebracht, um simpel zu bedienende Smartphone mit beschränkten Funktionen anzubieten, ähnlich dem Vorbild von apple. Geschlossenes Betriebssystem. Software kann nicht mehr frei aus beliebigen Quellen installiert werden. Datensynchronisierung nur noch Online. Anfangs nicht einmal eine Zwischenablage, die beim Vorgänger stets funktionierte. Keine externe Speicherkarte. Software und Zubehör nicht kompatibel zum Vorgänger Windows Mobile 5 und 6. Nach 2 Jahren wird Windows Phone 7 bereits wieder durch das Nachfolgesystem Windows Phone 8 ersetzt. Die einst fleißige und große Entwicklergemeinde hat sich nicht die Mühe gemacht, die guten GPS-Programme für das professionelle Windows Mobile, komplett neu zu entwickeln. Kurz: Ein Smartphone mit Windows Phone 7 oder 8 taugt am allerwenigsten zum Navigieren auf Radreisen:

  • keine Speicherkarten verwendbar (Windows Phone 7)
  • fast keine Navigationsprogramme vorhanden
  • keine Investitionssicherheit (Wegwerfstrategie)
  • keine Datensicherheit und Zwangssynchronisierung mit Servern im Internet. (Für professionelle Anwender mit Kundendaten nach geltenden Datenschutzbestimmungen nicht zulässig).
  • keine innovative Hardware (technisch sind es die gleichen Smartphones...)
  • ohne Online-Verbindung nicht nutzbar (z.B. Datensicherung oder Wiederherstellung nur online möglich)
  • Navigation soll über Nokia Maps mit Navteq-Karten erfolgen. Diese Kartenbasis ist zur Fahrradnavigation nur sehr beschränkt geeignet.

Sonstige

Sonstige Betriebssysteme kommen vor:

  • ausgestorbene Entwicklungszweige mit einst größerer Bedeutung, z.B. Palm OS, EPOC, Newton OS, Symbian
  • exotische Betriebssysteme, die nur für wenige Modelle verfügbar waren oder sind, z.B. Samsung Bada, einige Linux-Varianten für Smartphones, Modelle für den asiatischen Markt
  • einfache Mobiltelefone mit unbekanntem Betriebssystem - hier sind GPS-Programm höchstens als Java-Programm installierbar

Alle diese Smartphones sind zum praktischen Gebrauch auf Radreisen nicht zu empfehlen: Mangelnde Softwareunterstützung. Kaum Ersatzteile und Zubehör. Wenig Hilfe zu finden.


Empfohlene Smartphones für Radtouren

Wer ein Smartphone kauft, wird dabei selten an den späteren Gebrauch auf Radreisen denken, andere Kriterien für wichtiger halten und auf Radreisen verwenden, was gerade vorhanden ist. Dies erklärt manche Enttäuschung. Da sich die Produktauswahl ständig ändert und keines der Modelle in allen Punkten die Mitbewerber übertrifft, stehen hier nur die wichtigsten Kaufkriterien. Hat man die Wahl, dann sollte für Radreisen ein Smartphone gewählt werden, das mindestens diese Kriterien erfüllt:

  • Wechselbarer Akku (nicht fest eingebaut) mit möglichst großer Kapazität (mindestens 1500 mAh bei 3,7 V)
  • Wasserdichte Bauweise oder zusätzlich stoßfestes Gehäuse (Outdoor-Smartphone)
  • Wenn das nicht möglich ist, dann ein Smartphone wählen, das in ein Zubehör-Schutzgehäuse passt. Dabei Gerätemaße und Lage der Tasten beachten. Seitliche Bedientasten sind bei manchen Schutzgehäusen nicht zugänglich.
  • Eignung für wechselbare Speicherkarten im µSDHC Format bis 16 GB oder besser 32 GB.
  • Display bei hellem Tageslicht mit größter Displayhelligkeit prüfen und das Modell mit dem hellsten Display wählen.
  • wenn möglich, kein Modell mit kapazitivem Touchscreen wählen, sondern mit resistivem Touchscreen.
  • bei kapazitivem Touchscreen prüfen, ob die Bedienung durch die Folie einer wasserdichten Schutzhülle möglich ist. Bei wasserdichten Modellen prüfen, ob Displayberührungen mit nassen Fingern fehlerfrei erkannt werden.
  • Prüfen, ob für das gewählte Modell geeignete GPS-Software mit geeigneten Karten für die gewünschten Reiseländer zur Verfügung steht.
  • Teure Anschaffungen sollten unbedingt im Detail geprüft werden (Anzeige eines Kartenbildes im Display beurteilen, Bedienbarkeit des Touchscreens bei der Arbeit mit Karten beurteilen).
  • Bei der Kostenplanung die Mehrkosten für Zubehör nicht vergessen (Zusatzakku, Ersatzakku, Schutzhülle, Dynamoladegerät, eventuell Bluetooth-Klapptastatur und Bluetooth-Headset, Software und Digitalkarten)

Die Datenblätter der Smartphones sollten vor dem Kauf im Detail studiert werden. Es gibt Ausnahmegeräte, die bei Nässeschutz, Robustheit, Akkukapazität oder Display besser zum Gebrauch auf Radreisen passen. An welcher Stelle ein Kompromiss möglich ist, muss jeder individuell entscheiden. Die Entscheidung kann auch gegen ein neues Smartphone, für ein gutes Gebrauchtgerät oder ein monofunktionales GPS-Gerät ausfallen. Links zu Herstellern stehen am Ende dieses Artikels.

Zunehmend werden sogenannte "Outdoor-Smartphones" angeboten oder wasserdichte Smartphones mit Schutzgrad, z.B. IP67. Dies bedeutet jedoch nicht, dass solche Geräte besser für Radtouren geeignet wären. Bei heller Sonne ablesbare und stromsparende Displays in transflektiver Bauweise werden nicht eingebaut, statt dessen die Hintergrundbeleuchtung (bei wenigen Spitzen-Modellen) erhöht auf Werte bis 600 cd/m² - was im Gebrauch die Akkulaufzeit verkürzt. Auch die Bruchgefahr der Displayscheibe bleibt bei Outdoor-Smartphones eine Schwachstelle. Wassergeschützte Modelle sind nur gegen Nässe geschützt, wenn die Ladebuchse verdeckt bleibt. Ein Betrieb am Dynamoladegerät lässt sich damit nicht vereinbaren.


Empfohlene Navigationsanwendungen für Smartphones

Für Android

Bis Android-Nutzer hier Empfehlungen zu Navi-Apps eintragen, bitte die Weblinks am Ende für eigene Recherchen nutzen. Fehlende Informationen bitte ergänzen.

Im Radreise-Forum werden die Programme Oruxmaps und Locus statistisch am häufigsten genannt.

  • Locus: gibts als Gratisprogramm und als kostenpflichtige "Pro"-Version, bei der das Herunterladen von Karten dann auch kostenpflichtig ist. Kostenlose Vektorkarten können aber auch verwendet werden (benötigen sowieso weniger Speicherplatz). Das Programm ist sehr mächtig und kann auch Routing (benötigt Internetverbindung einmalig bzw. wenn die Route unterwegs geändert wird) und ist mit entsprechendem Kartenmaterial auch für den nautischen Einsatz hilfreich, es gibt Geocaching-Plugins, das Programm kann mit Googlemaps und GPSies kooperieren. Die Menüführung ist sehr komplex und noch etwas unübersichtlich, es gibt aber in kurzer Folge Updates, die oft schöne Neuerungen bringen.

Für Windows Mobile 5 und 6

  • Navicomputer: Einfach, zuverlässig, preisgünstig (Shareware). Wenige, aber sinnvolle Funktionen. Keine Planungsmöglichkeiten, nur Kartenanzeige und Aufzeichnung. Sauber programmiert. Läuft auch auf älteren und langsamen PDA mit 200 MHz-CPU.
  • GPS-Mate: Ideale Ergänzung zu Navicomputer, weil das gleiche Kartenformat nmap genutzt wird, d.h. Karten sind kompatibel. Tracks können vorgeplant werden (Linie einzeichnen). Bedienung gewöhnungsbedürftig. Zusammen mit dem PC-Programm können auch gescannte Papierkarten verwendet werden. Preisgünstig.
  • Twonav (für Smartphone) mit CompeGPS Land (für PC): Hinsichtlich des Funktionsumfangs und der Möglichkeiten eines der besten Programme. Kann mit mehreren Vektor- und Rasterkarten gleichzeitig umgehen. Überlagerung beliebiger Rasterkarten mit digitalem Höhenmodell. Relativ teuer. Kommerzielle Karten z.T. sehr teuer. Routingfähige OSM-Karten gegen geringe Gebühr verfügbar (ab TwoNav 3.0 mit OSM-Karte 14Q1). Lange Einarbeitungszeit. Nicht fehlerfrei. Hohe Anforderungen an Hardware und Arbeitsspeicher, besonders im 3D-Modus. Im Dezember 2014 hat CompeGPS die Unterstützung für Windows Mobile ohne Ankündigung beendet. Letzte Version für Windows Mobile war TwoNav 3.2, deren Download inzwischen auch nicht mehr angeboten wird. Obwohl die hauseigenen GPS-Geräte von CompeGPS mit Windows CE laufen, lassen sich deren Installationspakete nicht unter Windows Mobile nutzen, da eine Geräteerkennung einprogrammiert wurde und Systemdateien fehlen.
  • Pathaway mit Fugawi Global Explorer: Ebenso eines der umfangreichsten Programmpakete. Kartenangebot beachten: Hier stehen andere kommerzielle Karten zur Verfügung.
  • QuoVadis: Die universelle PC-Kartenverwaltungssoftware - hat Schnittstellen zu Twonav und zu Pathaway.
  • Tomtom Navigator 7: Ein KfZ-Navigationsprogramm, dass gelegentlich auch brauchbare Radrouten berechnet (länderabhängig, z.B. in Schweden sehr gut brauchbar). Ideal zum Verwalten von tausenden POI (hat keine Probleme mit 30.000 Archie-Campingplätzen umzugehen). Die Software ist nicht mehr im Handel. Karten sind weiter im Onlineshop zu haben. Zur Installation der Software genügt es, eine Speicherkarte mit einer Kopie des Ordner "2577" im Stammverzeichnis einzulegen und einen Soft-Reset auszuführen. Anschließend installiert sich Tomtom Navigator 7 automatisch. Eine regionale Karte gibt es beim ersten Programmstart gratis zum Download. Länderkarten oder die Europa-Karte müssen gekauft und freigeschaltet werden. Karten sind mit dem Mobilgerät verdongelt, die Anwendungssoftware im Ordner "2577" selbst ist beliebig kopierbar.
  • Glopus: Freie Garminkarten (Vektorkarten) auf Windows Mobile verwenden (ohne Routing)
  • OziExplorer: komplettes GPS-Programm, inklusive Sprachansage
  • Footmap: Läuft direkt von Speicherkarte, ohne Installation
  • Mapfactor Free Navigator: kostenlose Navigation mit Routenberechnung auf OSM-Karten. Routenvorschläge sind nicht unbedingt radtauglich.
  • MagicMaps2go: Kartenanzeigeprogramm für die MagicMaps-Karten (u.a. Tour-Explorer) und Karten vom Kompass-Verlag (über Zusatzprogramm). Nur nutzbar mit dem zugehörigen PC-Programm Tour-Explorer. Umständlicher Export von Kartenausschnitten beschränkter Größe zum Smartphone. Nicht mehr im Handel. Vorsicht: Inkompatibilität mit einigen Smartphones, u.a. Sony-Ericsson und allen HTC-Geräten mit einer grafischen Bedienoberfläche (HTC-Sense, TouchFlo). Wer auf den HTC-Geräten MagicMaps2go nutzen will, muss vorher die Bedienoberfläche HTC-Sense abschalten. Anderenfalls funktioniert die Anzeige von Karten nicht oder das Programm stürzt ab. Zeitweise wurde von MagicMaps eine Programmvariante angeboten, die den Wechsel der Bedienoberfläche automatisieren sollte. Dies funktioniert nicht sicher und kann zum Einfrieren des Smartphones führen sowie einen Hard-Reset mit Datenverlust erfordern.

Für Windows Phone 7 und 8

  • Das bereits unter Windows Mobile bewährte Programm Navicomputer steht seit 2013 für Windows Phone zur Verfügung. Das Programm arbeitet mit OSM-Karten und beschränkt sich auf Grundfunktionen und einfache Bedienung.
  • QuoVadis Mobile bietet seit Ende 2013 die Möglichkeit, Daten und Karten des PC-Programms QuoVadis (früher TTQV) unterwegs zu nutzen, auch selbst gescannte und kalibrierte Karten. Daneben können Online-Karten, u.a. here-Maps (Nokia, Microsoft) genutzt werden.

Weblinks

Hardware-Hersteller

  • Acer
  • Andres_Industries - Outdoor-PDA für professionelle Anwender (z.T. ohne Mobilfunk)
  • apple
  • Asus
  • Blackberry
  • CAT S50, B15, B15Q - Outdoor-Smartphone der Marke Caterpillar mit Android
  • Cyrus - Outdoor-Smartphone CS 18 und CS 20
  • EnjoyTone Outdoor Smartphone
  • Getac - Outdoor-Smartphones (Handheld), Tablet und Notebook für professionelle Anwendung mit Windows Mobile oder Android
  • Getnord - Outdoor Smartphone
  • Handheldgroup Schwedischer Hersteller robuster Mobilgeräte, u.a. Nautiz-X1
  • Honeywell Dolphin 70e mit PDF-Datenblatt
  • HTC
  • Huawei
  • Icefox Outdoor-Smartphone
  • Intermec - robuste Mobilgeräte für professionelle Kunden (Honeywell-Tochterunternehmen)
  • Janam - robuste Technik für professionelle Anwender (z.T. ohne Mobilfunk)
  • Logic Instrument - robuste Outdoor-Geräte für professionelle Anwender, u.a. Tablet Fieldbook mit Android
  • LG
  • Motorola
  • Nokia - Handelsmarke von Microsoft für Smartphones (keine Outdoor-Geräte)
  • Pearl Simvalley - preisgünstige Smartphones, auch wasserdicht
  • Psion - robuste Geräte für professionelle Anwender, z.B. Psion EP-10
  • RuggedPCreview - Übersicht zu robusten und outdoortauglichen Geräten für professionelle Anwender
  • RugGear - robuste Smartphones mit Android
  • Runbo - Outdoor-Smartphones aus China (bisher nur online bestellbar)
  • Samsung - Outdoor-Smartphone Galaxy Xcover und wassergeschützte Smartphones mit Android
  • Simvalley - preisgünstige Smartphones
  • Sonim - Outdoor-Mobiltelefone, nur Java-Programme können installiert werden
  • Sony - wassergeschützte Smartphones, z.B. Xperia Z mit Android
  • Snopow - Outdoor Smartphone
  • Spectra Precision Mobile Mapper 120 professionelles Mobilgerät für Kartographen
  • Trimble - Outdoor-Smartphones Recon, Nomad und Juno
  • ZTE - preisgünstige Smartphones

Navigationsprogramme

Für Android

Für Apple

Für Windows Mobile 5 und 6

Für Windows Phone 7 und 8

Sonstige

  • ape@map - läuft unter Java und damit auf allen Mobilgeräten mit einer geeigneten Java-Umgebung (Android, Windows Mobile 6 und Mobiltelefone). Bitte Kompatibilitätsliste beachten.

Zubehör-Hersteller

  • ADA bikeconverter - Dynamoladegerät mit integriertem Akku
  • Adonit - Spezialzeigestift Adonit JOT für kapazitive Touchscreens mit feiner Spitze
  • Armor-x - wasserdichte Schutzgehäuse, u.a. für Apple-Geräte und Samsung Galaxy S II
  • Andres Industries - wasserdichte Schutzgehäuse
  • Aquapac - wasserdichte Foliehüllen
  • Bikertech - Halterungen
  • Brodit - modulare Halterungen, auch für Fahrradlenker
  • Finn - elastische, stabile Handyhalterung für den Fahrradlenker, universell für jedes Smartphone und jeden Lenker
  • Busch & Müller - Dynamoladegeräte e-Werk und USB-Werk, Universalhalterung (verstellbare Klemmhalterung)
  • Cateye - universell verwendbare Leuchtenhalterungen Nr. 533-8596, 533-8597
  • CompeGPS 5600 wasserdichter Zusatzakku
  • Stollberg Elektrotechnik - Dynamoladegeräte Dynalader
  • Forumslader - leistungsstärkstes Dynamoladegerät zum Selbstbau
  • Holux - externe Bluetooth-GPS-Empfänger
  • HR Herbert Richter - modulare Halterungen, auch für Fahrradlenker
  • Klickfix - Schutzgehäuse PhoneBag, Miniadapter-Halterung, Quad Adapter-Halterung
  • Kuhnelektronik - wasserdichter Überzug Naviproof, wasserdichte Schutzgehäuse Navicase, Dynamoladegerät KE-Charger
  • Beispielangebote für Folienlupen
  • Minoura - Universalhalterungen
  • Navilock - externe Bluetooth-GPS-Empfänger
  • Navko - Gehäuse und Halterungen, Geräteanpassungen
  • Newtrent - Zusatzakku
  • Otterbox - wasserdichte Schutzgehäuse
  • Ortlieb - wasserdichte Schutzhüllen, Lenkertasche mit Gerätehülle
  • Pelicase - wasserdichte Schutzgehäuse
  • Powerguy - Zusatzakkus mit Pufferfunktion
  • Powertraveller - Zusatzakkus, auch mit Pufferfunktion
  • Qstarz - externe Bluetooth-GPS-Empfänger
  • RAM-Mount - modulare Halterungen, auch für Fahrradlenker; wasserdichte Gehäuse (Aqua Box pro)
  • Swissbatteries - Zusatzakkus mit Pufferfunktion, Solarlader mit 3-Schicht-Solarzellen
  • Touratech-Halterungen
  • TranSystems - externe Bluetooth-GPS-Empfänger
  • Variotek - Zusatzakkus (Levolta), wasserdichte Schutzhülle
  • Wintec - externe Bluetooth-GPS-Empfänger
  • Zzing - Dynamoladegerät mit integriertem Akku

Informationen im Internet

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